Altstadt Bamberg

Von der Gärtnerstadt zum Bamberger Dom

2018 Altes Rathaus Bamberg 4

Das UNESCO-Weltkulturerbe Altstadt von Bamberg liegt beiderseits der Regnitz und auf einer großen Flussinsel. Mittelalterliche und barocke Gebäude prägen das Stadtbild, das sich gut erhalten hat. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählen das Rathaus auf einer Insel und der Bamberger Dom. 1993 erklärte die UNESCO die Altstadt Bamberg zum Weltkulturerbe.

Die Altstadt besteht aus drei Stadtteilen (von Ost nach West):

  • Gärtnerstadt (Winzer- und Gärtnerhäuser, Gärtner- und Häckermuseum); nicht zu verwechseln mit der Gartenstadt weiter östlich.
  • Inselstadt (Rathaus, Klein Venedig, E.T.A.-Hoffmann-Haus)
  • Bergstadt (Bamberger Dom, Hofhaltung und Neue Residenz)
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Bamberg

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Bamberger Dom: 49.890722, 10.882645
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Bamberger Dom
Bamberg Bayern, Deutschland

Bahnhof Bamberg

Bamberg Bahnhof, Empfangsgebäude

1846 nahm man das Empfangsgebäude in Betrieb, das nach Plänen des Architekten Georg Friedrich Bürklein erbaut wurde. Er entwarf neben zahlreichen Bahnhofsgebäude in Bayern auch den Sitz des Bayerischen Landtags, das Maximilianeum in München. Später erweiterte man das Gebäude, z. B. um den Vorbau (1900-08). Der Bahnhof besaß ein repräsentatives Fürstenzimmer, das aber nicht mehr erhalten ist.  

Vom Bahnhof durch die Luitpoldstraße, dann die erste Straße rechts in die Mittelstraße einbiegen, die mitten durch die Gärtnerstadt führt.

Gärtnerstadt

Bamberg Gärtnerviertel Mittelstraße

Die Gärtnerstadt liegt östlich des rechten Regnitzarmes. Hier leben die Gärtner- und Häcker*innen (= Winzer*innen), die innerstädtischen Gartenbau betreiben. Er zählt seit 2016 zum immateriellen Kulturerbe. Die Häuser sind meist klein und einfach; in einem befindet sich das Gärtner- und Häckermuseum.

Garten im Gärtner- und Häckermuseum Bamberg

Gärtner- und Häckermuseum

Das Gärtner- und Häckermuseum informiert über die Geschichte der innerstädtischen Landwirtschaft. Hinter dem Haus erstreckt sich der Museumsgarten. Von dort hat man einen Blick in die Nachbargärten mit den Gewächshäusern.

Öffnungszeiten

16. April – 03. November: Di-So, 11-17 Uhr.

Eintritt

  • Erwachsene: 4,- €
  • ermäßigt: 3,5 €
  • Kinder, Jugendliche, Schüler*innen: 1,- €

Audioguide gratis.

Öffentliche Führungen (nur am letzten Freitag im Monat ab 16:30 Uhr, außer August)

  • Erwachsene: 8,- €
  • ermäßigt: 6,- €
  • Kinder, Jugendliche, Schüler*innen: 4,- €

Gebuchte Führungen

  • unter 20 Personen (mind. 10 Personen): 60 ,- € + 3 ,- € pro Person
  • ab 20 Personen: 6,- € pro Person

 

Weitere Informationen zu Führungen.

Mittelstraße 34, 96052 Bamberg.

Bamberg Sankt Gangolf BW 2b

St. Gangolf und Aussichtsplattform

Wer Zeit hat, kann zwei Abstecher machen:

  • Einen guten Ausblick auf die Gärtnerstadt bietet die Aussichtsplattform Gärtnerstadt (2012, Architekt Stefan Giers). Der Zugang erfolgt von der Ecke Heiliggrabstraße, Spiegelgraben.
  • Die Kirche St. Gangolf (Weihe 1063) ist der älteste Sakralbau Bambergs. Erhalten haben sich Teile von Lang- und Querhaus. (Webseite: www.st-gangolf.de)

 

Vom Gärtner und Häckermuseum durch die Letzengasse bis zur Unteren Königsstraße. Rechts abbiegen und dann die erste Straße links durch die Kettenbrückstraße zur Kettenbrücke, die über den Mian-Donau-Kanal und in die Inselstadt führt.

Inselstadt

Bamberg Klein-Venedig 2-Asio

Die Inselstadt erstreckt sich auf der Insel zwischen den beiden Regnitzarmen. Hauptplätze sind Maximiliansplatz („Maxplatz“, mit dem Rathaus) und Grüner Markt (mit St. Martin). Am Schillerplatz erinnern E.T.A.-Hoffmann-Haus, E.T.A.-Hoffmann-Theater und ein Denkmal an – E.T.A. Hoffmann. An der Grenze der bürgerlichen Inselstadt zur geistlichen Bergstadt steht das Alte Rathaus ((1461-67).

Maxplatz

Bamberg Neues Rathaus 001

Am Maxplatz (Maximiliansplatz) steht das Neue Rathaus (Maximiliansplatz 3 bzw. Hauptwachstraße 1). Das ehemalige Klerikalseminar wurde ab 1730 von Balthasar Neumann geplant und von Justus Heinrich Dientzenhofer 1732-37 ausgeführt. Ab 1737 hatte Johann Küchels die Bauleitung inne.

Grüner Markt

Der schlauchförmige Grüne Markt führt vom Maximiliansplatz im Norden zum Obstmarkt im Süden. Am Grünen Markt stehen u. a. Barockbauten, platzbeherrschend ist die Kirche St. Martin.

Gabelmann

Bamberg, Grüner Markt, Gabelmannbrunnen, 20150911, 001

Der Neptunbrunnen (1697-98) wird „Gabelmann“ genannt, da man Neptuns Dreizack als große Gabel deutet. Die Figur ist ein Werk von Johann Kaspar Metzner.

St. Martin

Altstadt Bamberg, Grüner Markt 19, St. Martin

Der schlauchförmige Grüne Markt führt vom Maximiliansplatz im Norden zum Obstmarkt im Süden. Am Markt stehen u. a. Barockbauten, platzbeherrschend ist die Kirche St. Martin (1686-96).

Vom Grünen Markt biegt man in die Fischstraße. Sie führt zum Regnitzufer. Dort steht die Schlachterei: 

Bamberg, Am Kranen 1-001a

Schlachterei

Das Alte Schlachthaus (Am Krahnen 1), erbaut 1741-42 von Paulus Meyer, ragt in die Regnitz hinein, so dass man die Schlachtabfälle schnell entsorgen konnte.

Ochsenportal - Nuremberg, Germany - DSC01907

Über dem Eingang ruht ein Ochse (Johann Nickel). Er ist eine Kopie des Ochsenportals vor dem Nürnberger Fleischhaus. Die Sprüche unter beiden Ochsenfiguren haben die gleiche Aussage: Dieser Ochse war nie ein Kalb und ohne Mutter. (Denn es war der Künstler, der den steinernen Ochsen schuf.)

Bamberg portal alte Fleischhalle 9264483
Bamberg Am Kranen 12 BW 2

Hochzeitshaus

Das Hochzeitshaus (Am Krahnen 12) gegenüber der Schlachterei diente als Raum für Feiern und keineswegs nur für Hochzeiten von Brautpaaren. Das Gebäude wurde 1610-12 erbaut und 1871 durch Brand beschädigt. Im Rückgebäude (Austraße 17) befand sich die Gaststätte zum Wilden Mann (Rekonstruktion von 1973-74). Eine Gedenktafel  erinnert daran, dass Albrecht Dürer hier Quartier nahm.

Auf der Straße „Am Kranen“ – vorbei an zwei namengebenden Kränen –  gelangt man zum Obstmarkt. Von dort führen rechterhand zwei Brücken zur Bergstadt: die Untere Brücke im Norden und die Obere Brücke im Süden, die durch das Alte Rathaus führt. Der Rundgang führt zunächst – über die Bergstadt – zur Insel Geyerswörth: Die Obere Brücke führt in die Karolinenstraße. Links abbiegen in die Schranne, dann erneut links auf die Geyerswörthbrücke.

Schloss Geyerswörth, Bamberg, Germany - panoramio (71)

Schloss Geyerswörth

Über die Geyerswörthbrücke gelangt man zu Schloss Geyerswörth auf der  gleichnamigen Regnitz-Insel (Rechts im Bild die Schneidmühle.). Familie Geyer errichtete im 14. Jahrhundert ein Gebäude, das die Fürstbischöfe 1580-88 durch Erasmus Braun und Jörg Wieber umbauen ließen. Auf der Geyerswörthstraße im Uhrzeigersinn das Schloss umrunden. An der Nordostseite erinnert an die Opfer der Hexenverfolgungen das „Brandmal“ (2015) von Miriam Giessler und Hubert Sandmann. Zwischen 1612 und 1632 starben im Hochstift Bamberg rund 1000 Menschen.

An der Grünfläche südlich von Schloss Geyerswörth befindet sich der Tourismus und Kongress Service. An der gegenüer leigenden Seite zweigt vor der Bischofsmühlbrücke rechts ein Steg ab. Er heißt „Untere Mühlbrücke“ und führt zum „Zentrum Welterbe Bamberg„. Dort kann man sich im Welterbe-Besucherzentrum kostenlos über das UNESCO-Weltkulturerbe Bamberg informiert. (Adresse: Untere Mühlbrücke 5. Webseite: https://welterbe.bamberg.de/de/besucherzentrum)

Der Steg führt zurück zur Schranne. Von dort links die Karolinenstraße bergauf zum Domplatz steigen.

Bergstadt

Diözesanmuseum Bamberg

Bamberg Diözesanmuseum
Sternenmantel Heinrichs II

Im Diözesanmuseum ist der Kirchenschatz ausgestellt, u. a.  drei Kaisermäntel sowie liturgische Geräte und Reliquien. Außerdem erhält man dort Karten für Führungen durch den Bamberger Dom. Das Gebäude wurde 1731-33 nach Plänen Balthasar Neumanns erirchtet.

  • Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10:00 – 17:00 Uhr (Geschlossen: Faschingsdienstag, Karfreitag, 3. Juli, 24.-26. Dezember)
  • Eintritt:
    • Erwachsene: 4,- €,
    • ermäßigt: 3,- €,
    • Kinder bis 15 Jahre: 0,- €;
    • Familienkarte (2 Erwachsene, 2 Kinder): 6,- €,
    • Schulklassen: 1,- € pro Schüler*in,
    • Gruppen (bis 25 Personen): 40,- € + ermäßigter Eintritt
  • Führungen:
    • Kosten: Erwachsene 5,- €, ermäßigt 4,- €, Kinder gratis
    • April – Oktober: Montag – Samstag; 10:30, 14:00, 15:00 Uhr
    • November – März: Montag – Samstag; 10:30, 14:00 Uhr
    • ganzjährig: Sonntag, 14:00 Uhr

Bamberger Dom

Bamberger Dom BW 6

Die Bergstadt liegt im Westen der Altstadt. Ursprünglich befand sich hier eine Burg. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Gebäude am Domplatz (Dom (oben), Alte Hofhaltung (unten links), Neue Residenz (unten Mitte). Westlich des Domplatzes, in der Domstraße und der Oberen Karolinenstraße, stehen die Wohnhäuser der Domherren, die sogenannten Kurien.

Bamberg-Alte Hofhaltung-Fassade

Ratsstube und Schöne Pforte

Die Alte Hofhaltung ist ein großer Wirtschaftshof, den man an der Stelle der Babenburg errichtete. Der Renaissancebau mit dem Erker ist die Neue Ratsstube (ab 1570, Pläne von Caspar Vischer). Die Steinfigur am Erkerfuß soll den ausführenden Baumeister, Erasmus Braun, darstellen. Durch die Schöne Pforte (1573, Plan: Caspar Vischer; Ausführung: Pankraz Wagner) gelangte man in den Innenhof.

Alte Hofhaltung (Bamberg).jpg Von K.browarzikEigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Alte Hofhaltung

Im Sommer finden im Hof der Alten Hofhaltung die Caldéron-Festspiele statt. Ältestes Gebäude ist die Thomaskapelle (Weihe 1020). Die Wirtschaftsgebäude (15. Jh.) und die Ratsstube dienen heute als Ausstellungsräume für das Historische Museum Bamberg (Webseite: www.museum.bamberg.de/historisches-museum)

Neue Residenz in Bamberg

Neue Residenz

Die Neue Residenz besteht aus vier Flügeln:

  • Gebsattelbau: 1602-13 errichtete man die westlichen zwei Flügel, die ein breites V bilden. Namens- und Auftraggeber war Fürstbischof Gebsattel. 
  • Schönbornbau: 1697-1703 baute man nach Plänen von Johann Leonhard Dientzenhofer die zwei Ostflügel. Mit ihrem rechten Winkel rahmen sie den Domplatz ein (Siehe Foto.). Sehenswert sind die Kaiserzimmer mit dem Kaisersaal (Deckenmalerei (1707-09) von Melchior Steidl). Im Schönbornbau ist die Staatsbibliothek Bamberg untergebracht.
Rosengarten der Neuen Residenz mit Blick auf Kloster Michelsberg Weltkulturerbe Altstadt Bamberg)

Rosengarten Bamberg

Vom Domplatz durch drei Flügel abgetrennt liegt der Rosengarten der Neuen Residenz. Er bietet einen guten Ausblick auf Kloster Michelsberg und die Altstadt Bamberg. Der Gartenpavillon (1756) ist ein Werk des Bamberger Architekten Johann Jakob Küchel (1703-69). In dem Rokoko-Pavillon befindet sich das Café Rosengarten. Webseite: www.caferosengartenbamberg.de)

Domherrenhöfe

Von den zahlreichen Domherrenhöfen seien lediglich zu vieren einige Daten genannt. 

Curia St. Hippolyti

Bamberg, Domplatz 1, von Nordwesten, 20150918, 001

Domplatz 1. Architekt Balthasar Neumann und Justus Heinrich Dientzenhofer, erbaut ab 1739. Blick aus Richtung der Neuen Residenz. Dieser Domherrenhof steht am Ostrand des Dombergs.

Curia Sti. Laurentii

Bamberg, Domplatz 2, 3-20170128-002

Domplatz 3. Das Tor mit Dreiecksgiebel ( 1605) führt in den Hof mit Ostbau (1903), Laurentiuskapelle (frühes 13. Jahrhundert), Südbau (spätmittelalterlich). Davor die Curia Sti. Sebastiani et Fabiani (Domplatz 2; Architekt Johann Dientzenhöfer, erbaut 1720-21.).

Langheimer Hof

Bamberg, Obere Karolinenstraße 8, von Osten, 20150918-001

Obere Karolinenstraße 8. Der Langheimer Hof am Westrand des Dombergs ist eine Ausnahme: Er gehörte nicht dem Domkapital, sondern dem Zisterzienserkloster Langheim. Ost- (Foto) und Südflügel wurden um 1620 erbaut; der Nordflügel um 1740; der Westflügel um 1575.

Weltkulturerbe Altstadt Bamberg

Welterbezentrum Bamberg

Im Besucherzentrum ist eine Dauerausstellung eingerichtet. Gezeigt werden u. a. mehrere Gebäude-  und ein Stadtmodell. 

Kontakt (Besucherzentrum)

AdresseZentrum Welterbe Bamberg
Stadt Bamberg
 Untere Mühlbrücke 5
 96047 Bamberg
E-Mailbesucherzentrum@welterbe.bamberg.de
Telefon 0951 87 1816
Fax

Öffnungszeiten (Besucherzentrum)

MonatTagUhrzeit
April – Oktobertäglich10:00 – 18:00
November – Märztäglich11:00 – 16:00

Geschlossen: 01.01., Karfreitag, 24.-26.12.

Eintritt (Besucherzentrum)

Der Eintritt ist frei.

Führungen (Besucherzentrum)

Pro Gruppe 60,- € (Schulklassen: 50,- €; Englisch: 70,- €). Buchungen unter besucherzentrum@welterbe.bamberg.de.