Aachener Dom

Krönungsstätte deutscher Kaiser

Aachen Germany Imperial-Cathedral-01

Der Aachener Dom war über Jahrhunderte die Krönungsstätte deutscher Könige und Kaiser. Er ist ein bedeutender Wallfahrtsort und gilt als Wahrzeichen der Stadt Aachen. 1978 hat die UNESCO den Aachener Dom als erstes deutsches Bauwerk in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Adresse Domkapitel Aachen
  Klosterplatz 2
  52062 Aachen
E-Mail info@aachenerdom.de
Telefon 0241 – 47 70 9-110
Fax 0241 – 47 70 9-144
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Aachener Dom

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Aachener Dom 50.774770, 6.083711 Aachener Dom (ehemalige Pfalzkapelle)

Aachen

  • Stadt: Nordrhein-Westfalen, 246.000 Einw.; Thermalquellen der Aachener Bäche; Eifel, Hohe Venn, Ardennen; 173 m; www.aachen.de
  • Sehenswürdigkeiten: Altstadt (Rathaus, Elisenbrunnen), Aachener Tierpark
  • Reise: Anreise (A4,44, A64/ICE10,79, Thalys, IC32, RE1,4,9,18/D4,7, EV3)

Pfalzkapelle

Das Gebäudeensemble der Pfalz

Aachener Pfalz

Die Pfalzkapelle mit dem Westwerk ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Karolingerzeit. Karl der Große ließ den Zentralbau zwischen 795 und 803 für die Kaiserpfalz errichten. Die Pfalzkapelle wurde später durch Anbauten erweitert. An der Stelle der Königshalle steht das Rathaus; der rechteckige Granusturm im Südosten der Königshalle hat sich bis heute erhalten.

Zur Pfalz zählten mehrere Wohngebäude sowie ein langer Gang, der die Königshalle mit der Pfalzkapelle verband. Etwa in der Mitte des Verbindungsbaus stand das Torhaus. Westlich der Pfalzkapelle erstreckte sich ein rechteckiger Säulenhof. Im Osten befanden sich Bäder.

Vorbilder

Ravenna - Basilica of San Vitale - building
Essen - Münsterkirche-Dom

Vorbild für die Pfalzkapelle war wohl San Vitale (537-47, Weltkulturerbe) in Ravenna (links). Der Aachener Dom war seinerseits Vorbild, z. B. für das Essener Münster. Das Foto rechtszeigt das Westwerk des Essener Münsters. Der Aachener Dom wurde „zitiert“.

Westwerk

Aachener Dom Portal Bronzetore 2014
Aachen cathedral pine cone
Aachen Cathedral sculpture bear

Man betritt den Aachener Dom durch das Westwerk mit dem Turm. Die Wolfstür (3,95 m x 2,75 m) stammt aus karolingischer Zeit. In der Eingangshalle stehen zwei Bronzeskulpturen: Links der Pinienzapfen, er gilt als Fruchtbarkeitssymbol. Die 129 Pinienschuppen sind durchbohrt; möglicherweise diente er als Springbrunnen. Die Tierfigur (3. Jh. v. Chr.) rechts deuten manche als Wölfin, andere als Bärin.

Innenraum

UNESCO-Weltkulturerbe Aachener Dom

Das überkuppelte Oktogon ist umgeben von einem zweigeschossigen Sechzehneck. Hohe Rundbögen verbinden Oktogon und Empore. In der Gotik erweiterte man das Sechzehneck um vier Kapellen und den Chor. Im Barock kamen noch Vorhalle und die Ungarische Kapelle hinzu. Die Mosaiken sind ein Werk des 19. Jahrhunderts.

Der Barbarossaleuchter (1165-70) hat einen Durchmesser von über vier Metern. Er ist einer von nur vier romanischen Radleuchtern in Deutschland.

Einige Säulen der Empore stammen aus Rom und Ravenna und standen 1794-1815 in Paris. Noch heute befinden sich im Louvre Säulen aus dem Aachener Dom.

 

Empore mit Karlsthron

Trono detto di carlomagno, ante 936, costruito con materiali antichi di spoglio, 03

Durch zwei Wendeltreppen im Westwerk (im Bild rechts hinten) gelangt man auf die Empore der Pfalzkapelle. Dort steht auf einem Unterbau der Karlsthron. Vor ihm eine Treppe mit sechs Stufen; hinter ihm ein Altar. Der Thron steht auf vier Steinpfeilern.

Die vier Marmorplatten des Throns sowie die Stufen stammen aus der Grabeskirche in Jerusalem.

Der Durchlass unterhalb des Throns erlaubte es Pilgern, gebückt  – als Zeichen der Demut – unter dem Thron hindurch zu gehen. Eine solche Tor-Funktion haben auch die Pfeiler unter Schreine, z. B. im Aachener oder Kölner Dom.

Das Gitter  in der Sichtachse des Throns konnte man wegnehmen, um eine ungehinderte Sicht auf den Altar zu ermöglichen. 

Aachen Cathedral railing NE
Aachen Cathedral railing SW

Die Chorgitter stammen aus karolingischer Zeit. Jedes Gitter besteht aus vier etwa quadratischen Feldern. Zwei einander gegenüberliegende Gitter entsprechen einander.

Abriss und Erweiterung der Pfalz

Aachener Kaiserdom

Die Pfalzkapelle wurde in den folgenden Jahrhunderten erweitert:

  • In der Gotik baute man den Chor und mehrere Kapellen an.
  • Im Barock kamen die Ungarische Kapelle und der Vorbau hinzu.

Große Teile der Pfalz wurden zerstört, z. B. die Wohnhäuser und das Torhaus.

Chor des Aachener Doms

AachenerDomOsten

Auch der gotische Chor, 1355 bis 1414 erbaut, ist ein architektonisches Meisterwerk. So zählen die 25,5 m hohen Fenster zu den größten der Gotik. Der wertvolle Karlsschrein enthält die Gebeine Karls des Großen. Von der reichen Ausstattung sind der Marienschrein (1239 vollendet) oder der Ambo Heinrichs II. (1002-14)  sehenswert.

Aachener Domschatzkammer

Aachen Domschatz Bueste1

Zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt nicht nur der Aachener Dom, sondern auch der  Domschatz. Er zählt zu den wertvollsten Kirchenschätzen der Welt und ist in der benachbarten Domschatzkammer ausgestellt.

Bekannt ist die Karlsbüste (um 1350), die Karl den Großen darstellt. Sie enthält angeblich einen Teil von Karls Schädel.

Die Domschatzkammer besitzt außerdem Meisterwerke der Buchmalerei, kostbare Reliquienbehälter, Stoffe und liturgische Geräte.

Öffnungszeiten

Monat Tag Uhrzeit
Januar – März täglich 07:00 – 18:00
April – Dezember täglich 07:00 – 19:00

Für Foto-Aufnahmen im Dom muss man ein Fotobändchen (1,- €) erwerben. Während der Gottesdienste ist eine Besichtigung nicht möglich.


Gottesdienste

Werktags Samstags Sonntags
07:00 07:00 07:00
08:00 08:00
10:00 10:00 10:00
11:15 11:30
18:00

Öffnungszeiten Domschatzkammer

Monat Tag Uhrzeit
Jan. – März täglich 10 – 17
Apr. – Dez. täglich 10 – 18

Montags nur bis 14 Uhr geöffnet. Foto-Aufnahmen sind nur für private Zwecke und nur ohne Blitz und Stativ erlaubt.

Kasse (Tickets, Fotobändchen) Museumsshop und Toiletten. Treffpunkt für die Führungen.

Monat Tag Uhrzeit
Januar – März täglich 10:00 – 17:00
April – Dezember täglich 10:00 – 18:00

Geschlossen: 1. Jan., 24., 25. und 31. Dez., Weiberfastnacht, Karnevalssontag, Rosenmontag und Karfreitag.

UNESCO-Weltkulturerbe in der Nähe

Kölner Dom und Hohenzollernbrücke Abenddämmerung (9706 7 8)

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Schloss Augustusburg, Ostseite

Augustusburg & Falkenlust bei Brühl (58 km)

In den Rokokoschlössern logierten Kölner Erzbischöfe und Staatsgäste der Bundesrepublik. Im Sommer beeindruckt die Blütenpracht des Schlossparks.

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UNESCO-Weltkulturerbe der Karolingerzeit

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