Cologne cathedrale vue sud

Das UNESCO-Weltkulturerbe Kölner Dom ist gotische Kathedrale, bedeutende Wallfahrtskirche und Bauwerk der Superlative. Der Dom gilt als eine der größten gotischen Kathedralen. Rekordverdächtig ist auch die Bauzeit: 1248 legte man den Grundstein. 632 Jahre später, im Jahr 1880, wurde der Dom vollendet.

Die Baugeschichte des Kölner Doms lässt sich in vier Abschnitte unterteilen:

  1. Baubeginn und Errichtung erster Bauteile: 1248 bis etwa 1560 (312 Jahre)
  2. Einstellung der Bauarbeiten und Unterbrechung: 1560 bis 1842 (282 Jahre)
  3. Wiederaufnahme der Bauarbeiten und Fertigstellung: 1842 bis 1880 (38 Jahre)
  4. Erhaltungsmaßnahmen: ab 1880 (offener Zeitraum)

Mit über sechshundert Jahren zwischen Grundsteinlegung und Vollendung und 310 Jahren reiner Bauzeit zählt der Kölner Dom weltweit zu den Gebäuden mit der längsten Bauzeit. Ein Überblick über die wichtigsten Daten der Baugeschichte:

873

Weihe des Vorgängerdoms (Alter Dom, Hildebold-Dom)

1164

Nach der Eroberung Mailands schenkt Kaiser Friedrich Barbarossa seinem Kanzler, dem Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Sie werden im Alten Dom, dem Vorgängerbau des heutigen Doms, ausgestellt. Köln wird zu einem bedeutenden europäischen Pilgerzentrum.

1248

Am 15. August 1248 legt Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein für den Dom.  Er soll nach den Plänen von Meister Gerhard die größte Kirche Europas werden. Vorbild für den Grundriss ist die Kathedrale von Amiens. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden.  

1322

Der fertiggestellte Chor wird am 27. September 1322 geweiht. Eine große Wand schließt den Chor nach Westen ab. In den Folgejahren baut man an den Seitenschiffen und dem Südturm.

ab 1527

Die Unzufriedenheit mit der Kirche lässt die Spendenbereitschaft sinken, sodass die Bauarbeiten eingestellt werden müssen. Der Baukran auf dem Südturm wird zum Symbol der Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Bauarbeiten.  

1842

Gründung des Zentral-Dombau-Vereins, der sich um die Finanzierung der Bauarbeiten kümmert. Die Wiederaufnahme der Bauarbeiten erfolgt am 4. September 1842. Auch der der (protestantische) preußische König beteiligt sich an der Finanzierung.

1880

 

Am 15. Oktober 1880 feiert man die Fertigstellung des Doms in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. Viele Katholiken – Domkapitel und Kölner Bürger – bleiben fern.

1943-45

 

Über 70 Bomben treffen den Dom: 13 Gewölbe stürzen ein, der Nordturm droht zu kollabieren. In der Nachkriegszeit beseitigt man die Schäden, u. a. baut man eine Ziegelsteinplombe am Nordturm ein, die 2005 gegen Bedenken der Denkmalbehörden ersetzt wird.

1996

Die UNESCO erklärt den Kölner Dom zum Weltkulturerbe. 2008 erfolgte eine geringfügige Erweiterung.

2004-06

Als Reaktion auf ein geplantes Hochhausviertel am gegenüberliegenden rechten Rheinufer setzt die UNESCO den Kölner Dom auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Nach Änderung der Bebauungspläne nimmt die UNESCO den Dom 2006 von der Liste.

   
Adresse Dompropstei
  Margarethenkloster 5
  50667 Köln
E-Mail dompropstei[at]metropolitankapitel-koeln.de
Telefon 0221 – 17940-100
Fax 0221 – 17940-100

 

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Kölner Dom

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Kölner Dom: 50.941258, 6.957822
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Kölner Dom
Köln Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Köln

  • Stadt: Nordrhein-Westfalen, 1.080.000 Einw.;  Rhein; Eifel, Bergisches Land; 53 m; www.stadt-koeln.de
  • Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Museen (Museum Ludwig, Schokoladenmuseum, Römisch-Germanisches Museum), 12 romanische Kirchen
  • Reise: Anreise (A1, A3, A4/ICE 10,30,31,42,43,45,49,78,79, Thalys/D4,7; EV3);

Anfahrt

Anfahrt von der A 3

  • Von der A 3 an der Abfahrt Köln Mühlheim abbiegen auf die Straße „Mühlheimer Zubringer„.
  • Vom „Mühlheimer Zubringer“ auf die B 8 bzw. B 51 nach Süden Richtung Köln Zentrum wechseln.
  • Den Rhein über die Mühlheimer Brücke überqueren. Achtung: Staugefahr. Der B51 am Rheinufer folgen.
  • Kurz vor der Hohenzollernbrücke rechts abbiegen:
    • Goldgasse (Parkplätze am Breslauer Platz (= Nordausgang des Bahnhofs)  
    • Trankgasse (Tiefgaragen-Parkplätze am Dom unterhalb der Domplatte)

Anfahrt von der A 4

  • Von der A 4 am Kreuz Köln-Süd auf die A 555 nach Norden Richtung Köln fahren.
  • Am Verteilerkreis nach Osten auf den Militärring (= B 9 bzw. B 51) abbiegen.
  • Der B 9 bzw. B 51 am Rheinufer folgen.
  • Nach der Hohenzollernbrücke am Kölner Dom links abbiegen in die:
    • Trankgasse (Tiefgaragen-Parkplätze am Dom unterhalb der Domplatte)
    • Goldgasse (Parkplätze am Breslauer Platz (= Nordausgang des Bahnhofs)  

 

Der Kölner Dom ist mit der Bahn mühelos erreichbar.

  • Mit dem Nah- oder Fernverkehr zum Kölner Hauptbahnhof fahren.
  • Der Kölner Dom steht gegenüber der Empfangshalle des Bahnhofs.

Gotische Kathedrale

Der Kölner Dom ist ein Musterbeispiel der gotischen Kathedrale. Merkmale sind die großen Spitzbogenfenster, das Kreuzrippengewölbe oder das Streben in die Höhe. Der Innenraum des Kölner Doms ist so groß, dass ein Ton bis zu 13 Sekunden nachhallt. Vorbild für den Kölner Dom war die Kathedrale von Amiens, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.


Catedral de Colonia (4)

Dreikönigenschrein

Der Dom ist Aufbewahrungsort des Dreikönigenschreins, der die Gebeine der Heiligen Drei Könige enthält. Erzbischof Rainald von Dassel hatte sie 1164 aus Mailand nach Köln überführen lassen und lenkte dadurch die Pilgerströme in die Domstadt. Der Dreikönigenschrein gilt als größte Goldschmiedearbeit des Mittelalters.

Shrine of the Three Magi Cologne 29122014 03

Domschatzkammer und Ausstattung

Die reiche Ausstattung des Doms umfasst eine Vielzahl wertvoller Skulpturen und Altäre, z. B. das bedeutende Gerokreuz (Ende 10. Jh.) oder den großen Clarenaltar (14. Jh.). Sehenswert sind auch die mittelalterlichen Glasmalereien und das bunte Richter-Fenster (2007), das der Maler Gerhard Richter entwarf. Besonders wertvoll ist die Ausstattung des Chors, z. B. das mit 104 Sitzen größte Chorgestühl Deutschlands (1308-11), dahinter die Chorschrankenmalerei (14. Jh.).

In der Domschatzkammer kann man weitere Kostbarkeiten (kostenpflichtig) besichtigen.


Chorgestühl Kölner Dom -6239

Südturm

Lohnenswert ist ein Aufstieg zum Südturm. In der Glockenstube hängt der „decke Pitter“, die größte freischwingende Glocke der Welt. Sie wiegt 24 t. Von der Aussichtsplattform hat man bei gutem Wetter einen schönen Blick auf Köln und die Umgebung.


Facade of Cathedral - Köln (Cologne) - Germany - 02


Öffnungszeiten


Monat Tag Uhrzeit
November – April Montag – Samstag 06:00 – 19:30 Uhr
Mai – Oktober Montag – Samstag 06:00 – 21:00 Uhr
Januar – Dezember sonntags, feiertags 13:00 – 16:30 Uhr


 


Monat Tag Uhrzeit
Januar – Februar täglich 09:00 – 16:00 Uhr
März – April täglich 09:00 – 17:00 Uhr
Mai – September täglich 09:00 – 18:00 Uhr
Oktober täglich 09:00 – 17:00 Uhr
November – Dezember täglich 09:00 – 16:00 Uhr

Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung.


Monat Tag Uhrzeit
Januar – Dezember täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Ausnahmen: Weiberfastnacht, Karnevalssonntag, Rosenmontag

Eintritt

Der Eintritt in den Kölner Dom ist jederzeit kostenlos.


Erwachsene 4,00 €
ermäßigt 2,00 €
Schüler, Studenten 2,00 €
Familienkarte 8,00 €
Kombikarte Schatzkammer / Turmbesteigung 8,00 €
Kombikarte Schatzkammer / Turmbesteigung / ermäßigt 4,00 €
Kombikarte Familie Schatzkammer / Turmbesteigung 16,00 €


Erwachsene 6,00 €
ermäßigt 3,00 €
Schüler, Studenten 3,00 €
Familienkarte 12,00 €
Kombikarte Schatzkammer / Turmbesteigung 8,00 €
Kombikarte Schatzkammer / Turmbesteigung / ermäßigt 4,00 €
Kombikarte Familie Schatzkammer / Turmbesteigung 16,00 €

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Aachen Germany Imperial-Cathedral-01

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