Hildesheimer Dom

Schatzhaus ottonischer Kunst

Hildesheimer Dom (Weltkulturerbe) von Nordwesten.

872 ließ Bischof Altfried eine Kirche auf kreuzförmigem Grundriss erbauen, von der sich die Krypta erhalten hat. Das Bild zeigt – von links nach rechts – das Nordparadies (1412), gotische Seitenkapellen und den Westriegel mit Vorbau (erbaut 1840 mit zwei Türmen; nach 1945 umgestaltet). Am Westportal, geschützt durch den Vorbau, befinden sich die Flügel der Bernwardstür. 

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Dom St. Mariä Himmelfahrt und Michaeliskirche Hildesheim

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Dom St. Mariä Himmelfahrt: 52.149067, 9.947348
Michaeliskirche: 52.153109, 9.943421
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Dom St. Mariä Himmelfahrt
Hildesheim Niedersachsen, Deutschland
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Michaeliskirche
Hildesheim Niedersachsen, Deutschland

Umgebung des Hildesheimer Doms

Vogelperspektive auf Domhof und Hildesheimer Dom

Blick auf den Domhügel Richtung Nordosten. Am Westrand der Hildesheimer Altstadt erhebt sich der Mariendom auf dem Domhügel. Der Dombezirk ist noch an drei Seiten von einer Mauer umgeben, die Bernward um 1000 errichten ließ. Links der Große Domhof, rechts der kleine Domhof. Dazwischen die „Hohe Domkirche St. Mariä Himmelfahrt“ mit dem Kreuzgang (Dommuseum und Schatzkammer). Der Tausendjährige Rosenstock und die gotische St. Annen-Kapelle (Kupferdach) befinden sich inmitten des Kreuzgangs. Südlich davon das Bischöfliche Gymnasium Josephinum; nördlich das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie.

Rundgang um den Hildesheimer Dom

Domhof, Dom, von Norden Hildesheim 20171201 002

Ein kurzer Rundgang vermittelt einen Eindruck von der Architektur des Hildesheimer Doms:

  • Oben der Große Domhof mit Blick auf die Nordseite des Hildesheimer Doms. Links das große Nordparadies (1412 gestiftet). Links (verdeckt) davon die Steinbergkapelle; rechts drei gotische Kapellen (St. Matthäus und Drei Könige; Kapelle der Zehntausend Märtyrer, Georgskapelle) und Nordportal. Rechts der Westriegel mit dem Geläut und der Bernwardstür. An ihren Auftraggeber erinnert das Bernwardsdenkmal (Bildmitte).
  • Unten links Blick auf Westriegel und Vorhalle. Sie wurden nach dem 2. Weltkrieg neu erbaut. Die von außen zu sehende Tür der Vorhalle ist nicht die Bernwardstür. (Diese befindet sich innen.)
  • Unten rechts der Kleine Domhof mit Blick auf die Südfassade. Von links: Westriegel, Südportal, Barbarakapelle; Vicentius- und Anastasiuskapelle und zwei Kapellenräume. Rechts (außerhalb des Bildes) schließt sich das Josephinum ( Bischöfliches Gymnasium)  an. Zum Fachwerkviertel führt die Stinekenpforte neben den Josephinum.
Hildesheimer Dom 2015
Domhof, Dom, von Süden Hildesheim 20171201 003

Innenraum

Innenansicht des Hildesheimer Doms

Blick in den Innenraum des Hildesheimer Doms nach Osten. Im Vordergrund die Bronzetaufe (1. Drittel 13. Jh.), darüber der Heziloleuchter. Die Bernhardstür befindet sich im Rücken. Im Hintergrund der Chor mit der Krypta, die Christussäule ist rechts zwischen den Säulen als dunkle Fläche zu erahnen. Der Hildesheimer Dom ist ein Beispiel für den sächsischen Stützenwechsel: Auf einen Pfeiler (rechteckige Grundfläche) folgen zwei Säulen (runde Grundfläche), während beim rheinischen Stützenwechsel ein Pfeiler und eine Säule einander abwechseln.

Grundriss Hildesheimer Dom

Dehio 47 Hildesheim Dom

Sehenswürdigkeiten im Hildesheimer Dom

Bernwardstür

Bernwardstür – Detail

Von kunsthistorisch herausragender Bedeutung ist die Amtszeit Bischof Bernwards (950 oder 960-1022). Er ließ den Dombezirk befestigen und 1015 die bronzenen Flügel der Bernwardstür gießen. Sie sind 4,72 m hoch und wiegen jeweils etwa 1,85 t. Der linke Flügel zeigt acht Szenen aus dem 1. Buch Mose (Genesis), z. B. die Vertreibung aus dem Paradies. Der rechte Flügel zeigt acht Szenen aus dem Leben Jesu, z. B. die Kreuzigung. 

Christussäule

Hildesheim Christussäule

Hildesheim-Christussäule-Detail-001-Hildesia

Außerdem veranlasste Bernward um 1000 den Bau der St. Michaelskirche. Für sie war die Christussäule bestimmt, die im südlichen Querhaus des Doms steht. Sie ist ein weiteres Meisterwerk der Bronzeplastik. Die Säule ist 3,79 m hoch und rund 60 cm breit. Um den Säulenschaft sind spiralförmig Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt. Die Figur (Foto rechts) kniet am Fuße der Säule.

Heziloleuchter und Thietmarleuchter

Domhof, Dom, Heziloleuchter Hildesheim 20171201 001

Das Foto zeigt im Vordergrund den Heziloleuchter (Ende 11. Jh.) und im Hintergrund den Thietmarleuchter (1. Hälfte 11. Jh.). Sie zählen zu den ältesten Radleuchtern Deutschlands. Sehenswert ist u. a. der Godehardschrein (ca. 1140) in der Krypta.

Krypta und Gruft

Domhof, Dom, Krypta Hildesheim 20171201 001

Hildesheimer Dom, Bischofsgruft 01

Neben dem Chor führen zwei Treppen in die Krypta. Sie wurde 872 errichtet und ist eine der ältestenen Krypten Deutschlands. Von dort gelingt man in die Bischofsgruft. Sie wurde erst vor Kurzem (2010-14) angelegt. Von den 24 Grabplätzen sind daher noch 21 frei. In der Mitte steht das Hildwin-Grab. Nach ihm ist die Stadt Hildesheim benannt.

Tausendjähriger Rosenstock und Kreuzgang

Rosenstock2016

Domhof, Dom, Kreuzgang Hildesheim 20171201 0242

An der Apsis des Hildesheimer Doms wächst der  „Tausendjährige Rosenstock„, der mindestens 400 Jahre alt ist. Das genaue Alter ist unbekannt. Angeblich habe Kaiser Ludwig der Fromme 815 ein Reliquiar an einem Rosenstock aufgehängt – und vergessen. Als er das Reliquar holen wollte, ließ es sich nicht von den Rosen lösen. Für den frommen Kaiser ein Zeichen, hier eine Marien-Kapelle zu errichten (Die Rose gilt als Marien-Symbol). Der Kreuzgang umgibt den Annenfriedhof mit der Annenkapelle. Er ist ein seltenes Beispiel eines zweigeschossigen Kreuzgangs. 

Weltkulturerbe Hildesheimer Dom

Der Hildesheimer Dom ist die Rekonstruktion einer mittelalterlichen Kirche und beherbergt wertvolle Kunstwerke, darunter Christussäule und Bernwardstür. Auf die Zerstörungen des 2. Weltkriegs folgten Wiederaufbau und Sanierung (2010-14). Zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt der Hildesheimer Dom zusammen mit der St. Michaeliskirche seit 1985.

Adresse Mariendom Hildesheim
  Domhof 4
  31134 Hildesheim
E-Mail dom-information@bistum-hildesheim.de
Telefon 05121 307-770
Fax 05121 307-769

10 Daten zur Geschichte

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Hildesheimer Dom: Informationen für Besucher*innen

Öffnungszeiten

Monat Tag Uhrzeit
Januar – Dezember Montag – Freitag 10.00 – 18.00 Uhr
Januar – Dezember Samstag 10.00 – 16.30 Uhr
Januar – Dezember Sonntag 12.00 – 17.30 Uhr

Eintritt

Der Eintritt in den Hildesheimer Dom ist kostenlos.

Führungen

Termine

Monat Tag Uhrzeit
November – März Freitag – Sonntag 15.00 Uhr
April – Oktober Dienstag – Sonntag, feiertags 15.00 Uhr

 

Preise

Erwachsene 4,00 €
ermäßigt 3,00 €
Schüler, Studenten 3,00 €
Kinder unter 6 Jahren 0,00 €
Gruppen (bis zu 25 Personen, regulär) 90,00 €
Gruppen (bis zu 25 Personen;ermäßigt, Schüler- und Studentengruppen) 70,00 €

Mehr Informationen zu den Führungen unter: http://www.dom-hildesheim.de/de/content/domf%C3%BChrungen.