Weltkulturerbe Trier

Römische Baudenkmäler, Dom St. Peter & Liebfrauenkirche

Porta Nigra (Stadtseite), Weltkulturerbe in Trier

Trier ist eine über 2000 Jahre alte Stadt. Sie war Residenz römischer Kaiser und ist ältester Bischofssitz nördlich der Alpen. Trier wurde 17 oder 18 v. Chr. gegründet und bezeichnet sich als älteste Stadt Deutschlands. Ab 292 n. Chr. war Trier („Augusta Treverorum“) die Hauptstadt eines der vier Reichsteile des Römischen Reichs. Im 4. Jahrhundert hatte Trier mit ca. 80.000 Einwohner*Innen eine größere Bevölkerung als alle anderen Städte nördlich der Alpen.

Kaiser Konstantin ließ ab ca. 300 mehrere Großbauten beginnen (Konstantinbasilika, Kaiserthermen, Zirkus). Er verlegte aber 324 die Residenz nach Byzanz, das man in „Konstantinopel“ (heute Istanbul) umbenannte. Mehrere Bauwerke sind zu einer Welterbestätte zusammengefasst:

  • sechs römische Baudenkmäler und
  • zwei mittelalterliche Kirchen in Trier,
  • die Igeler Säule außerhalb von Trier.
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Römische Baudenkmäler, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier

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Römerbrücke: 49.751993, 6.626644
Dom St. Peter zu Trier: 49.756269, 6.643338
Liebfrauenkirche in Trier: 49.755859, 6.643043
Porta Nigra: 49.759600, 6.644190
Amphitheater: 49.748128, 6.649132
Barbarathermen: 49.750207, 6.630287
Kaiserthermen: 49.749705, 6.642045
Konstantinbasilika: 49.753635, 6.643515
Igeler Säule: 49.709175, 6.549474

Römische Baudenkmäler

Amphitheater

Im 2. Jahrhundert n. Chr. baute man das Amphitheater am Hang des Petrisbergs. Auf den Rängen saßen bis zu 18.000 Besucher*Innen, im Mittelalter standen dort Reben. Ein Aufzug führte vom (erhaltenen) Keller in die Arena. 

Barbarathermen

Die Barbarathermen (2 Jh. n. Chr.) waren ihrerzeit die zweitgrößten Thermen des Römischen Reichs. Von ihnen ist außer den Kellern wenig erhalten, weil man sie im Mittelalter als Steinbruch nutze.

Kaiserthermen

Um 300 n. Chr. ließ Kaiser Konstantius diese Badeanlage erbauen. Sie wurde nicht vollendet, sondern als Kaserne genutzt. Die Kaiserthermen sind relativ gut erhalten; Teile sind rekonstruiert.

Konstantinbasilika

Porta Nigra

Die Römer errichteten das nördliche Stadttor ab 170 n. Chr. Der Name „Porta Nigra“ („schwarzes Tor“) stammt nicht aus der Römerzeit, sondern aus dem Mittelalter. Das Bauwerk blieb unvollendet und wurde ab 1035 zur Kirche umgebaut.

Römerbrücke

Von 142 bis 150 n. Chr. bauten die Römer eine Brücke, die aus neun Steinpfeilern und einer Holzbalkenbrücke bestand. Die Pfeiler sind erhalten und gelten als älteste Brücke Deutschlands.

Igeler Säule

Im Dorf Igel bei Trier steht ein ca. 23 m hohe Grabpfeiler. Zwei Tuchhändler haben ihn im 3. Jahrhundert erbauen lassen. Die Reliefs zeigen Szenen aus dem Alltag und der Mythologie. Auf der Pfeilerspitze sitzt eine starke verwitterte Adlerfigur.

Mittelalter

Die Trierer Bischöfe waren im Mittelalter mächtige Herrscher. Sie zählten neben dem Kölner und Mainzer Bischöfen zu den drei geistlichen Landesherren, die mit vier weltlichen Herrschern den deutschen König wählten.

Dom St. Peter

Der Dom St. Peter gilt als älteste Bischofskirche Deutschlands. Zwischen 310 und 320 erbaute man die erste Basilika, die später erweitert, zerstört und wiederaufgebaut wurde. Der romanische Westchor (Foto) wurde 1121 geweiht.

Liebfrauenkirche

Neben dem Dom baute man von ca. 1230 bis 1243 die Liebfrauenkirche, die als eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands gilt. Sie ist ein Zentralbau und zeigt französischen Einfluss.

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