UNESCO-Welterbe in Sachsen

Das neue Schloss im Fürst- Pückler-Park...2H1A1342WI

Das UNESCO-Welterbe in Sachsen besteht aus zwei Welterbestätten:

  • Muskauer Park in Bad Muskau und
  • Montanregion Erzgebirge.

Beide zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe in Sachsen. Das Dresdner Elbtal war von 2004 bis 2009 ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe.

UNESCO-Weltkulturerbe in Sachsen

Neues Schloss im Weltkulturerbe Muskauer Park (Fürst-Pückler-Park) in Bad Muskau. Welterbe in Sachsen

Muskauer Park

Der Muskauer Park in Bad Muskau liegt an der Neiße beiderseits der deutsch-polnischen Grenze. Der Park ist das Werk von Fürst Pückler.

Frohnauer Hammer, Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge in Sachsen

Montanregion Erzgebirge

Das UNESCO-Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge umfasst Industriedenkmäler und vier Altstädte (Freiberg, Schneeberg, Marienberg und Annaberg-Buchholz) in Deutschland und Tschechien.

Ehemalige Kandidaten für das Weltkulturerbe in Sachsen

Barockgarten Großsedlitz Untere Orangerie

Barockgarten Großsedlitz (Heidenau) (1900)

Südöstlich von Dresden am Südufer der Elbe, entstand ab 1719-32 eine neue Schloss- und Parkanlage. 1723 übernahm Kurfürst August der Starke die Baustelle, verlor aber ab 1727 das Interesse. Der 18 ha große Barockgarten ist seitdem unvollendet geblieben. Im 19. Jahrhundert riss man das baufällige Schloss ab und erbaute an der Stelle des Ostflügels das Friedrichschlösschen (Bernhard Krüger). Eine Eigentümlichkeit von Großsedlitz ist die Lage in einer Talmulde, die man für die Anlage flacher Kaskaden nutzte. In der Oberen Orangerie (1720-21, Johann Christoph Knöffel) und der Unteren Orangerie (1727; Zacharias Longuelune) überwinterten nicht nur Orangen, sondern auch Pomeranzen. Im Mai ist Barockgarten Großsedlitz Schauplatz der Sächsischen Zitrustage. (Webseite: http://www.barockgarten-grosssedlitz.de/)

Aerial photo of Festung Königstein, October 2008

Festung Königstein (1990)

Einige Kilometer elbabwärts, bei der Kleinstadt Königstein, thront die Festung Königstein auf dem Felsplateau, der ebenfalls Königstein heißt. 1241 erstmals erwähnt, wurde die mittelalterliche Burg ab 1589 zur Renaissancefestung ausgebaut. Anders als viele Festungen der Zeit orientiert sich der Grundriss an den natürlichen Gegebenheiten und nicht an einem regelmäßigen Idealgrundriss (Vgl. Festungen Spandau (Viereck); Kronach (Fünfeck)). Die Festung erlaubt einen beeindruckenden Ausblick auf das Elbtal und die Umgebung. Unterhalb der Militärbaute gibt es unterirdische Kassematten. Bis Ende des 19. Jahrhunderts passte man den Königsstein den militärtechnischen Entwicklungen an. Friedlichen Zwecken dienten die Lusthäuschen Friedrichsburg und das Lusthaus auf der Königsnase (beide 1589-91) und der Festungswald.

Goeltzschtalbruecke Gesamtansicht 01 09

Göltzschtalbrücke (1990)

Die Göltzschtalbrücke wurde 1846-51 zwischen Reichenbach und Netzschkau erbaut. Sie ist mit einer Gesamtlänge von 574 Metern die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, die damals höchste Eisenbahnbrücke der Welt und die erste Brücke, deren Maße statisch berechnet wurden. Die Göltzschtalbrücke ist nicht nur ein Wahrzeichen des Vogtlandes: 2009 hat die Bundesingenieurkammer die Brücke zum „Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ erklärt. Sie wurde 1990 von der DDR auf die Kandidatenliste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt, nach der Wiedervereinigung hat man diese Liste nicht übernommen. Im Jahr 2020 stimmte der Stadtrat Reichenbach für eine erneute Bewerbung.

Ehemaliges UNESCO-Weltkulturerbe in Sachsen

Kulturlandschaft Elbtal bei Dresden; ehemaliges Welterbe in Sachsen

Kulturlandschaft Elbtal (2004-09)

Die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal war von 2004 bis 2009 Weltkulturerbe. Die UNESCO hat den Titel aberkannt, nachdem 2007 die Waldschlösschenbrücke im Elbtal erbaut wurde. Bislang ist das Dresdner Elbtal das weltweit einzige Weltkulturerbe, das den Welterbe-Status verloren hat. 

UNESCO-Weltnaturerbe in Sachsen

Bislang gibt es zwar kein UNESCO-Weltnaturerbe in Sachsen, aber ein UNESCO-Biosphärenreservat:

Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft - Roter Lug

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft

Das UNESCO-Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ liegt zwischen Dresden und der Neiße. Im dem 301 km² großen Reservat gibt es über 350 Teiche.  Zahlreiche seltene Tiere (u.a. der Fischotter (Marder) und die Kreuzotter (Schlange)) leben in der größten Teichlandschaft Mitteleuropas, die zum Siedlungsgebiet der Sorben zählt. Webseite: www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de

UNESCO-Weltdokumentenerbe in Sachsen

Zum Weltdokumentenerbe in Sachsen zählen folgende Dokumenten:

  •  zwei Bücher („Corvinen“) des Welterbes „Renaissance-Bibliothek des Mathias Corvinus (Bibliotheca Corviniana)“ (2005). Beide Bücher weisen schwere Kriegsschäden auf. Sie sind in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden aufbewahrt. Es handelt sich um das Buch „Über die Kriegskunst („De re militari“, 1472, Robert Valturius) und enthält Abbildungen von Waffen (Digitalisat) und Ciceros „Briefe an Familienmitglieder“ („Epistulae ad familiares“,  1. Jh. v. Chr.).

Sachsen Anreise

  • ICE-Bahnhof: Dresden, Leipzig, Leipzig/Halle Flughafen, Riesa
  • Autobahn: A 4, 13, 14, 15
  • Radfernweg:
    • D-Route 4 (Mittellandroute)
    • D-Route 10 (Elbradweg)
    • D-Route 12 (Oder-Neiße-Radweg)
  • Flughafen: Leipzig/Halle (liegt bei Leipzig in Sachsen)

Reiseziel Sachsen

Sachsen entdecken:

Neben den sächsischen Weltkulturerbestätten sind auch die beiden Großstädte Dresden (Dresdner Zwinger, Frauenkirche) und Leipzig (Völkerschlachtdenkmal, Thomaskirche) sehenswerte Reiseziele. Die schöne Stadt Görlitz ist die größte Denkmalzone Deutschlands. Die Lausitz (Spreewald) ist die Heimat der Sorben, einer slawischen Minderheit mit eigener Sprache und Kultur.

Kurzinfo Sachsen

  • Einwohner*innen: 4.080.000
  • Landeshauptstadt: Dresden
  • Großstädte: Dresden (180.000), Leipzig (590.000)
  • Nachbarländer: Polen, Tschechien; Brandenburg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt
  • Höchster Berg: Fichtelberg (1215 m)
  • Hauptgewässer: Elbe, Neiße, Mulde; Bärwalder See (1360 ha)

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