UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz

Burg Pfalzgrafenstein und Gutenfels bei Kaub im Hintergrund (UNESCO Welterbe Mittelrheintal) (10940779845)

UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz. Übersicht

Das UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz umfasst sieben Welterbestätten (Stand 2021):

  • Speyerer Dom,
  • Römische Baudenkmäler, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier,
  • Obergermanisch-Raetischer Limes (zusammen mit Baden-Württemberg, Bayern und Hessen),
  • Oberes Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz (zusammen mit Hessen)
  • Bad Ems (zusammen mit Baden-Baden, Bad Kissingen und acht weiteren Kurorten Teil des Welterbes „Bedeutende Kurstädte Europas“)
  • SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz,
  • Niedergermanischer Limes (die nördliche Fortsetzung des Obergermanisch-Raetischen Limes; zusammen mit NRW und Niederlanden)

Zu den ehemaligen Kandidaten für das UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz zählen:

  • Burg Eltz
  • Kloster Maria Laach
  • Wormser Dom

Teil des immateriellen Kulturerbes von lokaler oder regionaler Bedeutung sind:

  • die Wiesenbewässerung in den Queichwiesen,
  • das Forster Hanselfingerhut-Spiel und
  • die Töpfertradition Westerwälder Steinzeug.

Zum UNESCO-Weltdokumentenerbe in Rheinland-Pfalz zählen der Codex Egberti in Trier (eine der kostbaren Reichenauer Handschriften) und die Wormser „Ratsherrenschrift“ (die zu den „Frühen Schriften der Reformationsbewegung“ zählt).

UNESCO-Weltkulturerbe in Rheinland-Pfalz

Speyer---Cathedral---East-View---(Gentry)

Speyerer Dom

Der Speyerer Dom ist die größte romanische Kirche der Welt, Grablege deutscher Kaiser und bahnbrechend für den Sakralbau. Am Ostrand der malerischen Altstadt Speyer ließen die salischen Kaiser den Speyerer Dom erbauen. Seine Krypta zählt zu den schönsten Unterkirchen Deutschlands. Mehr zum UNESO-Weltkulturerbe Speyerer Dom:

Trier Porta Nigra outside

Römische Baudenkmäler in Trier

Trier war eine der Hauptstädte des Römischen Reichs und zählt zu den ältesten Städten Deutschlands. Mehrere Monumentalbauten der Römerzeit (Porta Nigra, Kaiserthermen, Konstantinbasilika) haben sich erhalten. Zum Welterbe zählen auch der Trierer Dom und die Liebfrauenkirche, die eine der seltenen Zentralbaukirchen der Gotik darstellt. Mehr zum UNESCO-Weltkulturerbe Trier:

Saalburg Main Gate (Porta Praetoria)

Obergermanisch-Raetischer Limes

Der Obergermanische Limes beginnt am Rheinufer bei Rheinbrohl, wo sich das Limesinformationszentrum Rheinland-Pfalz befindet. Der Limes zieht sich südwärts durch Rheinland-Pfalz und geht über in den Raetischen Limes, der bis zur Donau bei Regensburg führt. Der Deutsche Limes-Radweg und -Wanderweg folgen der Grenzbefestigung der Römerzeit.

Burg Pfalzgrafenstein und Gutenfels bei Kaub im Hintergrund (UNESCO Welterbe Mittelrheintal) (10940779845)

Oberes Mittelrheintal

Das Obere Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz ist gesäumt von Burgen, Weinhängen und malerischen Städtchen, z. B. Bacharach. Die Römer hinterließen den Weinanbau und das besterhaltene Kastell Deutschlands (Boppard); vom Mittelalter zeugen Burgen und Klöster. Festung Ehrenbreitstein bietet einen großartigen Ausblick auf Koblenz und das Rheintal.

Lahn river and casino, Bad Ems, Rheinland-Pfalz, Germany - panoramio

Bad Ems

Bad Ems ist im Juli 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden – zusammen mit anderen Kurorten in Europa (in Deutschland: Baden-Baden und Bad Kissingen). Der Kurort Bad Ems liegt an der Lahn (östlich von Koblenz). Die Kurbrücke führt ins Zentrum des Kurviertels mit dem Kursaalgebäude (1835-49) im Westen und dem prächtigen Kurhaus (1715) im Osten, verbunden durch die Kolonnade. Das Kursaalgebäude beherbergt eine der ältesten Spielbanken Deutschlands. Durch den Kurpark entlang des Nordufers gelangt man zur Karlsburg (ab 1696), wo illustre Kurgäste ihr Quartier aufschlugen.

Bekannt ist Bad Ems nicht nur für das salzhaltige Thermalwasser, das aus den Heilbrunnen strömt, sondern auch für die Emser Depesche, durch die Bismarck Frankreich zur Kriegserklärung provozierte. Bad Ems ist bereits Standort eines UNESCO-Weltkulturerbes: der Limes führte durch Bad Ems; ein Kleinkastell befand sich am südlich der Kurbrücke, das größere bei der Martinskirche.

Jüdischer Friedhof Worms (SchUM-Städte. Kandidat für das UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz) Synagogue Mainz Exterior1

SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz

Das europäische Judentum hatte im Mittelalter zwei große Zentren: die iberische Halbinsel (sephardische Juden) und (ab dem 10. Jh.) das Rheinland mit den drei Gemeinden Speyer, Worms und Mainz (aschkenasische Juden). „SchUM“ setzt sich zusammen aus den drei hebräischen Anfangsbuchstaben von Schpira, Warmaisa und Magenza.

Zeugnisse der jüdischen Tradition sind in Speyer u. a. der Judenhof mit Mikwe (1110-20) und Überreste von Synagoge (Weihe 1104) und Frauenschul (um 1250).

Die Wormser Synagoge war Vorbild für andere europäische Synagogen, z. B. im UNESCO-Welterbe Regensburg. Im Synagogengarten befindet sich die gut erhaltene Mikwe (1185-86). In der Nähe des Wormser Doms liegt der alte Friedhof Heiliger Sand mit rund 2500 Gräbern. Er gilt – mit dem Judensand in Mainz – als ältester jüdischer Friedhof Europas.

An der Stelle der 1938 niedergebrannten Hauptsynagoge Mainz steht seit 2010 die Neue Synagoge Mainz (Architekt: Manuel Herz). Webseite: https://schumstaedte.de/

Museum für Antike Schifffahrt (Mainz) Roemerschiff-Rekonstruktion (Navis lusoria)

Niedergermanischer Limes

Der Niedergermanische Limes erstreckte sich am Niederrhein. Er bestand nicht aus Wall und Graben, sondern aus Kastellen (z.B. Remagen) und Flottenstützpunkten (u. a. Köln, Mainz) der Rheinflotte. Im Museum für Antike Schifffahrt in Mainz sind Rekonstruktionen von Römerschiffen ausgestellt. (Zu den Sehenswürdigkeiten in NRW zählen Köln und Xanten).

Aktuelle Kandidaten für das UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz

Im Jahr 2021 wurden alle drei Kandidaten (Bad Ems, SchUM-städte, Niedergermannischer Limes) zum Weltkulturerbe erklärt. Es gibt daher keinen aktuellen Kandidaten. Die Sayner Hütte soll neuer Kandidat werden.

Sayner Hütte, Gießhalle, Blick zum Hochofen

Sayner Hütte

Im Saynbachtal nördlich von Koblenz liegt Sayn (ein Ortsteil von Bendorf). Dort gibt es drei Sehenswürdigkeiten: auf dem Berg Burg Sayn, im Tal Schloss Sayn und die Sayner Hütte. Diese Hütte ist ein ehemaliges Stahlwerk, das der Trierer Bischof bereits 1769-70 erbauen ließ. Später übernahm Alfred Krupp die Sayner Hütte.

Die Anlage umfasst u. a. Hammerhäuser, die Krupp’sche Halle (1908-09) und die Gußhalle (1828-30). Deren Tragwerk besteht komplett aus Gusseisenelementen. In der Sayner Hütte stellte man Kanonen und Eisenkunstguss-Waren her. 2010 erklärt die Bundesingenieurkammer die Sayner Hütte zum „Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. 2012 beantragte das Bundesland Rheinland-Pfalz die Aufnahme in die Kandidatenliste für das UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Kunstgussmuseum informiert über die Geschichte der Sayner Hütte. (Webseite: http://www.saynerhuette.org/)

Denkmalareal Sayner Hütte

Die Sayner Hütte ist eine von mehrere Hütten im Raum Bendorf. Wegen der reichen Erzvorkommen wurde dort seit der Römerzeit Eisen verhüttet. Von 1608-29 existierte die (Hammerhütte Steinebrück. Johann Bertram gründete 1722 die Untere Hütte; später kamen hinzu: Obere Hütte (1804), Concordiahütte (1752), Mühlhofener Hütte (1856). Einige Kilometer weiter südlich befindet sich der nächste Welterbe-Kandidat:

Ehemalige Kandidaten für das UNESCO-Welterbe in Rheinland-Pfalz

2016 Burg Eltz 04

Burg Eltz

Einige Kilometer nördlich der Mosel steht eine der bekanntesten Burgen Deutschland. Burg Eltz thront auf einem Berg im Elzbachtal, den eine Flußschleife umgibt. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und seitdem um- und ausgebaut, so dass eine turmartige Hauptburg entstand. Sie besteht aus vier Bauteilen: Bergfried Platt-Eltz, Rübenacher Haus, Kempenicher und Roedendorfer Häuser. Burg Eltz ist vollständig erhalten und besuchbar zwischen April und Ende November. (Webseite: http://www.burg-eltz.de/)

Auf dem Weg zur Burg passiert man die Ruine der kleinen Belagerungsburg Trutzeltz (erbaut während der Eltzer Fehde 1331-36). Die Belagerung markiert einen Wendepunkt der Artillerietechnik: Der Beschuss erfolgt durch ein Katapult und – erstmals in Deutschland – durch Feuerwaffen (sogenannte „Feuertöpfe“). In der Folgezeit wurden Burgen an den Kanonenkampf angepasst und später durch Festungen ersetzt.

Maria Laach de04

Maria Laach (1984-1993)

Die Abtei Maria Laach liegt am Laacher Maar, einem alten Vulkansee in der Eifel (westlich von Andernach). Die romanische Anlage wurde zwischen 1093 bis 1216 erbaut. Der sechstürmigen Abteikirche ist im Westen das große Paradies mit Löwenbrunnen vorgelagert. Gotische und barocke Umbauten wurden 1937 und 1958 entfernt; die Einwölbung des Kirchenschiffs blieb erhalten. Sehenswert ist die bedeutende Jesuiten-Bibliothek (1865). Zu den Klosterbetrieben zählen u. a. das Seehotel Maria Laach und eine Klostergärtnerei. In der Abtei fand Konrad Adenauer von 1933-34 als Bruder Konrad Zuflucht. Die Klostergemeinschaft ist uneins, ob Maria Laach weiterhin für den Tourismus geöffnet bleiben soll. (Webseite: https://www.maria-laach.de/)

Detall de la Catedral de Worms sky adj

Wormser Dom (1984-1993)

Der Wormser Dom wurde 1130-1181 als Doppelchoranlage mit reichem Bauschmuck erbaut und blieb weitgehend originalgetreu erhalten. Zusammen mit dem Speyerer Dom (UNESCO-Welterbe) und dem Mainzer Dom ist der Wormser Dom einer der drei rheinischen Kaiserdome. Sie sind herausragende Zeugnisse romanischer Sakralbaukunst in Deutschland.

Zu den Sehenswürdigkeiten im Innenraum zählen fünf große Reliefs (1487-1515), die Gruft mit den Saliergräbern oder der barocke Hochaltar von Balthasar Neumann. An der Nibelungenpforte sollen Brünhild und Kriemhild darum gestritten haben, wer zuerst den Dom betreten darf. (Die mittelalterlichen Glasfenster gingen 1921 zu Bruch, verursacht durch die seinerzeit größte Explosion Deutschlands im 13 km entfernten BASF-Werk.) Webseite: http://www.wormser-dom.de/)

Vor dem Dom finden jährlich die Nibelungenfestspiele statt (Webseite: http://www.nibelungenfestspiele.de/).

UNESCO-Weltnaturerbe in Rheinland-Pfalz

Bislang gibt es kein UNESCO-Weltnaturerbe in Rheinland-Pfalz. Allerdings erstreckt sich im Süden das grenzüberschreitende UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald.

Teufelstisch im Pfälzerwald

UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald

Das UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald (über 1589 km²) ist eines der größten zusammenhängende Waldgebiete Deutschlands mit vielen Sandsteinfelsen; ein Eldorado für Kletterfreunde. Im Süden geht der Pfälzerwald über in das französische Biosphärenreservat Vosges du Nord. Webseite Pfälzerwald www.pfaelzerwald.de/, Webseite Vosges du Nord: www.parc-vosges-nord.fr

(Weiter nördlich in Rheinland-Pfalz befindet sich der Nationalpark Hunsrück-Hochwald (100 km²; Webseite: http://www.nationalpark-hunsrueck-hochwald.de/). Er liegt zu 90% in Rheinland-Pfalz, zu 10% im Saarland.)

Immaterielles Kulturerbe in Rheinland-Pfalz

Blick ostwärts auf Forst an der Weinstraße und auf die Rheinebene (Immaterielles Kulturerbe in Rheinland-Pfalz: Forster Hanselfingerhut-Spiel)

Zum immateriellen Kulturerbe in Rheinland-Pfalz von lokaler Bedeutung zählen zwei Kulturformen:

Westerwälder Steinzeug (ca. 1650-99); immaterielles Kulturerbe in Rheinland-Pfalz. Kan met een leeuwenkop en gestileerde bladmotieven, BK-KOG-541

Töpfertradition Westerwälder Steinzeug in und um Höhr-Grenzhausen, Kannenbäckerland sowie Breitscheid

Das Westerwälder Steinzeug wurde 2016 zum Kulturerbe von regionaler Bedeutung erklärt (Webseite: http://www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe/bundesweites-verzeichnis/eintrag/toepfertradition-westerwaelder-steinzeug-in-und-um-hoehr-grenzhausen-kannenbaeckerland-sowie-breit.html). Die Westerwälder Keramiken wurden aber europaweit (und nach Übersee) exportiert: Deutsches Steinzeug war – lange vor dem Auto – über Jahrhunderte ein Exportschlager. Im Westerwald töpfert man vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die vier Fotos zeigen Exponate aus dem Rijksmuseum aus vier Jahrhunderten (gegen den Uhrzeigersinn). Über das Westerwälder Steinzeug informiert das Keramikmuseum Westerwald (http://www.keramikmuseum.de/).

Kan met kerfsnedeversiering, BK-NM-2049

Vat met bloemranken en kerfsnede, BK-NM-2563-A

Punchkom, BK-2009-272-1

UNESCO-Weltdokumentenerbe in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sind zwei Dokumente aufbewahrt, die zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählen: 

  • der Codex Egberti in Trier
  • die „Ratsherrenschrift“ (als Teil der „Frühen Schriften der Reformationsbewegung“) in Worms

Andere Dokumente des UNESCO-Welterbes wurden in Rheinland-Pfalz hergestellt oder haben einen engen Bezug zum Bundesland:

  • die „Gutenberg-Bibel„, die in Mainz gedruckt wurde;
  • die drei Exemplare der Goldenen Bulle (1356), die für die Kurfürsten in Mainz, Heidelberg und Trier bestimmt waren: Mainzer, Pfälzer und Trierer Exemplar.
  • Schriften von Karl Marx„, der 1818 in Trier zur Welt kam. Marx gilt als einer der bedeutendsten Philosophen der Neuzeit.

Der Egbert codex (STadtbibliothek Trier) zählt zum UNESCO-Weltdokumentenerbe Reichenauer Handschriften

Codex Egberti

Zum UNESCO-Weltdokumentenerbe in Rheinland-Pfalz zählt der Codex Egberti, der zwischen 980 und 993 angefertig wurde. Zusammen mit neun anderen Dokumenten bildet er seit 2003 das UNESCO-Weltdokumentenerbe „Reichenauer Handschriften“ (https://www.unesco.de/kultur-und-natur/weltdokumentenerbe/weltdokumentenerbe-deutschland/reichenauer-handschriften). Der Codex wird mit anderen Kostbarkeiten in der Schatzkammer der Stadtbibliothek Trier ausgestellt (https://www.stadtbibliothek-weberbach.de/Schatzkammer/).

Luther-in-Worms-auf-Reichstag

Ratsherrenschrift

In der Stadtbibliothek Worms befindet sich ein Dokument, das mit 13 anderen Schriften zum Weltdokumentenerbe „Frühe Schriften der Reformationsbewegung“ zählt: Die Schrift „An die Radherrn aller stedte deutsches lands: das sie Christliche schulen auffrichten vnd hallten sollen“ (Lukas Cranach, Christian Döring, Wittenberg 1524. Digitalisat); Webseite: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/weltdokumentenerbe/weltdokumentenerbe-deutschland/schriften-reformationsbewegung

Worms ist ein bedeutender Schauplatz der Reformation gewesen; hier fand 1521 der Reichstag zu Worms statt: Martin Luther weigerte sich, seine Thesen zu widerrufen.

Gutenberg-Museum (Altbau: Zum Römischen Kaiser) in Mainz

Gutenberg-Bibel

Mainz, die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, ist die europäische Wiege einer der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit: des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (in Korea bereits 1377 erfunden). Das erste Buch, das der Erfinder Johannes Gutenberg 1452-54 druckte, ist die sogenannte Gutenberg-Bibel. Von den 150 Papier- und 30 Pergamentdrucken  sind noch 49 erhalten. Ein Pergament-Exemplar hat die UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt (https://www.unesco.de/kultur-und-natur/weltdokumentenerbe/weltdokumentenerbe-deutschland/gutenberg-bibel). Dieses Exemplar befindet sich in der Universitätsbibliothek Göttingen (Digitalisat). Im Gutenberg-Museum Mainz (http://www.gutenberg-museum.de/) befinden sich zwei Papier-Drucke (ein weiteres Exemplar ist in Trier aufbewahrt).

Welterbe in Rheinland-Pfalz besuchen

  • ICE-Bahnhof (Auswahl): Mainz, Ludwigshafen, Koblenz, Trier
  • Autobahn: A 1, 3, 6, 8
  • Radfernweg:
    • D-Route 5 (Saaar- Mosel – Main)
    • D-Route 8 (Rheinroute)
  • Flughafen: Frankfurt/Hahn; Flugplatz Zweibrücken

Reiseziel Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz entdecken: (Wein-)Kultur für jeden Geschmack

Rheinland-Pfalz ist Weinland. Von den 13 Weinanbaugebieten Deutschlands liegen sechs in Rheinland-Pfalz: Wein wächst an den Steilhängen im Mittelrheintal, das an die Weinbaugebiete Rheingau und Nahe grenzt. Den Limes trennt nur der Rhein vom Ahrtal, Deutschlands größtes Rotwein-Anbaugebiet. Trier ist umgeben von den Weingärten der Mosel. Der Speyerer Dom steht in der mediterranen Pfalz: Wo der Pfälzerwald das Rheintal begrenzt, reihen sich beschauliche Winzerdörfer aneinander, verbunden durch die Weinstraße und überragt von alten Burgen. Für Genießer*innen ein Paradies: Das Welterbe in Rheinland-Pfalz.

Kurzinfo Rheinland-Pfalz

  • Einwohner*innen: 4.090.000
  • Landeshauptstadt: Mainz
  • Großstädte: Mainz (217.000), Ludwigshafen (171.000), Koblenz (114.000), Trier (110.000)
  • Nachbarländer: Frankreich, Luxemburg, Belgien; Baden-Württemberg, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Hessen
  • Höchster Berg: Erbeskopf (816 m)
  • Hauptgewässer: Rhein, Mosel, Saar, Lahn, Lacher See (331 ha)

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