Chilehaus

Backsteinexpressionismus im Kontorhausviertel Hamburg

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Mitten in der Inflationskrise erteilte der Hamburger Unternehmer Henry B. Sloman dem Architekten Fritz Höger den Auftrag, in dem Sanierungsviertel südlich der Steinstraße ein Kontorhaus zu errichten.

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Chilehaus

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Quelle: Das Chilehaus in Hamburg. Architekt Fritz Höger.Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau. Jahrgang 8 (1924), Heft 9/10, S. 288 – 295 (Quelle: https://digital.zlb.de/viewer/readingmode/14192921_1924/300/)

Der Vergleich der Karte mit dem Umgebungsplan des Chilehauses von 1924 zeigt, dass das Chilehaus ursprünglich für einen anderen städtebaulichen Kontext geplant war:

  • Der wichtigste Unterschied betrifft die Form der Nachbargrundstücke: Es gab noch weitere spitzwinklig zulaufende Grundstücke. Für diese ist im Plan die gleiche Ecklösung wie beim Chilehaus eingezeichnet.
    • Das eine Gebäude befindet sich gegenüber der Spitze des Chilehauses (im Bild rechts unten).
    • Ein anderes nahm die Stelle der breiten Straße zwischen Sprinkenhof und Chilehaus ein (im Bild oberhalb der Spitze des Chilehauses).
  • Damit hängt ein zweiter Unterschied zusammen: Der Straßenverlauf wurde geändert:
    • An der Spitze des Chilehaues treffen nicht vier, sondern nur drei Straßen aufeinander.
    • Die Straße, die im Grundriss parallel zum oberen Bildrand verläuft, fehlt.
  • Ein weiterer Unterschied zeigt sich beim Vergleich des geplanten und des gebauten Burchardplatzes: Er sollte kleiner ausfallen; geplant war eine quadratische Grundfläche. Die Südostecke sollte eingefasst werden durch das Chilehaus, und zwar durch die westliche Flanke des rechteckigen Gebäudevorsprungs (Buchardplatz 1). Sie lag auf einer Linie mit der östlichen Häuserfront des Burchardplatzes. Heute verfehlen beide Gebäudelinien einander.

Dieser Plan wurde nicht realisiert, so dass das Chilehaus mit seinem spitzen Eck ein Alleinstellungsmerkmal erhielt.

Die zwei Grundstücke beiderseits der Straße „Fischertwiete“ (2.400 m² und 3.100 m²) wurden durch zwei Überbauungen verbunden. Dadurch konnte man zusätzliche Nutzfläche gewinnen (statt 5.500 m² dann 5.950 m²). Es entstand ein gigantesker Baukörper: Das Chilehaus nahm den Platz von 60 Häusern ein, die dort zuvor standen. Der zehnstöckige Bau besaß eine Gesamtfläche von rund 36.000 m².

Gliederung des Chilehauses

Hamburg - Chilehaus

Das Chilehaus besteht aus zwei miteinander verbundenen Blöcken, zwischen denen die Straße Fischertwiete (Siehe Foto oben.) liegt. Der westliche Block bildet zusammen mit der Polizeiwache ein unregelmäßiges Fünfeck um einen Innenhof. Annähernd spiegelbildlich verhält sich der östliche Block, mit dem Unterschied, dass die östliche Ecke weit hinausgezogen ist und die berühmte spitze Gebäudeecke bildet.

Das Gebäude ist in Häuser unterteilt, die jeweils einen separaten Treppenaufgang haben:

  • Chilehaus A (Westen, Erschließung durch Portal A an der Fischertwiete)
  • Chilehaus B (Mitte, Erschließung durch Portal B an der Fischertwiete)
  • Chilehaus C (Osten an der Spitze, Erschließung durch Portal CS an der Straße Pumpen und Portal CN an der Burchardstraße)
  • Chilehaus D (kleines Treppenhaus im Norden)

Die Treppenhäuser sind zu den Büro-Öffnungszeiten zugänglich, die Büros in der Regel nicht. Das Erdgeschoss ist zu den Öffnungszeiten der Geschäfte und Restaurants, die sich dort befinden, ebenfalls zugänglich.

Material und Konstruktion

Chilehaus msu 2018-7625

Das Chilehaus ist ein Skelettbau mit Stützen und Decken aus Stahlbeton, der auf einem Rost aus Beton- und Holzpfählen ruht. Die Außenwände bestehen aus Bockhorner Klinkerstein mit Formfehlern. Die Ziegeln hatte Sloman bereits aufgekauft, bevor Höger mit der Planung begann. Die Skulpturen und der Wandschmuck sind Keramiken von Richard Kuöhl. In den Treppenhäusern A (Foto) und B wurde Solnhofer Kalkstein verlegt, in Treppenhaus C Marmor. Für die Treppenstufen und Fußböden der Obergeschosse begnügte man sich mit dunklem Linoleum.

Die Ecke des Chilehauses ...

Das Chilehaus ist weltbekannt. Viele, die das Chilehaus kennen, haben es aber nie direkt mit eigenen Augen gesehen, sondern kennen es indirekt von Fotografien. Wie sieht das Chilehaus aus?

... eine Frage der Perspektive?

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Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Blick von Osten.1.29132.ajb

Zur Bekanntheit trugen wohl auch die Fotografen Carl und Adolf Dransfeld bei: Sie fotografierten 1924 u. a. die Ecke des Chilehauses an der Weggabel Burchardstraße/Pumpe. Die Fotografie hat ein Breiten-Höhen-Verhältnis von 1:1,6; das Chilehaus erinnert an einen schlanken Schiffsbug, die Häuser im Hintergrund weit überragend. Das Gebäude hat sich seitdem nicht geändert, dennoch vermittelt die Fotografie des Wikimedia-Users Ajepbah (rechts) einen anderen Eindruck. Das Bildformat ist ein anderes (1:1), die Position ist nicht dieselbe. Vor allem: Das Chilehaus wirkt nun deutlich breiter und kaum größer als die Nachbarbebauuung.

Beide Fotos zeigen: Die Fassaden zu beiden Seiten der markantesten Vertikalen, der spitze Gebäudeecke, sind nicht symmetrisch angelegt. Die Fassade entlang der Pumpen erhebt sich auf langezogenem S-förmigem Grundriss und verhindert dadurch eine Entsprechung zu der gerade verlaufenden Fassade entlang der Burchardstraße. Die Straße „Pumpen“ führt hinunter zum Hafen, die Burchardstraße zur Altstadt mit dem Rathaus als Machtzentrum. 

 

Das Chilehaus - ein Bügeleisenhaus?

Eine normale Häuserecke verbindet zwei Flächen. Sie stoßen an einer Kante direkt aneinander. Der Winkel, in dem die Flächen aneinander stoßen, ist bei freistehenden Gebäuden meist rechtwinklig. Manchmal ist das Grundstück aber spitzwinklig zugeschnitten. Wie gestaltet man dann die Ecke? Man kann drei Ecklösungen unterscheiden:

  • Zwei-Flächen-Ecke. Die naheliegendste Lösung besteht darin, die Fassadenflächen bis zur Spitze fortzuführen. Es gibt also eine spitzwinklige Ecke. Das kann aber zwei Nachteile haben: Diese Spitze liegt öffentlichem Grund oder es lohnt sich nicht, für wenig Raumvolumen viel Fassadenfläche zu bauen. Bekanntes Beispiel ist das Flatiron-Building (1902) in New York.

  • Drei-Flächen-Ecke. Diese Nachteile umgeht man, wenn man die Spitze kappt und beide Straßenfassade auf gerader Linie verbindet. Ein Beispiel ist das Bügeleisenhaus in Hattingen (1611). Diese Ecklösung besteht aus somit drei Flächen mit zwei stumpfen Winkeln.

  • Vier-Flächen-Ecke. Aufwändiger ist die w-förmige Ecklösung: Zu jeder der zwei Straßenfassaden bildet man im rechten Winkel einen schmalen Fassadenstreifen aus. Diese beiden Streifen stoßen in einem flachen Winkel aneinander. Diese Streifen geben den Fassadenflächen Tiefe.  Es entsteht der Eindruck, als würden zwei hohe rechtwinklige Baukörper aneinanderstoßen. Ein Beispiel ist der Kollhoff-Tower am Potsdamer Platz (Berlin).

Edificio Fuller (Flatiron) en 2010 desde el Empire State crop boxin
Hattingen - Haldenplatz - Bügeleisenhaus 04 ies
Potsdamer Platz - Kollhoff-Tower, 20060603

Die Ecklösung des Chilehauses ist eine Kombination der ersten und dritten Eckvariante mit insgesamt fünf Winkeln.

  • zwei rechte Winkel,
  • zwei stumpfe Winkel,
  • ein spitzer Winkel.

Die zwei Fassaden berühren einander nicht, sondern bleiben getrennt. Das verbindende Element zwischen ihnen ist ein Drittes: das eigentliche Eckelement, schlank empor- und die beiden Fassaden scheinbar überragend.

Zu beachten ist der erwähnte Unterschied des Fassadengrundrisses (Pumpen-Fassade: S-förmig; Burchardstraße: gerade). Von der asymmetrischen Peripherie baut sich in Richtung der Ecke (als Vertikalachse) eine Symmetrie auf, u. a. durch die Fensterbahnen und die Vorbauten zu beiden Seiten der Ecke. Oder in umgekehrter Blickrichtung: Zu den Seiten hin wird die Vertikalachsen-Symmetrie nicht durchgehalten, sondern driftet ins Asymmetrische ab.

Die Ecklösung im Bereich des Sockels und die Staffelung der oberen Geschosse erhöhen die Komplexität der Ecke weiter.

Die Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit dieses Details steht im Kontrast zur Austauschbarkeit eines großen Teils der Wandflächen, die auf die Spitze zulaufen. Wenn man die Schiffsbug-Metapher aufgreift und konkretisiert, könnte man sagen: Die Gebäudespitze verhält sich zum „Rest“ des Chilehauses etwa wie eine Galeonsfigur zu den Schiffsplanken.

Die Durchgänge an der Fischertwiete

Auch die beiden Durchgänge an der Fischertwiete erweisen sich gegenüber der Gebäudespitze als sekundär – allein schon dadurch, dass sie zweifach vorkommen. Sie sind aber ihrerseits hervorgehoben gegenüber den Fassadenflächen und auch untereinander nicht gleichwertig gestaltet:

  • Der Durchgang zur Hafenseite ist nicht durch zwei steinerne Arkadengänge flankiert.
  • Das rautenförmige Ziermuster an der Hafenseite reicht nicht bis über die beiden Seitendurchdurchgänge.
  • Die Steine mit den Namen von Bauherr und Architekt befinden sich am Durchgang zum Burchardplatz, nicht an der Hafenseite (siehe unten.).
Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Durchgang Burchardplatz.29133.ajb
Hamburg.Chilehaus.Fischertwiete.wmt

Pumpen und Burchardstraße

 Der erwähnte Unterschied zwischen den Fassaden an der Straßen „Pumpen“ und der Burchardstraße zeigt sich auch beim Vergleich der beiden Portale zum Treppenhaus C:

Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Eingang Pumpen 6.2.29133.ajb
Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Eingang Burchardstraße 13.29133.ajb

Links das Portal an der Straße „Pumpen“, rechts das Portal an der Burchardstraße. Beide führen zum gleichen Treppenhaus, unterscheiden sich aber.

  • Die Proportionen weichen geringfügig ab; an Pumpen führen zwei Stufen zum Eingang.
  • Offensichtlicher ist der Unterschied in der Wertigkeit: beim  Pumpen-Portal kommt Backstein zum Einsatz, der schmucklos gemauert wird. Das Portal der Burchardstraße ist dagegen durch Naturstein eingefasst. In goldenen Lettern prangt der Name „Chilehaus“ über dem Eingang, über dem Schriftzug ziert ein steinernes Segelschiff das Portal.

Die Fassaden

Massen von Fenstern, angeordnet in Reih und Glied, hinter denen Massen von Menschen arbeiteten: das Chilehaus ordnet auch Menschen auf eine bestimmte Weise im Raum und zueinander. Drückt sich dieses Ordnungsverhältnis an der Fassade aus? Die Einzigartigkeit eines Menschen, der dort arbeitet, kommt in der Architektur jedenfalls nicht zum Ausdruck. Das war zwar auch nicht der Fall bei Gebäuden wie dem in der Tradition der Bürgerhäuser stehenden Dienstgebäude. Dafür aber bot ein Bürgerhaus immerhin einem (meist inhabergeführten) Unternehmen die Möglichkeit zur – wie auch immer gearteten – Selbstdarstellung. Die Vielzahl und Verschiedenheit der Bürgerhäuser gab den Straßenzügen etwas Buntes, Vielstimmiges.

Anders beim Chilehaus. Das immergleiche Fassadensegment wird aneinandergereiht. Das Chilehaus schluckt jede Individualität – ob von Individuen oder Kollektiven. Das ist ja auch der Zweck des Gebäudes bzw. des Gebäudetyps: Wie die anderen Kontorhäuser bietet das Chilehaus eine vorübergehende Bleibe für Unternehmen und Angestellte, die kommen und gehen. Was die Zeit – und sogar die Feuerstürme des Zweiten Weltkriegs – überdauert, ist das Chilehaus selbst.

Kein weithin sichtbares Firmenlogo oder Firmenschild, kein Namensschild verrät, welche Firmen in den Geschäftsräumen hinter der Fassade residieren. Erst im Treppenhaus informiert eine Tafel über die Firmen. Dafür prangen über dem Eingang der Gebäudename („Chilehaus“) und der Name des Gebäudeteils („C“).  Das Chilehaus tritt nicht nur im Straßenbild mit seinem Namen hervor, sondern auch im Welterbe-Titel.

Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Eingang Pumpen 6.1.29133.ajb
Chilehaus msu 2018-7623

Weltkulturerbe "Kontorhausviertel mit Chilehaus"

Das Chilehaus ist Teil des Kontorhausviertels. Wenn die UNESCO das Kontorhausviertel zum Weltkulturerbe erklärt, hätte sie also eigentlich darauf verzichten können, das Chilehaus ausdrücklich zu erwähnen. Sie tat es dennoch: „Speicherstadt and Kontorhaus District with Chilehaus“. Dadurch wird das Chilehaus gegenüber den anderen Gebäuden des Kontorhausviertels hervorgehoben. Unerwähnt und namenlos bleiben die Arbeiter, die das Chilehaus erbauten. Gleiches gilt für die Generationen von Angestellten, die das Chilehaus mit Leben erfüllten. Im Dunkel der Geschichte bleiben auch die chilenischen Arbeiter in Slomans Minen. Wer bleibt in Erinnerung? In Stein gemeißelt – und am Burchardplatz prominent platziert – sind die Namen zweier Männer: der Bauherr Henry Sloman und der Architekt Fritz Höger.

Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Fassade Burchardplatz.Detail.1.Bauherren.29133.ajb
Chilehaus (Hamburg-Altstadt).Fassade Burchardplatz.Detail.2.Architekt.29133.ajb

Vergleich Chilehaus und Polizeiwache Depenau

Die Südwestecke des Areals war 1922 bereits bebaut: Dort steht das ehemalige Dienstgebäude der Hamburger Landherrenschaften, 1906 bis 1908 nach den Plänen des Architekten Albert Erbe im neobarocken Stil errichtet. Vorbild waren die Hamburger Bürgerhäuser, so dass sich das Gebäude gut für einen Vergleich mit dem Chilehaus eignet, das einen anderen Gebäudetypus, das Kontorhaus, repräsentiert. Klingberg 1 (Hamburg-Altstadt).ajb.
  • Bei beiden Gebäuden kam für die Fassade Backstein zum Einsatz; beim Dienstgebäude sind die Zierelemente aus Natur-, beim Chilehaus aus Natur- und Kunststein (Keramik).
  • Das Chilehaus ist auf Effizienz getrimmt: Bis zu den Rundbogenfenster hat das Chilehaus sieben Geschoss (zwei im Sockel, fünf darüber). Bis zur gleichen Höhe hat die Polizeiwache nur fünf Geschosse. Durch die niedrigeren Decken wird das Raumvolumen besser genutzt.
  • Hochrechteckige Fenster bilden bei beiden Häusern ein Raster aus horizontalen und vertikalen Einheiten; beim Chilehaus sind allerdings die Fenster unterhalb eines Daches als Rundbogenfenster ausgebildet.
  • Auffällig sind die Größenunterschiede: Das Dienstgebäude nimmt die Ecke, das Chilehaus den gesamten Rest des Areals ein. Alleine benachbarte Gebäudeteil des Chilehauses ist größer als das Dienstgebäude.
  • Die Grundrissform des Dienstgebäudes nimmt die traditionelle Gliederung des Hamburger Bürgerhauses in Vorder-, Hinterhaus und schmalerem Mittelhaus mit Innenhof auf. Die Grundrissform des Chilehauses steht nicht in dieser Tradition, berücksichtigt aber die vorhandene städtebauliche Situation, z. B. bleibt die Fischertwiete erhalten und wird zum Binnenhof umfunktioniert.
  • Das Dienstgebäude hat einen hohen Ziergiebel, das Chilehaus ist giebellos. Beim Dienstgebäude vermitteln Zwerchhäuser zwischen Fassade und Dach, da sie einerseits die Fassadenfläche fortführen, andererseits mit ihren Dachflächen auch Teil des Daches sind.
  • Das Mansarddach schafft ebenfalls einen vermittelten Übergang. Beim Chilehaus treffen senkrechte Wand und waagrechtes Flachdach ohne vermittelnde Schrägen direkt aufeinander. Die Horizontale des Flachdaches wird durch die über die Fassade gezogene Dachfläche noch betont, ohne diesen Vorsprung wäre das Flachdach aus der Fußgängerperspektive gar nicht wahrnehmbar. Höger wiederholt diese Art der Kantenlösung, indem er die oberen Geschosse gestaffelt anordnet.
  • Das Dienstgebäude ist an der Giebelseite entlang einer betonten Vertikalachse symmetrisch aufgebaut. Der Gebäudeteil des Chilehauses, der im Bild rechts an das Dienstgebäude angrenzt, ist zwar vertikalachsensymmetrisch aufgebaut (Die Achse führt zwischen den mittleren Schaufenstern im Erdgeschoss empor.), aber sie ist nicht durch architektonische Glieder betont. Die Gebäudefläche wird vielmehr bestimmt durch die horizontale Dreiteilung in Sockel-, Ober- und Dachgeschosse, die ihrerseits weitere Binnengliederungen aufweisen, insbesondere die vertikalen Lisenen- im Vorder-, und die horizontalen Fenster- und Mauerwerkbänder im Hintergrund. Diese fast monoton wirkende Fassade steht zum einen im Kontrast zum Nachbargebäude, zum anderen stellt sie keine Konkurrenz zur Hauptvertikalachse an der spitzen Ecke dar.

Informationen

Besuch

Adresse: Fischertwiete 2, 20095 Hamburg

Der Innenhof an der Fischtwiete ist jederzeit offen zugänglich. Der Zugang zu den Treppenhäusern wird zu den Bürozeiten gewährt. Die Büros sind nicht öffentlich zugänglich.