Der Lübeck Rundgang führt durch das UNESCO-Weltkulturerbe „Hansestadt Lübeck“. Zu den Stationen der Welterbetour zählen folgende Sehenswürdigkeiten in Lübeck:
Holstentor (eines der Wahrzeichen der Stadt) und Burgtor
Lübecker Rathaus (das Machtzentrum der „Königin der Hanse“) und andere Profanbauten
Marienkirche (eine der bedeutendsten Backsteinkirchen Nordeuropas), Lübecker Dom
AltstadtLübeck mit idyllischen Gängen, Höfen und Märkten
die Erinnerungsstätten an die drei Nobelpreisträger der Stadt (Buddenbrookhaus, Günther-Grass-Haus, Willy-Brandt-Haus)
Der Lübecker Hauptbahnhof liegt westlich der Altstadt im Stadtteil St. Lorenz, den die Gleise zweiteilen (in Sankt Lorenz Nord und Süd).
Das Bahnhofsgebäude (fertiggestellt 1908) entwarf Fritz Klingholz (1861–1921), der in sieben weiteren Welterbe-Städten Bahnhöfe geplant hatte (kursiv: realisiert): Berlin, Darmstadt, Essen, Hamburg, Koblenz, Luxemburg, Worms.
Vom Empfangsgebäude gehen wir schräg links durch die Konrad-Adenauer-Straße und den Lindenpark zum kreisrunden Lindenplatz. Von dort führt die Puppenbrücke (1907) über den Lübecker Stadtgraben auf die Wallhalbinsel. Vor uns liegt die Altstadt Lübeck.
Lübeck 1641: Blick ostwärts auf den Stadtgraben und das Holstentor. Matthäus Merian, Public Domain, Link
Lübeck 1641
Vor fast 400 Jahren hätte sich uns aus Richtung des Bahnhofs etwa dieser Anblick auf Lübeck geboten: im Vordergrund die lockere Bebauung der Vorstadt (heute St. Lorenz), im Hintergrund der Stadtgraben und der Festungswall mit dem Holstentor, dahinter die dicht gedrängten Wohnhäuser, überragt von den Kirchtürmen. 1641, also gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–48), war auch das Ende der Hanse nahe; der letzte Hansetag fand 1669 statt.
1143 gegründet und 1942 durch Bombardierung schwer gezeichnet, hat die Hansestadt Lübeck viel vom alten Glanz bewahren können. Seit 1987 zählen drei Zonen der Lübecker Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit insgesamt 81 Hektar bilden sie die größte deutsche Weltkulturerbe-Stätte.
Das Foto zeigt die Altstadt Lübeck mit Blick nach Süden. Sie erstreckt sich auf einer Insel zwischen Trave (rechts) und Elbe-Lübeck-Kanal (links). (Der Bahnhof liegt an der rechten oberen Ecke.) Gut erkennbar der Unterschied zwischen den erhaltenen Teilen (schmale Grundstücke, dicht bebaut) und den Neubauten (z. B. obere Bildmitte).
Der Lübeck Rundgang führt weiter zum Holstentorplatz. Am Ende einer stark umfahrenen Grünfläche steht eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Lübeck: das Holstentor.
Das Holstentor (1464–78, Hinrich Hilmstede) ist ein Wahrzeichen der Stadt Lübeck. Im Inneren befindet sich das Holstentormuseum (Webseite: www.museum-holstentor.de). Das Holstentor ist das einzig erhaltene Tor von ehemals vier Holstentoren: Stadtauswärts bei der Puppenbrücke standen das Äußere Holstentor (1585) und das Zweite Äußere Holstentor (1621). Stadteinwärts stand das Innere Holstentor (1216 erstmals erwähnt) am Ufer der Trave.
Salzspeicher
Die sechs Backsteingebäude neben dem Holstentor sind alte Salzspeicher, erbaut zwischen 1579 und 1745. Das Salz kam aus den Salinen in Lüneburg und Oldesloe. Der Salzhandel trug erheblich zum Wohlstand Lübecks bei. Die Händler lieferten das Salz in die Ostseeregion, wo es als Konservierungsmittel für den Fisch Verwendung fand.
Der Lübeck Rundgang führt über die Holstenbrücke ostwärts in die Holstenstraße. Rechts biegen wir in die Straße „Kolk“, die zur Petrikirche am Petrikirchhof führt.
St. Petri
Die Petrikirche wurde 1170 erstmals erwähnt und später zu einer fünfschiffen Hallenkirche erweitert, die 1942 Bombentreffer erhielt. Die gemeindelose Kirche dient auch als Veranstaltungsort für Ausstellungen und als Universitätskirche.
56 Stufen und ein Aufzug führen zur Aussichtsplattform im Turm der Petrikirche. Von dort hat man einen guten Ausblick auf die Lübecker Altstadt mit ihren Alt- und Neubauten (z. B. die Hochgarage (1957): das erste Parkhaus in Lübeck). Webseite: https://www.st-petri-luebeck.de/
Peek & Cloppenburg-Haus
Von der Petriekirche gehen wir durch die Schmiedestraße nordwärts und erreichen die Kreuzung Holstenstraße / Kohlmarkt. Vor uns fällt ein Neubau ins Auge: das Peek & Cloppenburg-Haus (2005, Ingenhoven und Partner; Kahlen). Die Metall-Glas-Beton-Konstruktion steht im Kontrast zum Backstein; die Dachschalen erinnern an die Gewölbe der Marienkirche. An der Südostecke des Neubaus biegen wir auf den Markt ein.
Rathaus
Das Lübecker Rathaus in der Nordostecke des Marktes besteht aus mehreren Gebäudeteilen:
Die Rathauslaube ist das weiße Renaissancegebäude (1570–72). Dahinter erhebt sich die gotische Schildwand (13. Jh.), hinter der wiederum das Rathaus steht. An der Ostseite des Marktes wird das Rathaus fortgeführt:
Das Lange Haus (nach 1298) verbindet Markt und breite Straße. In den Kellern lagerte man Tuch, später Wein. Im Obergeschoss befand sich der Löwensaal.
Das Neue Gemach (1435; Peck) grenzt im Süden an das Lange Hauses an.
Das Rathaus wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Das Gebäude ist bis heute Sitz der Bürgerschaft. Lübeck wurde 1226 reichsfreie Stadt und 1815 ein souveräner Staat. 1934 verlor Lübeck die Souveränität; der Versuch sie wiederherzustellen, scheiterte 1956 vor dem Bundesverfassungsgericht. Im Unterschied zu Bremen und Hamburg ist Lübeck daher kein eigenes Bundesland. Webseite: https://www.luebeck.de/de/stadtleben/tourismus/luebeck/sehenswuerdigkeiten/rathaus.html
Durch den Rathaushof (im Neubau links der Rathauslaube) gelangen wir zur Marienkirche.
Marienkirche
Die Marienkirche (1277–1351) ist eine der bedeutendsten Kirchen der Backsteingotik und war Vorbild für zahlreiche Kirchen im Ostseeraum, z. B. für die Marienkirche im UNESCO-Welterbe Stralsund. Adresse: Marienkirchhof 1, 23552 Lübeck, Öffnungszeiten: April – September: 10–18 Uhr; Oktober – März 10–16 Uhr. Kontakt: www.st-marien-luebeck.de
Nördlich der Marienkirche steht eine der bekanntesten Lübecker Sehenswürdigkeiten: das Buddenbrookhaus.
Buddenbrookhaus
Im Buddenbrookhaus befindet sich das Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum. In dem Haus lebten die Großeltern (väterlicherseits) der Gebrüder Mann. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1957–58 wiederaufgebaut. Das Elternhaus der Gebrüder stand in der Beckergrube 52, wurde ebenfalls zerstört, aber nicht wieder aufgebaut. Ab 2020 wird das Buddenbrookhaus saniert und bleibt bis 2023 geschlossen. Adresse: Mengstraße 4, 23552 Lübeck. Kontakt: www.buddenbrookhaus.de
Als Erwachsener ließ Thomas Mann 1929 ein Sommerhaus erbauen, das ebenfalls in einem UNESCO-Welterbe liegt: in Nida auf der Kurischen Nehrung.
Vom Budenbrookhaus gehen wir ostwärts zur Breiten Straße. Am Brunnen „Der Goldene Sod“ (1991, Johannes Michler) biegen wir links (nordwärts) ab. Uns bietet sich folgender Anblick nordwärts in die Breite Straße mit der St. Jakobikirche im Hintergrund:
Breite Straße
Die Altstadt Lübeck weist etliche Neubauten auf. Ein Beispiel ist der Abschnitt zwischen Mengstraße und Beckergrube. Neben traufständigen Nachkriegsbauten befindet sich an der Ecke Breitestraße/Beckergrube auch ein Neubau von 2009 der Architekten Grüntuch Ernst. (Link) An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts in die Pfaffenstraße, überqueren die Königstraße und laufen geradeaus in die Glockengießerstraße zum Günther-Grass-Haus:
Günther-Grass-Haus
Neben Thomas Mann war noch ein zweiter Literatur-Nobelpreisträger mit Lübeck verbunden. Günther Grass (1927–2015) hatte sein Sekretariat in dem Gebäude, das heute als Museum dient. Im Garten stehen Skulpturen, die Grass schuf. Adresse: Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck. Kontakt: www.grass-haus.de
Vom Günther-Grass-Haus führt der Lübeck Rundgang zurück zur Königstraße, diese spazieren wir nordwärts zum Willy-Brandt-Haus.
Willy-Brandt-Haus
Der dritte Nobelpreisträger, an den in Lübeck erinnert wird, ist Willy Brandt. Der SPD-Politiker war von 1969–74 Bundeskanzler und erhielt für seine Ostpolitik 1971 den Friedensnobelpreis. Geboren wurde Brandt 1913 in Lübecker Stadtteil St. Lorenz Süd, Meierstraße 16 – als Herbert Frahm. Er engagierte sich im Untergrund für die Sozialdemokraten und trug ab 1934 den Decknamen „Willy Brandt“. Das Haus informiert über Leben und politisches Wirken Brandts. Der Eintritt ist frei. Adresse: Königstraße 21. Kontakt: www.willy-brandt-luebeck.de
Vom Willy-Brandt-Haus gehen wir die Königstraße nordwärts zum Koberg mit St. Jakobikirche und Heiligen-Geist-Hospital:
Heiligen-Geist-Hospital
Das Heiligen-Geist-Hospital (1287) wurde für die gleichnamige Stiftung erbaut. Sie existiert seit 1227 und ist eine der der ältesten Sozialeinrichtungen der Welt. Der Stiftung gehören bis heute u. a. drei Wirtschaftshöfe, Grundstücke und der Behlendorfer See. Adresse: Koberg 11, 23552 Lübeck. Öffnungszeiten: Winter: 10–16; Sommer: 10–17 Uhr, Webseite: https://www.luebeck.de/de/rathaus/verwaltung/stiftungsverwaltung/heiligen-geist-hospital.html
Die St. Jakobikirche (Weihe 1334) blieb vom Zweiten Weltkrieg verschont und besitzt eine reiche Ausstattung und eine Turmuhr ohne Minutenanzeiger (https://www.st-jakobi-luebeck.de/). Vom Koberg gehen wir durch die Große Burgstraße nordwärts zum Burgtor:
Burgtor (Lübeck)
Das Burgtor (1444, Nikolas Peck) bildet den nördlichen Abschluss der Lübecker Stadtmauer. An dieser Stelle befand sich eine Burg, die man 1227 in ein Kloster umwandelte. Die drei Durchfahrten neben dem Tor wurden im 19. und 20. Jahrhundert hinzugefügt. Noch heute rollt der Verkehr durch die Tore ein und aus. Die zwei Löwen neben dem Tor schuf 1913 Fritz Behn. Gegenwärtig wird das Burgtor als Jugendhaus genutzt (https://burgtor.de/das-haus/denkmalpflege/).
Insgesamt fünf Türme flankieren das Burgtor (Fleischer- und Kohlenturm nördlich; Zöllner-, Kaiser- und Schafferturm südlich des Burgtors. Die kleine Grünanlage davor ist der Ida-Boy-Ed-Garten. Der Lübeck Rundgang erreicht dort den nördlichsten Punkt. Nun geht es westwärts über den Marstallweg zum Europäischen Hansemuseum.
Westliche Altstadt: Hansemuseum & Hafen
Europäisches Hansemuseum
Lübeck gilt als Mutter und Königin der Hanse, ein mittelalterlicher Städtebund, der den Ostseehandel beherrschte (siehe auch unten: Hansestädte, die UNESCO-Welterbe sind). Das Europäische Hansemuseum in Lübeck informiert über die Geschichte der Hanse.
Adresse: An der Untertrave 1, 23552 Lübeck, Öffnungszeiten: täglich, 10–18 Uhr (geschlossen: 24.12.). Kontakt: www.hansemuseum.eu
Vom Hansemuseum folgen wir ein kurzes Stück der Straße „An der Untertrave“ westwärts. Am gegenüber liegenden Ufer der Stadttrave erstreckt sich die Nördliche Wallhalbinsel:
Nördliche Wallhalbinsel
Die Nördliche Wallhalbinsel ist ein Hafengelände mit Schuppen und vier Kränen, die unter Denkmalschutz stehen. Das Foto zeigt im Vordergrund einen Halbportalkran (1 ebenerdige Schiene) und im Hintergrund einen Portalkran (2 ebenerdige Schienen). Dort ist auch der Liegeplatz zweier Schiffe:
Die Lisa von Lübeck (Indienststellung 2005) ist ein holzbeplanktes Segelschiff (mit Motor). Es handelt sich nicht um eine Rekonstruktion einer Hansekogge (z. B. die Ubena von Bremen (Bremerhaven) und Hansekogge (Kiel)).
Die Fehmarnbelt (1908, Thyen-Werfz, Brake) ist ein Feuerschiff, das zuletzt am Fehmarnbelt im Einsatz war. Die Verfilmung des Romans „Das Feuerschiff“ von Siegfried Lenz wurde u. a. auf dem Schiff gedreht. (Webseite: www.fsfehmarnbelt.de)
Kaufmannsdröge und Stadttrave um 1870. Das Ratsgießhaus stand außerhalb des linken Bildrandes. Foto: Unbekannt, PD-alt-100, Link
Kaufmannsdröge & Ratsgießhaus
Am gegenüberliegenden Trave-Ufer, zwischen Behnkai und Willy-Brandt-Allee, standen bis zum Abriss ab 1873 zwei Bauten, die für die Hafenstadt Lübeck wichtig waren:
Die Kaufmannsdröge (erbaut 1678) war ein riesiges Backsteingebäude entlang der Trave. Die Seile wurden in der Reeperbahn hergestellt und im Teerhof geteert. In der Dröge spannte man die geteerten Seile waagrecht auf, um sie zu trocknen.
Im Ratsgießhaus (erbaut 1647, später erweitert) standen drei Schmelzöfen für die Glocken- und Geschützherstellung. Ab 1906 entstand flussaufwärts bei Kücknitz das Hochofenwerk Lübeck, das einzige Stahlwerk Norddeutschlands (https://geschichtswerkstatt-herrenwyk.de/).
Der Lübeck Rundgang führt vorbei an der Drehbrücke, die die Altstadt und die Wallhalbinsel verbindet. Wir erreichen den Museumshafen.
Museumshafen
Im Museumshafen liegen mehrere sehenswerte Schiffe – vor allem im Winter, denn im Sommer sind manche auf See. Der Zugang zum Museumshafen ist kostenlos. (Webseite: www.museumshafen-luebeck.org)
Der Eimerkettenbagger „Wels“ (1936) baggerte mit seinen 32 Eimern in Trave und Wakenitz.
Die Titan (1910) ist ein Schlepper, der unter Denkmalschutz steht.
Gänge
Charakteristisch für die Altstadt Lübeck sind die schmalen Gänge und kleinen Höfe. Sie sind nur für Fußgänger*innen zugänglich und oftmals grüne Paradiese in der backsteinroten Altstadt. Sie bieten im Sommer kühlen Schatten und im Winter Windschutz. Links der Dunkelgrüne Gang (es gibt noch den Hellgrünen Gang); rechts Kettner’s Gang, der von der Fischergrube zugänglich ist.
Wer wenig Zeit hat, geht am Ufer oder durch eine der Gassen südwärts und verläßt die Altstadt wieder über die Holstenbrücke. Wer mehr Zeit hat, sollte auch die Sehenswürdigkeiten im Süden der Altstadt besuchen.
Sehenswürdigkeiten in der südlichen Altstadt
Lübecker Dom
1173 legte Heinrich der Löwe am südlichen Rand der Altstadt den Grundstein für den Lübecker Dom, der 1247 geweiht wurde. Der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Dom besitzt – neben der Marienkirche – die wertvollste Ausstattung der Lübecker Kirchen. Unübersehbar ist das 17 m hohe Triumphkreuz (1477, Bernt Notke) im Hauptschiff, dahinter der Lettner mit der Kirchenuhr.
Vom Lübecker Dom spazieren wir durch die Hartengrube oder eine der benachbarten Gänge (z. B. Grützmacher Hof) zur Dankwartbrücke an der Obertrave.
Bunker An der Obertrave
Während des Zweiten Weltkrieges wurden in der Altstadt mehrere Hochbunker erbaut, von denen sich einige erhalten haben. Ein Beispiel ist der Bunker An der Obertrave 20. Er wurde 1940–41 als Betonbau errichtet, der eine Backsteinverkleidung und ein Satteldach erhielt. Die Form orientiert sich an einem Vorgängerbau, der einen hölzernen Laubengang besaß. Die Durchfahrt „Im Reinfeld“ führt zum ehemaligen Wirtschaftshof des Klosters Reinfeld. Auch andere Bunker in der Altstadt waren an ihre Umgebung angepasst (z. B. sieht der Bunker An der Mauer 23 wie ein mittelalterlicher Stadtturm aus) bzw. sollten eine passende Verkleidung erhalten (vgl. Liste der Bunker).
Malerwinkel
Auf der Dankwartsbrücke überqueren wir die Trave und gelangen in die Grünanlage „Malerwinkel“. Von hier hat man einen reizvollen Blick auf die Altstadt von Lübeck – je nach Standort entweder mit oder ohne Dankwartbrücke. Jenseits der Possehlstraße folgen wir dem Uferweg. Er führt nordwärts am Lübecker Stadtgraben entlang zur Puppenbrücke und zurück zum Hauptbahnhof, wo der Lübeck-Rundgang endet.
Warum ist Lübeck UNESCO-Weltkulturerbe?
Die UNESCO hat die Altstadt Lübeck zum Weltkulturerbe erklärt, weil eines (von sechs) Weltkulturerbe-Kriterien erfüllt ist:
Die Tourist-Information ist das Eckgebäude an der Kreuzung Holstentorplatz/Possehlstr. Wenn man vom Bahnhof kommt, steht es auf der rechten Seite des Platzes. Öffnungszeiten
Der Aufstieg Lübecks wurde begünstigt durch die Zerstörung der Wikingersiedlung Haithabu, die das führende Fernhandelszentrum des Nordens war. Diese Rolle übernahm für Jahrhunderte Lübeck – und musste sie dann an Hamburg abgeben. Alle drei Städte zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Haithabu: Lübecks Vorgängerin
Die 770 gegründete Wikingersiedlung Haithabu an der Schlei liegt zwischen Nord- und Ostsee und am Ochsenweg, der durch Dänemark und Schleswig-Holstein führt. 1066 wurde die Stadt niedergebrannt. Erhalten hat sich der mächtige Erdwall, der Haithabu halbkreisförmig umgab. Das Danewerk ist eine dänische Grenzbefestigung des frühen Mittelalters.
Hamburg ist mit Bremen bis heute „Freie Hansestadt“. Zum Welterbe zählen zwei Stadtviertel: die Speicherstadt (u. a. mit Miniatur Wunderland) nahe der Elbe und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus. Auch sehenswert: der Hafen oder das prächtige Rathaus.
Die Ostseehafenstadt Wismar zählt mit der Altstadt von Stralsund zum UNESCO-Weltkulturerbe. Beide waren bedeutende Hansestädte. Wahrzeichen von Wismar sind die St. Nikolai und die Wasserkunst.