Oder-Neiße-Radweg ab Frankfurt (Oder)

Oder-Neiße-Radweg ab Frankfurt

Welterbe & Sehenswürdigkeiten zwischen Frankfurt (Oder) und Usedom

Hochwasser im NSG Oderberge Lebus

Auf der letzten Etappe führt der Oder-Neiße-Radweg ab Frankfurt zum Ostseebad Ahlbeck – vorbei an der Oder und dem Stettiner Haff. Am Fluß erstrecken sich beeindruckende Naturlandschaften: der Nationalpark Unteres Odertal, der Oderbruch oder die Wartemündung. Der nahegelegene Grumsiner Forst ist Teil des Weltnaturerbes Alte Buchenwälder. Außerdem liegen zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten am Oder-Neiße-Radweg: die Festung Küstritz, das Zisterzienserkloster Chorin, die ehemalige Tabakstadt Schwedt und kleine Landstädtchen.

 

Stationen, Bundesländer

  • Stationen (von Süd nach Nord): Frankfurt (Oder) – Küstrin-Kietz (D-Route 3) – Schwedt/Oder – Gartz (Oder) – Penkun – Löcknitz – Rieth –  (UECKER) – Ueckermünde – Anklam – (PEENESTROM) – Usedom – Seebad Ahlbeck
  • Großstädte: Frankfurt (Oder) ( 60.000), Schwedt (30.000)
  • Bundesländer: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

Sehenswürdigkeiten am Oder-Neiße-Radweg

Frankfurt (Oder) Brunnenplatz mit Comic-Brunnen. Im Hintergrund die Marienkirche

Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder) hat 58.000 Einwohner*innen, ist Sitz der Europa-Universität Viadrina und nennt sich „Kleiststadt“, da der Dichter 1777 hier zur Welt kam. Von der im 2. Weltkrieg zu 93% zerstörten Altstadt hat man vereinzelt Bauwerke rekonstruiert, z. B. die Marienkirche (Baubeginn 1253; Fenster von 1360/70) und das Rathaus (nach 1253). Die Stadtbrücke führt über die Oder nach Słubice (17.ooo Einw., dt.: „Dammvorstadt“) auf der polnischen Seite. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt der Comic-Brunnen (2000, Michael Fischer-Art) auf dem Brunnenplatz.

Blic auf die Festung Küstrin (links) und Oder (rechts). Kostrzyn nad Odra

Festung Küstrin

 Am Rande des polnischen Nationalparks „Warthemündung“ liegt die einst mächtige Festung Küstrin (1537-43). Auf der deutschen Seite stehen zwei Vorwerke (Lünette B und D) sowie weiter westlich an der B1 das Fort Gorgast (1883-89), das man besichtigen kann (Webseite: www.fort-gorgast.de). In der Festung Küstrin wurde 1730 Hans von Katte enthauptet – vor den Augen seines Freundes, des späteren Preußenkönigs Friedrich II.

Mallnow Haenge Oderbruch

Oderbruch

Bei Küstrin weitet sich die Oder zum Oderbruch, eine rund 60 km lange und bis zu 20 km breite Senke. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen u. a. das Freilichtmuseum Altranft, Schloss Neuhardenberg oder die Oderhänge Mallnow, wo die gelben Adonisröschen blühen. Die Ostgrenze des Oderbruch bildet die neue Oder. Ab 1747 begradigte man die Oder und legte Entwässerungräben an. Die alte Oder verläuft westlich. Die ehemalige Oderschleife bei Neuenhagen kürzte man mit einem Durchstich um ca. 25 km ab. An der Südseite der Insel Neuenhagen liegt das Naturschutzgebiet Tongruben Neuenhagen.

Bad Freienwalde town hall

Bad Freienwalde (Oder)

Die Kleinstadt (12.300 Einw.) südlich der Altoder blieb von Zerstörungen im 2. Weltkrieg weitgehend verschont. Zu den Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum zählen die Kirche St. Nikolai und die Fachwerkkirche St. Georg (1696-98), die als Konzertsaal dient. Außerhalb liegen Schloss Freienwalde, das Moorbad sowie der Bismarckturm und der DDR-Bunker Wollenberg (Webseite: www.bunker-wollenberg.eu). An den bedeutenden Pazifisten und Naturschützer Kurt Kretschmann (1914-2007) erinnert das Haus der Naturpflege, das ein Heuhotel als Unterkunft bietet (Webseite: www.haus-der-naturpflege.de).

Alte Schule, Rotdornweg 1, Bad Freienwalde, OT Altranft

Oderbruchmuseum Altranft

Im Ortsteil Altranft befindet sich das Oderbruchmuseum, zu dem Häuser und Kirche am Anger sowie das Herrenhaus Altranft (1878) zählen (Adresse: Am Anger 27; 16259 Bad Freienwalde OT Altranft. Webseite: www.oderbruchmuseum.de). Das Freilichtmuseum Altranft ist kein zweites Museum in Altranft, sondern der Name der Vorgängereinrichtung. Das Foto zeigt die alte Schule.

Schiffshebewerk Niederfinow

Nördlich von Niederfinow verbindet das Schiffshebewerk Niederfinow den Oder-Havel-Kanal mit der Oder. Niederfinow Süd (1927-34) ist das älteste Schiffshebewerk Deutschlands: Schiffe fahre in einen Trog ein, der mittels Gegengewichten gesenkt oder gehoben werden kann. Das neu erbaute Schiffshebwerkwerk Niederfinow Nord wird den Vrgänger ab 2025 ersetzen. Das alte Hebewerk erhielt 2007 als erstes Bauwerk die Auszeichnung „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“, die die Bundesingenieurskammer vergibt.

Stolper Turm

Burg Stolpe

Der Radweg führt vorbei an der Turmburg Stolpe (12 Jh.). Der wohl von Dänen errichtete Rundturm ist mit 18 m Durchmesser einer der mächtigsten in Deutschland und wird „Grützpott“ genannt. Wenn man vom Turm der Burg Stolpe nach Westen schaut, blickt man über das BiosphärenReservat Schorfheide Chorin.

Klosterkirche Chorin 32

Zisterzienserkloster Chorin

Wenn man sich einen Abstecher zum Grumsiner Forst entscheidet, bietet es sich an, eines der bedeutendsten Klöster Ostdeutschlands zu besuchen. Kloster Chorin, eine 1258 gegründete Zisterzienserabtei, bezeichnete Dehio als das „bedeutendste und edelste Werk der Frühgotik im Gebiet des norddeutschen Ziegelbaus“. Der Architekt Schinkel ließ die zur Ruine verfallene Anlage ab 1817 sanieren und der Landschaftsarchitekt Lenné entwarf den Park um das Kloster.

UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin bei Barnim-Buckow.

UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin

Das 1291 km² große Bisophärenreservat liegt nordöstlich von Berlin und reicht bis zum Oder-Neiße-Radweg. Die Schorfheide ist keine Heidelandschaft, sondern ein Waldgebiet, das über Jahrhunderte als Jagdrevier diente und wenig besiedelt ist. Jagdschloss Hubertusstock (1847-49) war offizielle Jagdresidenz in der Kaiserzeit und der Weimarer Republik. Ab 1933 ließ der Nazi-Politiker Hermann Göring, der auch Reichsjägermeister war, Landsitz Carinhall errichten und die Heckrindzucht fördern. Erich Honecker (Staatschef der DDR) baute Jagdhaus Wildfang. Ein Teil des Biosphrenreservats zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe: der Grumsiner Forst. (Webseite: Bisophärenreservat Schorfheide-Chorin)

Weltnaturerbe Grumsiner Forst

Buchenwald im UNESCO-Weltkulturerbe Grumsiner Forst.

Der Grumsiner Forst ist Teil des Weltnaturerbes Alte Buchenwälder Deutschlands. In dem rund 590 Hektar großen Buchenwald mit vier kleinen Seen leben seltene Tiere (Schreiadler, Schwarzstorch) und Pflanzen. Der Drachenwurz (wegen der Blattform auch „Schweinsohr“ genannt) siedelt in den versumpften Waldflächen. 

SCHWEDT: Vierradener Platz mit Tabakbrunnen und Stadtmühle (Seifenfabrik) - panoramio

Schwedt

Im Zentrum liegt der Vierradener Platz mit Amtsgericht und Mariä-Himmelfahrt-Kirche (1895-98). Der Tabakbrunnen erinnert an die Tabakkultur. Das Eckhaus ist die Stadtmühle und ehemalige Hahnsche Seifenfabrik. Zu den Sehenswürdigkeiten in Schwedt zählen der Berlischky-Pavillon (1777; ehemalige Hugenottenkirche), Ermelerspeicher (1836, heute Stadtbibiothek), Juliusturm (1909) und Mikwe (1868). An der Stelle des Theaters im Hugenottenpark stand das Schwedter Schloss. Im Schwedter Wasserturm (1911) ist ein Hotel untergebracht. 

Tabakmuseum in Vierraden.

Wildnisschule Teerofenbrücke

Die Wildnisschule Teerofenbrücke bietet Schulklassen und Familien, aber auch Radfahrern Informationen und Übernachtungsmöglichkeiten (Webseite: https://www.wildnisschule-teerofenbruecke.de). Nach Schwedt hat man die Wahl:

  • Geradeaus führt der Radweg am Ostufer der Welse vorbei an der Papierfabrik Leipa-Werk.
  • Westlich kommt man nach Vierraden. Ein alter Tabakspeicher beherbergt das Tabakmuseum; siehe Foto.). Die Uckermark war eines der größten Tabakanbaugebiete Deutschlands und Schweidt (30.000 Einw.) das Zentrum der Tabakverarbeitung. Westlich von Vierraden liegt das riesige Areal der PCK-Raffinerie.
Heckrinder NP Unteres Odertal 24.07.11

Nationalpark "Unteres Odertal"

Die Tour führt durch den 103 km² großen Nationalpark „Unteres Odertal“, der sich am Oderufer entlangzieht. Die Fluß-Auenlandschaft dient als Polder und schützt somit Stettin vor Hochwasser. Im Winterhalbjahr sind die Wiesen geflutet und dienen Zugvögeln als Rastplatz, z. B. Kraniche, Singschwäne, Weiß- und die seltenen Schwarzstörche. Im Sommer grasen auf den trockenen Wiesen Heckrinder, die dem Auerochsen ähneln. Sie entstanden durch Rückzüchtung und wurden 1938 ausgesetzt. (Webseite: Nationalpark Unteres Odertal)

Gartz (Oder) - przystań na Odrze Zachodniej - panoramio

Gartz

Nächste Station ist das locker bebaute Städtchen Gartz (Oder) (2.600 Einw.). Die Stadtbefestigung (Stettiner Tor, 13. Jh.) ist gut erhalten. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die zwei gotischen Kirchen und die Scheunenstraße.

Von Gartz geht es weiter – entweder über Penkun (1.800 Einw., Schloss) oder (kürzer) über Storkow mit einer der größten Windmühlen Deutschlands (Wiederaufbau 1902). Nördlich von Gartz verlässt der Oder-Neiße-Radweg die Oder und folgt dem schmalen Streifen zwischen Randowtal und deutsch-polnischer Grenze. Die Randow durchfließt den Löcknitzer See.

Löcknitz-Burg-(Osten)

Löcknitz

Wahrzeichen der Kleinstadt Löcknitz (3.200 Einw.) ist die Ruine der Burg Löcknitz (13. Jh.) mit achteckigem Bergfried aus Backstein. Sehenswert ist der Löcknitzer See (44 ha), an dessen Ufer man übernachten kann – auf dem Campingplatz „Waldblick“ oder im Hotel „Haus am See“. Vorbei am Ahlbecker Seegrund und durch ausgedehnte Wälder erreicht man Rieth, wo der deutsche Teil des Stettiner Haffs beginnt.

Stettiner Haff. Zalew-szczecinski

Stettiner Haff

Das Stettiner Haff ist mit rund 700 km² Fläche die zweitgrößte Lagune der Ostsee. Der westliche Teil heißt „Oderhaff“ (277 km²), der östliche „Großes Haff“ (410 km²). Die deutsch-polnische Staatsgrenze verläuft im Osten des Oderhaffs. Das Stettiner Haff ist flach: Die tiefste Stelle liegt 11 m unter dem Meeresspiegel. Auf der polnischen Schwesterinsel Usedoms, der Insel Wolin, liegt der Nationalpark Wolin (109 km²) mit einem 15 km langen, fast 100 m hohen Kliff. Am Ufer des Stettiner Haffs führt der Radweg bis Ueckermünde.

Ueckermünde, Strand

Ueckermünde

Der rund 800 m lange Sandstrand im Seebad Ueckermünde ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Marienkirche (1766), der Tierpark sowie Schloss Ueckermünde (1546), in dem sich das Haffmuseum befindet.

Fuchsberg im Naturpark am Stettiner Haff

Naturpark am Stettiner Haff

Der „Naturpark am Stettiner Haff“ ist geprägt durch hügelige Endmoränen (Brohmer Berge, max. 153 m) mit Wäldern (z. B. Ueckermünder Heide) und Niederungsmooren (z. B. Friedländer Große Wiese). 2005 stellte man das 538 km² große Gebiet um Ueckermünde unter besonderen Schutz. Der Hauptfluß des Naturparks heißt in Mecklenburg „Uecker“, im südlichen Brandenburg „Ucker“. (Die Uckermark umgibt die Stadt Prenzlau.)

Anklam Nikolaikirche (Baudenkmal Nr. 113)

Anklam

Die Altstadt Anklam wurde im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen. Wiederaufgebaut hat man u. a. die Marienkirche (13. Jh.) und das Rathaus am Marktplatz. In der entweihten Nikolaikirche (13. Jh.) sind die bunten Lilienthal-Chorfenster beachtenswert. Sie erinnern an den Luftfahrtpionier Otto Lilienthal. Von der Stadtbefestigung haben sich Pulverturm und der große Steintorturm (um 1250) erhalten. Das Museum im Steintor zeigt u. a. den wertvollen Anklamer Münzschatz.

NSG Peenetal Abends an der Peene bei Anklam

Peenetalmoor und Altes Lager

Nordwestlich von Anklam, an der Stelle des Flächendenkmals Altes Lager (Menzlin), befand sich eine der größten Wikingersiedlungen des 9. und 10 Jahrhunderts. Die ca. 18 ha große Siedlung lag an einer Peenebrücke, über die ein Fernhandelsweg führte. Erhalten haben sich eine gepflasterte Steinstraße und Schiffssetzungen (Steinkreise). Das Peenetalmoor ist z. T. fast neun Meter dick und Rückzugsgebiet des vom Aussterben bedrohten Seggenrohrsängers. 

Karniner Brücke (Eisenbahnhubbrücke Karnin) auf Usedom, Lift bridge Karnin

Usedom-Stadt

Die Stadt Usedom (1750 Einw.) gab der Insel ihren Namen. Man passiert die  St.-Marien-Kirche (1475, 1891-93 erneuert) und das Anklamer Tor (um 1450). Der Oder-Neiße-Radweg führt vom Festland nach Usedom

  • oder per Fähre an der Eisenbahn-Hubbrücke Karnin („Karniner Brücke„). Sie wurde 1933 vollendet und 1945 zerstört. Diese Route ist kürzer und führt an Anklam vorbei.
  • entweder im Norden von Anklam über die Klappbrücke Zecherin.
Thurbruch Ulrichshorst Betonplattenweg

Insel Usedom

Die Insel ist 445 km² groß; auf 373 km² leben rund 32.000 Deutsche, auf 72 km² im Südzipfel um Swinemünde rund 40.000 Polen. Peenemünde im Norden ist bekannt als „Wiege der Raumfahrt“, da in der Heresversuchsanstalt Raketen getestet wurden, die die Atmosphäre der Erde verließen. Nach dem Flughafen Heringsdorf biegt der Radweg nach Norden ab Richtung Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Am Radweg liegen Zirowberg (56 m), Wolgastsee und das Niedermoorgebiet Thurbruch (16 km²) mit dem flachen Gothensee (1, 25 m mittlere Tiefe). Das Windschöpfwerk Kachlin (1920) steht unter Denkmalschutz. 

Seebrücke Ahlbeck auf der Insel Usedom

Seebrücke Ahlbeck

Endpunkt des Oder-Neiße-Radwegs ist das Seebad Ahlbeck auf der Insel Usedom. Zu den Sehenswürdigkeiten in Ahlbeck zählt neben den Strandhotels und Villen die Seebrücke Ahlbeck, die älteste ihrer Art in Deutschland (erbaut 1899). Zusammen mit Heringsdorf und Bansin hat sich Ahlbeck selbst zum „Kaiserbad“ ernannt. Kaiserwetter herrscht oft: Usedom ist mit rund 1900 Sonnenstunden pro Jahr die sonnenreichste Region Deutschlands.

Anreise zum Oder-Neiße-Radweg ab Frankfurt

  • ICE-Bahnhof: Pasewalk, Prenzlau, Angermünde, Eberswalde, Berlin, Dresden
  • IC-Bahnhof: Frankfurt (Oder), Cottbus
  • Anschließende Radfernwege:
    • D-Route 2 (Ostseeküstenroute)
    • D-Route 3 (Europaradweg R1)
    • D-Route 4 (Mittelland-Route)
  • Flughafen: Berlin, Dresden

Anreise Fagus-Werk Alfeld für Welterbe-Besuch

Anreise Fagus-Werk Alfeld

Fagus-Werk Alfeld (UNESCO-Welterbe in Niedersachsen). Architekt: Walter Gropius, Adolf Meyer, Ernst E. Werner. Hauptgebaeude

Adresse

Adresse UNESCO-Welterbe Fagus-Werk
Hannoversche Straße 58
31061 Alfeld-Hannover
E-Mail info(at)fagus-werk.com
Telefon +49(0)5181-79-0
Fax

Anreise zu Fagus-Werk

Lage

Das Fagus-Werk liegt bei der Kleinstadt Alfeld in Niedersachsen. Die nächstgrößeren Städte sind Hannover (im Norden) und Göttingen (im Süden).

 

Auto

  • Anreise von Göttingen (Süden): Von der A 7 bei Northeim Nord auf die B3 nach Norden Richtung Einbeck  abbiegen.
  • Anreise von Hannover (Norden): Bei Hannover auf die B 3 nach Süden Richtung Pattensen, Elze.

 

Rad

Die Leine fließt von Südosten nach Nordwesten. Durch das Leintal folgen dem Flußlauf

  • der Leine-Heide-Radweg (LHR) zwischen Leinefelde (Thüringen) und Hamburg
  • die Hannoversche Straße und
  • die Eisenbahnlinie Göttingen-Hannover.
  • Weiter südlich, bei Kreisen, stößt der Leine-Heide-Radweg auf die D-Route 3 (Europaradweg R1).

 

Bahn

Der Bahnhof Alfeld befindet sich ein paar Schritte neben dem Werksgelände. Das Fagus-Werk liegt zwischen der Straße und der Eisenbahnlinie am Südufer der Leine, Alfeld am Nordufer. 

Informationen zum Fagus-Werk Alfeld

Eintritt Fagus-Werk Alfeld für Welterbe-Besuch

Eintritt Fagus-Werk Alfeld

Fagus-Werk Alfeld (UNESCO-Welterbe in Niedersachsen). Architekt: Walter Gropius, Adolf Meyer, Ernst E. Werner. Hauptgebaeude

Eintritt Fagus-Werk

Erwachsene (ab 16 Jahren) 9,- €
Erwachsene (ab 16 Jahren) ermäßigt 8,- €
Kinder (6 bis 16 Jahre) 5,- €
Gruppe (ab 15 Personen) pro Person 7,- €
Gruppe ermäßigt (ab 15 Personen): pro Person 6,- €
Familienkarte (2 Erwachsene + maximal 4 Kinder bis 16 Jahren) 17,- €
Stand: 2023

Eintritt Sonderausstellung

Pro Person 5,-  €.

Kombitickets

Kombiticket EntdeckerTour (Eintritt & Führung)

Erwachsene (ab 16 Jahren) 14,- €
Erwachsene (ab 16 Jahren) ermäßigt 13,- €
Kinder (6 bis 16 Jahre) 10,- €
Gruppe (ab 15 Personen) pro Person 12,- €
Gruppe ermäßigt (ab 15 Personen): pro Person 11,- €
Familienkarte (2 Erwachsene + maximal 4 Kinder bis 16 Jahren) pro Familie 36,- €
Stand: 2023

Kombiticket ArchitekTour (Eintritt & Führung)

Erwachsene (ab 16 Jahren) 18,- €
Erwachsene (ab 16 Jahren) ermäßigt 17,- €
Kinder (6 bis 16 Jahre) 14,- €
Gruppe (ab 15 Personen) pro Person 16,- €
Gruppe ermäßigt (ab 15 Personen): pro Person 15,- €
Familienkarte (2 Erwachsene + maximal 4 Kinder bis 16 Jahren) pro Familie 48,- €
Stand: 2023

Kombiticket Videoguide (Eintritt & Guide-Führung)

Erwachsene (ab 16 Jahren) 12,- €
Erwachsene (ab 16 Jahren) ermäßigt 11,- €
Kinder (6 bis 16 Jahre) 8,- €
Gruppe (ab 15 Personen) pro Person
Gruppe ermäßigt (ab 15 Personen): pro Person
Familienkarte (2 Erwachsene + maximal 4 Kinder bis 16 Jahren) pro Familie 32,- €
Stand: 2023

Kinder bis sechs Jahren haben freien Eintritt.

FAQ Eintritt Fagus-Werk Alfeld

Kostet der Besuch im Fagus-Werk Alfeld Eintritt? Ja.

Wieviel kostet der Eintritt in das Fagus-Werk Alfeld? Einzelpersonen zahlen zwischen 5,-  und 9,- Euro.

Kostet der Besuch der Sonderausstellung im Fagus-Werk Alfeld Eintritt? Ja.

Wieviel kostet der Besuch der Sonderausstellung im Fagus-Werk Alfeld? Pro Person 5,-  €.

Gibt es Gruppenermäßigungen?  Ja. Es gibt Ermäßigungen für Gruppen (ab 15 Personen) und Familien.

Informationen zum Fagus-Werk Alfeld

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung des Fagus-Werks Alfeld

Öffnungszeiten Fagus-Werk Alfeld für Welterbe-Besuch

Öffnungszeiten Fagus-Werk Alfeld

Fagus-Werk Alfeld (UNESCO-Welterbe in Niedersachsen). Architekt: Walter Gropius, Adolf Meyer, Ernst E. Werner. Hauptgebaeude

Wann hat das Fagus-Werk in Alfeld geöffnet? Und wann ist das Fagus-Werk geschlossen?

Fagus-Werk (UNESCO-Besucherzentrum, Fagus-Gropius-Ausstellung, Fagus-Galerie)

MonatTagUhrzeit
April – Oktobertäglich10:00 – 17:00 Uhr
November – Märztäglich10:00 – 16:00 Uhr

Geschlossen: 01. Januar, 24. – 25. und 31. Dezember.

Fagus-Gropius-Café

MonatTagUhrzeit
Januar – Dezemberwerktags08:15 – 14:00 Uhr
April – OktoberWochenende11:00 – 17:00 Uhr
November – MärzWochenende13:30 – 16:30 Uhr

Geschlossen: 24. Dezember – 06. Januar.

Informationen zum Fagus-Werk Alfeld

Saar-Radweg Sehenswürdigkeiten besuchen

Saar-Radweg Sehenswürdigkeiten

Große Saarschleife vom Aussichtspunkt Cloef (Saarland)

Saar-Radweg: Überblick

Auf Schritt und Tritt bietet der Saar-Radweg Sehenswürdigkeiten, darunter solche von Weltrang: Die Völklinger Hütte ist UNESCO-Weltkulturerbe und eine der vielen Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken lohnt. An der Saar reihen sich beeindruckende Flusslandschaften wie die Saarlandschleife, mächtige Burgen und barocke Schlösser. Der Saar-Radweg passiert auch alte Kirchen, französische Festungen, malerische Altstädte und geht über in den Mosel-Radweg, der weiter zum UNESCO-Welterbe in Trier führt.

  • Länge: 111 km
  • Empfehlenswerter Abschnitt: Merzig bis Konz
  • Stationen (von Süd nach Nord): Saargemünd – Saarbrücken – Völklinger Hütte (Welterbe) – Saarlouis – Merzig – Mettlach – Saarburg – Konz (Saarmündung)
  • Großstädte: Saarbrücken
  • Bundesländer: Saarland, Rheinland-Pfalz

Von Saargemünd bis Völklingen

Saargemünd, Sarreguemines; ACH 7193 7 (c) Sarreguemines Tourisme

Saargemünd (frz.: Sarreguemines)

Startpunkt ist die französische Kleinstadt Saargemünd an der deutsch-französischen Grenze. Hier mündet die Blies in die Saar. Die Saarquellen liegen weiter südlich: Die Rote Saar entspringt bei Alberschweiler (frz. Abreschviller), die Weiße Saar bei Grandfontaine (dt. Michelbrunn). Beide Flüsse sind nur rund 26 km lang. Südlich vom französischen Saarburg fließen Rote und Weiße Saar zusammen und erreichen Saargemünd nach rund 120 km. Nicht nur der der Saar-Radweg, sondern auch die D-Route 5 (Saar-Mosel-Main) startet in Saargemünd. Der Verlauf beider Radwege entlang der Saar ist gleich.

Saarbrücken

Ludwigskirche Saarbruecken Schloss Saarbruecken, HDR

Ludwigsplatz (ex-Welterbe-Kandidat)

Nächstes Ziel ist Saarbrücken, die Hauptstadt des Saarlands. Südlich der Wilhelm-Heinrich-Brücke steht der alte Saarkran (176162; Rekonstruktion von 198991). Bevor wir die Brücke unterqueren, lohnen zwei Abstecher: Sehenswert sind das Schloss Saarbrücken (173948), das direkt am Ufer steht, und der Ludwigsplatz (mit Ludwigskirche), der auf der Kandidatenliste für das UNESCO-Welterbe stand. Alle drei Bauten sind das Werk des Architekten Friedrich Joachim Stengel (16941787).

Den modernen Mittelpavillon des Schlosses entwarf einer der bedeutendsten deutschen Architekten der Gegenwart: der Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm. (Der Pritzker-Preis ist eine Art Nobelpreis für Architekt*innen.) Von Böhm stammt auch die Kirche St. Albert in Saarbrücken-Rodenhof.

Berliner Promenade

Saarufer

Von der Wilhelm-Heinrich-Brücke bietet sich der Blick flussabwärts nach Norden: Links verläuft der Saar-Radweg auf dem Leinpfad direkt neben der Stadtautobahn; rechts erstreckt sich das Willi-Graf-Ufer und darüber die Berliner Promenade. Weiter geht es zu einer der herausragenden Saar-Radweg-Sehenswürdigkeiten:

Völklinger Hütte am Abend mit Beleuchtung, eine der Saar-Radweg Sehenswürdigkeiten

Völklinger Hütte

Schon nach rund 12 Kilometern taucht unübersehbar das Welterbe am Saar-Radweg auf: die Völklinger Hütte. Sie war im 20. Jahrhundert das größte Stahlwerk Europas, heute finden hier Veranstaltungen und Ausstellungen statt. 1994 erklärte die UNESCO das Industriedenkmal zum Weltkulturerbe. Der Radweg führt am Südufer entlang, die Völklinger Hütte liegt am Nordufer, schräg gegenüber vom Bahnhof Völklingen.

Zwischen Völklingen und Merzig

Dillinger Hütte Litermont (Saarland)

Stahlwerke

Zwischen Völklingen und Merzig führt der Saar-Radweg auf einer Strecke von rund 50 km zwischen der Saar und der Autobahn A8 am Ufer entlang, vorbei an Industrieanlagen (Stahlwerk Bous, Kraftwerk Ensdorf oder Saarhafen). Sie sind wie die Völklinger Hütte Teil der Industriegeschichte und der Kultur des Saarlandes und noch in Betrieb. Alternativ kann man mit der Bahn ab Völklingen Bahnhof bis Merzig fahren. Ein interessanter Zwischenstop ist Saarlouis:

Vauban Festung Saarlouis. Station am Saar-Radweg

Saarlouis

1680 ließ der französische König Ludwig XIV. eine Festung am Saarufer errichten, die seinen Namen trug: Sarre-Louis. Reste der Festungsmauer haben sich am Altarm der Saar erhalten; die Vauban-Insel erinnert an den Baumeister der Festung, Sébastien Vauban (16331707), dessen Werk die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt hat (Saarlouis zählt nicht dazu). Hinter der neogotischen Fassade von St. Ludwig (188385, Vincent Statz) verbirgt sich eine sehenswerte Betonhalle von Gottfried Böhm. Der Saar-Radweg führt in einem großen Bogen entlang der Kapuzineraue an der Stadt und der Autobahn vorbei.

MECL-34 Dellborner-Muehle

Merzig

In Merzig steht die größte romanische Kirche des Saarlands, St. Peter (13. Jh.). Einen Abstecher in eines der nördlichen Seitentäler der Saar bietet die Museumsbahn Losheim: Per Dampflok fährt man von Merzig zur Dellborner Mühle (Webseite: https://museumsbahn-losheim.de/). Nördlich von Merzig liegt der Wolfspark Werner Freund, benannt nach dem saarländischen Wolfsforscher, der mit den Wölfen lebte und den Wolfspark gründete. Webseite:  http://www.wolfspark-wernerfreund.de/

Saar-Radweg zwischen Merzig und Konz

Nun beginnt der vielleicht schönste Abschnitt am Saar-Radweg: Denn die Autobahn A 8 wendet sich bei Merzig nach Westen, während der Saar-Radweg dem ruhigeren Flussufer folgt. Die nächste Station erinnert allerdings an unruhige Zeiten:

B-Werk Besseringen Eingangshof, Bunker des Atlantikwalls an der Saar

B-Werk Besseringen

Das B-Werk Besseringen ist das einzige von einst 32 B-Werken des Westwalls, das sich erhalten hat. Der Westwall zog sich auf 630 km Länge von der niederländischen zur schweizerischen Grenze. Das B-Werk Besseringen wurde 193839 erbaut und war mit fünf Maschinengewehren sowie Granat- und Flammenwerfer ausgerüstet. (Webseite: www.merzig.de/tourismus-kultur/sehenswuerdigkeiten/b-werk-besseringen).

Große Saarschleife. Blick vom Aussichtspunkt Cloef in Richtung Montclair (Saarland, Saar-Radweg Sehenswürdigkeiten)

Große Saarschleife

Eine Naturschönheit und ein Wahrzeichen des Saarlandes ist der Bogen der (Großen) Saarschleife. Einen guten Ausblick auf die Flussschleife haebn wir vom Aussichtspunkt Cloef beim Kurort Orscholz. Der Berg, den die Saar umfließt, heißt Montclair (mons clarus: heller Berg).

Burg Neu-Montclair aus der Vogelperspektive

Montclair

Der Berg Montclair diente bereits den Kelten als Zufluchtstätte. Später errichtete man im 12. Jhd. die Burg Alt-Montclair (Rekonstruktionszeichnung: https://www.burgrekonstruktion.de/rekonstruktionen/saarland/), die mit rund 900 m Länge eine der größten Burgen Deutschlands war. Von ihr sind nur geringe Reste erhalten (Rekonstruktionszeichnung: Das Foto zeigt die Ruine der Burg Neu-Montclair (15. Jh.; Burgmuseum und Burgeschenke. Webseite: www.burg-montclair.de).

20160515 Fähre Welles Saarschleife IMG 3296 by sebaso

Saar-Fähre Welles

Zur Burg Montclair gelangen wir mit der „Welles“, der letzten Saar-Fähre. Die Welles pendelt (außer montags) an der Südseite der Saarschleife. Von der Gäststätte im Alten Fährhaus führt der Vogellehrpfad zum Teufelsstein und weiter zum Aussichtspunkt Cloef (Infos zur Fähre: www.tourist-info.mettlach.de/de/saarschleife.html).

Alter Turm und Mosaik (Weltkarte des Lebens) im Park von Villeroy & Boch in Mettlach an der Saar

Mettlach

Direkt am Saarufer residiert der Keramikproduzent Villeroy & Boch; in dem barocken Klostergebäude (172880) der ehemaligen Abtei Mettlach lohnt das Erlebniszentrum Villeroy & Boch einen Besuch. Im benachbarten Park steht der sogenannte „Alte Turm“ (99094), der zu den bedeutendsten Bauwerken des Saarlandes zählt. Die achteckige Grabkirche für den Heiligen Liutwin wurde 99094 errichtet und hat  den Aachener Dom zum Vorbild. Daneben steht das Mosaik „Weltkarte des Lebens“ (Stefan Szczesny) und der 14 m hohe Erdgeist (André Heller). Die St. Joseph-Kapelle (1864) ist eine kleine Kopie der Sainte-Chapelle, die Teil des Weltkulturerbes „Seineufer von Paris“ ist. Bei Saarhölzbach passieren wir die Grenze vom Saarland nach Rheinland-Pfalz.

Kleine Saarschleife bei Hamm. Station am Saar-Radweg. Foto: SaarHunsrück02

Kleine Saarschleife

An der Lohmühle bei Taben führt der Saar-Radweg auf das andere Saarufer. Flussabwärts folgt die Kleine Saarschleife bei Hamm. Dieses Hamm ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Hamm weiter saarabwärts am Wiltinger Saarbogen. Das Foto zeigt die Saarschleife mit Blick nach Westen. Rechts im Hintergrund liegt die Staustufe Serrig.

Serrig Schleuse

Staustufe Serrig

Um die Schiffbarkeit der Saar zu gewährleisten, regulieren acht Staustufen den Wasserstand der Saar. Die Staustufe Serrig ist größte Fluß-Staustufe Deutschlands. Sie wurde 198186 errichtet und erzeugt einen Höhenunterschied von 14,5 m zwischen den Wasserpegeln. Die Staufstufe Serrig ist mit einer 190 m langen Schiffsschleuse und einer kürzeren Bootsschleuse sowie einem Wasserkraftwerk ausgestattet. Sie dient außerdem als Straßenbrücke.

Saarburg (Station am Saar-Radweg). Ansicht vom östlichen Ufer der Saar

Saarburg

Der Ort Saarburg (7.400 Einw.) wird überragt von der Ruine der Saarburg, die bereits 964 erstmal erwähnt wurde. Vom runden Bergfried hat man eine gute Aussicht auf das Saartal. Die Oberstadt gruppiert sich um den Buttermarkt, die Unterstadt am Saar-Ufer. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der 18 m hohe Wasserfall in der Altstadt und die Kirche St. Laurentius (185456).

Wiltinger Saarbogen

Wiltinger Saarbogen. Sehenswürdigkeit in der Nähe vom Saar-Radweg

Weitere 12 km flussabwärts erstreckt sich das 167 ha große Natuschutzgebiet Wiltinger Saarbogen. 1980 kürzte man zwischen Schoden und Hamm die Saarschleife durch einen Kanal ab. Der Ort Kanzem (Foto rechts) liegt nun auf einer Insel. Der Saar-Radweg führt am Kanal entlang, nicht am alten Ufer der Saar. Die Wiltinger Weinlage „Schwarzhofberg“ gilt als einer der bedeutendsten Weinberge Deutschlands. Auf 28,1 ha wächst Riesling; einen Teil lässt die „Hohe Domkirche“ (= Trierer Dom) bewirtschaften.

Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof. Hunsrueckdorf

Konz: Saarmündung

Bei Konz mündet die Saar in die Mosel. Hier fand man 1959 die Reste der sogenannten Kaiservilla (4. Jh.). Jüngeren Datums ist der Bunker Gartenlaube (1937), in dem das Westwallmuseum Konz untergebracht ist (Webseite: www.westwallmuseum-konz.de). Zu den Saar-Radweg Sehenswürdigkeiten zählt auch das Volkskunde- und Freilichtmuseum Roscheider Hof (Webseite: www.roscheiderhof.de). Im 22 ha großen Freilichtbereich stehen Häuser aus Hunsrück, Saar und Mosel mit Bauerngärten und einem Rosengarten.

UNESCO-Welterbe in der Nähe des Saar-Radwegs

Der Saar-Radweg trifft an der Saarmündung auf den Mosel-Radweg. Nach Westen gelangen wir zur Mosel-Quelle, vorbei am ehemaligen Welterbe-Kandidaten Villa Nennig. Noch weiter westwärts befindet sich das UNESCO-Weltkulturerbe „Altstadtviertel und Festungen von Luxemburg“. Ostwärts der Saarmündung liegt Trier mit den UNESCO-Weltkulturerbe „Römische Baudenkmäler, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier“.

Villa Nennig Mosaik

Römische Villa Nennig

Die Villa Nennig (1. 4. Jh. n. Chr.) war ein römischer Gutshof zwei Kilometer östlich des Moselufers; heute bildet der Fluss die Westgrenze zu Luxemburg. In Nennig befindet sich eines der besterhaltenen Mosaike aus römischer Zeit. Das Mosaik (3. Jh.) ist 15,65 m x 10,30 m groß und zeigt Kampfszenen in einer Arena. Von dem Gutshof sind Grundmauern erhalten, der Schutzbau über dem Mosaik ist neuzeitlich. 199396 stand die Villa auf der Tentativliste für das Weltkulturerbe.

Festung Luxemburg. Luxembourg Fortress from Adolphe Bridge 02 c67

Festung Luxemburg

Im kleinen Staat Luxemburg liegt eine Welterbestätte: Die Altstadt Luxemburg zählt mit den Festungsmauern, Forts und den Kasematten, die in den Fels geschlagen sind, seit 1994 zum Weltkulturerbe. Sie erinnern an das „Gibraltar des Nordens“, wie die Festung auch genannt wurde. Von den Gängen mit einer Länge von einst 23 km kann man einige Abschnitte besichtigen. Der französische Festungsbaumeister Vauban war auch für diese Festung tätig.

Trier Porta Nigra outside

Trier: Römische Baudenkmäler

In Trier zählen mehrere römische Bauwerke zum Weltkulturerbe, außerdem der Dom St. Peter und die gotische Liebfrauenkirche. Außerhalb, gegenüber der Saarmündung, steht die Igeler Säule, die ebenfalls Teil des Weltkulturerbes ist.

Mehr erfahren zum Weltkulturerbe „Römische Baudenkmäler, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier“.

Saar-Radweg Sehenswürdigkeiten: Anreise

  • Bahnhof beim Weltkulturerbe Völklinger Hütte: Bahnhof Völklingen
    • RE 1 (verkehrt zwischen Koblenz und Mannheim, Stationen u. a. in Trier und Saarbrücken),
    • RB 70, 71 (Saartal-Bahn)
  • ICE-Bahnhof: Saarbrücken, Homburg (Saar)
  • Autobahn: A1, A6, A8
  • Anschließende Radfernwege:
    • Mosel-Radweg
    • D-Route 5 (Saar-Mosel-Main)
  • Flughafen: Saarbrücken-Ensheim (in der Nähe des Saarlands: Zweibrücken und Hahn)