Johann Baptist Zimmermann: Maler der Wieskirche

Johann Baptist Zimmermann

Maler der Wieskirche

Johann Baptist Zimmermann (Wessobrunn, 1680; München, 1758) erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Benediktinerabtei Wessobrunn (sog. “Wessobrunner Schule”) – wie auch sein Bruder Dominikus, der als Baumeister und Stukkateur arbeitete. Die Gebrüder Zimmermann haben noch weitere Kirchen errichtet bzw. ausgemalt:

  • Klosterkirche Maria Medingen (Bau: 1717-1719; Malereien: 1719-1722): Erstlingswerk
  • Wallfahrtskirche Steinhausen (Bau: 1728-1729, Malereien: 1731-1733): angeblich die „schönste Dorfkirche der Welt“ (Siehe Fotos.).
  • Amalienburg im Schlosspark Nymphenburg (1734-1739, Architekt: François Cuvilliés): Stuck und Malereien von Johann Baptist.

Kölner Dom. Baugeschichte (kurz): 10 wichtige Daten

Kölner Dom. Baugeschichte (kurz): die 10 wichtigsten Daten

Kölner Dom (Flight over Cologne); UNESCO-Weltkulturerbe

Baugeschichte des Kölner Doms. Überblick

Die Baugeschichte des Kölner Doms lässt sich in vier Abschnitte unterteilen:

  1. Baubeginn und Errichtung erster Bauteile: 1248 bis etwa 1560 (312 Jahre)
  2. Einstellung der Bauarbeiten und Unterbrechung: 1560 bis 1842 (282 Jahre)
  3. Wiederaufnahme der Bauarbeiten und Fertigstellung: 1842 bis 1880 (38 Jahre)
  4. Erhaltungsmaßnahmen: ab 1880 (offener Zeitraum)

Mit über sechshundert Jahren zwischen Grundsteinlegung und Vollendung und 310 Jahren reiner Bauzeit zählt der Kölner Dom weltweit zu den Gebäuden mit der längsten Bauzeit. Ein Überblick über die wichtigsten Daten der Baugeschichte des Kölner Doms (mit dem Schwerpunkt UNESCO-Welterbe):

Vorgeschichte: das römische Köln

Köln zur Römerzeit: Colonia Ara Agrippinensium (beschriftete Rekonstruktionszeichnung). Pfeil: Prätorium. Roman Cologne, reconstruction, praetorium

Colonia Claudia Ara Agrippinensium

In der römischen Siedlung Colonia Claudia Ara Agrippinensium, die 50 n. Chr. zur Stadt erhoben wurde, gab es bereits frühchristliche Kirchen. Die Stelle des Kölner Doms befindet sich in der Nordostecke der Römerstadt (in der Rekonstruktionszteichnung: „Erste Bischofskirche“).

Die 10 wichtigsten Daten der Geschichte des Kölner Doms

Alter Dom Köln nach Boisserée

873: Weihe des Vorgängerdoms (Alter Dom, Hildebold-Dom)

Um 850 begann man an der Stelle des heutigen Doms mit dem Bau einer romanischen Kirche, die 873 geweiht wurde. Es handelte sich um eine dreischiffige Basilika mit zwei Chören (im Westen und Osten) und zwei Querschiffen. Der Hildebold-Dom hatte zwei Chorflankentürme im Westen und zwei niedrige Vierungstürme.

Dreikönigenschrein im Kölner Dom, Driekoningenschrijn in de dom van Keulen (Duitsland)

1164 Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln

Nach der Eroberung Mailands schenkt Kaiser Friedrich Barbarossa seinem Kanzler, dem Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Sie werden im Alten Dom, dem Vorgängerbau des heutigen Doms, ausgestellt. Köln wird zu einem bedeutenden europäischen Pilgerzentrum.

Fassadenplan F vom Kölner Dom

1248: Grundsteinlegung

Am 15. August 1248 legt Erzbischof Konrad von Hochstaden den Grundstein für den Dom. Er soll nach den Plänen von Meister Gerhard die größte Kirche Europas werden. Vorbild für den Grundriss ist die Kathedrale von Amiens. Die Finanzierung erfolgt durch Spenden.

Die Originalpläne für die Westfassade haben sich erhalten (siehe Foto links). Sie sind  ca 1,00 m x 4,12 m groß.

Kathedrale von Beauvais: Gotischer Chor und romanische Vorgängerkirche. Cathédrale Saint-Pierre de Beauvais1

1322: Weihe des Chors

Der fertiggestellte Chor wird am 27. September 1322 geweiht. Eine große Wand schließt den Chor nach Westen ab. In den Folgejahren baut man an den Seitenschiffen und dem Südturm.

Einen guten Eindruck von der damaligen Situation bietet die Bauruine der Kathedrale von Beauvais: Der romanische Vorgängerbau steht noch, im Osten erhebt sich der riesige Chor. Im Unterschied zu Köln wurde Beauvais niemals vollendet.

POPPEL(1852) p457 DER DOM IN CÖLN

ab 1527: Baustopp

Die Unzufriedenheit mit der Kirche lässt die Spendenbereitschaft sinken, sodass die Bauarbeiten eingestellt werden müssen. Der Baukran auf dem Südturm wird zum Symbol der Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Bauarbeiten.

Kölner Dom von Südosten. Chor mit Turmstumpf, dazwischen Langhaus als Baustelle (um 1855)

1842: Wiederaufnahme der Bauarbeiten

Gründung des Zentral-Dombau-Vereins, der sich um die Finanzierung der Bauarbeiten kümmert. Die Wiederaufnahme der Bauarbeiten erfolgt am 4. September 1842. Auch der der (protestantische) preußische König beteiligt sich an der Finanzierung.

Kölner Dom im Jahr 1878. Dom van Keulen tijdens de bouw Kölner domen 1878 (titel op object). Baugeschichte des Kölner Doms

1880: Vollendung des Kölner Doms

Am 15. Oktober 1880 feiert man die Fertigstellung des Doms in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. Viele Katholiken – Domkapitel und Kölner Bürger*innen – bleiben fern.

Kölner Dom und Innenstadt im Jahr 1944. Cologne-and-Cathedral-1944 (Baugeschichte Kölner Dom)

1943–45: Beschädigung im 2. Weltkrieg

Über 70 Bomben treffen den Dom: 13 Gewölbe stürzen ein, der Nordturm droht zu kollabieren. In der Nachkriegszeit beseitigt man die Schäden, u. a. baut man eine Ziegelsteinplombe am Nordturm ein, die 2005 gegen Bedenken der Denkmalbehörden ersetzt wird.

Gedenktafel für die Aufnahme des Kölner Doms in die Liste des UNESCO-Welterbes

1996: UNESCO-Welterbe

Die UNESCO erklärt den Kölner Dom zum Weltkulturerbe. 2008 erfolgte eine geringfügige Erweiterung.

Nachtrag: 2021 erklärte die UNESCO das Gebiet innerhalb der römischen Stadtmauer zusammen mit anderen Zonen zum UNESCO-Weltkulturerbe Niedergermanischer Limes„. Der Kölner Dom ist also eine UNESCO-Welterbestätte, die zusätzlich Teil einer (transnationalen) UNESCO-Welterbestätte ist.

Koelner Dom Ostblick

2004-06: Kölner Dom auf der Roten Liste

Als Reaktion auf ein geplantes Hochhausviertel am gegenüberliegenden rechten Rheinufer setzt die UNESCO den Kölner Dom auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Nach Änderung der Bebauungspläne nimmt die UNESCO den Dom 2006 von der Liste.

 

Kölner Dom besuchen

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Köln: Geführte Highlights Tour mit einem lokalen Guide

  • Preis: ab 14,00 €/Person
  • Dauer: ca. 1,5 h
  • Treffpunkt: Kreuzblume vor dem Kölner Dom
  • Tour-Anbieter: KölnTourismus

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  • Preis: ab 169,00 €/Gruppe (max. 9 Personen)
  • Dauer: ca. 2 h
  • Treffpunkt: Kreuzblume vor dem Kölner Dom
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Öffnungszeiten Naumburger Dom (2020)

Naumburger Dom: Öffnungszeiten

Naumburger Dom Ostseite

Wann hat der Naumburger Dom geöffnet? Wann finden im Naumburger Dom Gottesdienste statt? Hier gibt es die Antworten.

Reguläre Öffnungszeiten

Monat

Tag

Stunde

März – Oktober

Montag – Samstag

09.00 – 18.00

Sonntag, kirchl.Feiertag

11.00 – 18.00

November – Februar

Montag – Samstag

10.00 – 16.00

Sonntag, kirchl.Feiertag

12.00 – 16.00

Sonderöffnungszeiten

Monat

Tag

Stunde

Dezember

24.12.

09.00 – 12.00

Dezember

31.12.

09.00 – 14.00

An beiden Tagen finden Führungen statt.

Gottesdienste

Sonntags von 10.00 – 12.00 Uhr.

Mittagsgebet (Juni – September): 12.00 – 12.30 Uhr.

Informationen zum UNESCO-Weltkulturerbe Naumburger Dom

Für Infos zum UNESCO-Weltkulturerbe Naumburger Dom (Fotos, Text, Grundriss) hier klicken:

Öffnungszeiten Naumburger Dom

Naumburger Dom: Öffnungszeiten

Reguläre Öffnungszeiten

Monat

Tag

Stunde

März – Oktober

Montag – Samstag

09.00 – 18.00

Sonntag, kirchl.Feiertag

11.00 – 18.00

November – Februar

Montag – Samstag

10.00 – 16.00

Sonntag, kirchl.Feiertag

12.00 – 16.00

Sonderöffnungszeiten

Monat

Tag

Stunde

Dezember

24.12.

09.00 – 12.00

Dezember

31.12.

09.00 – 14.00

An beiden Tagen finden Führungen statt.

Gottesdienste

Sonntags von 10.00 – 12.00 Uhr.

Mittagsgebet (Juni – September): 12.00 – 12.30 Uhr.

Messel Sehenswürdigkeiten (Übersicht und Empfehlung)

Messel: Sehenswürdigkeiten und Empfehlungen

Bärlauchblüte, NSG Silzwiesen von Darmstadt-Arheilgen

Messel Sehenswürdigkeiten. Überblick

Im südhessischen Messel (4.270 Einw.) befindet sich eine von nur drei UNESCO-Weltnaturerbestätten in Deutschland: die Grube Messel. Es gibt aber noch mehr zu entdecken:

Messel liegt in einem großen Waldgebiet. Zur Großstadt Darmstadt sind es nur neun Kilometer. Wer gerne im Wald spazieren geht oder fährt, kann bei Messel Sehenswürdigkeiten besuchen, ohne den Wald zu verlassen. Vor allem im Sommer eine schattige und kühle Alternative zur Hitze unter glühender Sonne. 

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen:

  • UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel und das Fossilienmuseum
  • UNESCO-Global Geopark „Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald„. Messel liegt am Nordrand des Geoparks. Empfehlenswert ist ein Besuch im Jagdschloss Kranichstein (Siehe unten.).

Karte Messel und Umgebung

Messel Sehenswürdigkeiten

  • Fossilien- und Heimatmuseum; Relikte der Gruben-Industrie (z. B. Grubenbahn)
  • Ortstypische Bebauung: Fachwerkhäuser, z.T. mit Holzschindelverkleidung  (Fränkische Hofanlage)
  • Öffentliche Gebäude: Rathaus; Kirchen St. Bonifatius, Evangelische Kirche; Schulgebäude, Forsthäuser (Messeler Falltorhaus)
  • Besondere Gebäude: Arheiliger Pforte 
  • Hauptstraßen: Bahnhofstraße und Hanauer Straße durchziehen den Ort von Süd nach Norden; die Darmstädter Straße war die wichtigste Straße nach Westen zur benachbarten Großstadt.
  • Hauptplätze: Rathausplatz.
  • UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel (u. a. Grube, Besucherzentrum)
  • Gewässer:
    • Fließgewässer: Fluß Silz, Hahnenwiesenbach;
    • Stehende Gewässer: Grube Prinz von Preußen (Badesee), Ernst-Ludwig-Teich (aufgestauter Waldsee)
  • Flora: Wald um Messel (FFH-Gebiet „Kranichsteiner Wald“ westlich von Messel), Waldlichtungen (Waldwiesen: Silzwiesen, Scheftheimer Wiesen, Neuwiese)
  • Landschaften: Messeler Hügelland (höchste Erhebung: Mainzer Berg)
  • Wild, Fisch aus dem Wald bei Messel.

Zu den hessischen Spezialitäten mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) oder geschützer Ursprungsbezeichnung (g.U.) zählen:

  • Speisen:
    • Käse: Hessischer Handkäse g.g.A.; Odenwälder Frühstückskäse g.g.A.
    • Frankfurter Grüne Sauce: Kalte Kräutersauce zu Kartoffeln und Fleisch oder Fisch.
  • Getränke:
    • Hessischer Apfelwein: Wein aus Äpfeln.
    • Die nächstgelegene Weinanbaugebieten sind Hessische Bergstraße (südlich von Darmstadt) und Franken (östlich).

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Messel führt die Welterbetour Messel.

Sehenswürdigkeiten, die nicht auf der Route liegen, sind im Folgenden aufgeführt. Sie sind nicht weniger sehenswürdig, sondern liegen lediglich weiter außerhalb. 

Sehenswürdigkeiten bei Messel

Es ist einfach, auch außerhalb von Messel Sehenswürdigkeiten zu entdecken: Südwestlich von Messel liegt Darmstadt mit dem Jugenstilensemble Mathildenhöhe oder dem Hessischen Landesmuseum. Auf dem Weg dorthin passiert man das Jagdschloss Kranichstein.

Jagdschloss Kranichstein

Jagdschloss Kranichstein (Sehenswürdigkeit bei Messel und Darmstadt)

Nordöstlich von Darmstadt liegt am Waldrand das Jagdschloss Kranichstein, erbaut 1578-80. Auftraggeber war Landgraf Georg I., der Baumeister hieß Jakob Kesselhuth. Das Renaissance-Schloss ist ein frühes und gut erhaltenes Beispiel einer Dreiflügelanlage. Sehenswert ist der Park mit mehreren Parkbauten.

  • Hotel Jagdschloss Kranichstein ist ein exklusives 4-Sterne-Hotel in ruhiger Lage.
  • Gut essen kann man im Restaurant Café Kavaliersbau; laut Michelin „eine Küche mit guter Qualität.“ (Quelle: https://www.viamichelin.de/web/Suchen_Restaurants/Darmstadt_Kranichstein-64289-Kavaliersbau-9hylvgmm (nicht mehr aktueller Link))
  • Das Museum Jagdschloss Kranichstein informiert über das Schloss und die Jagd. Außerdem finden zahlreiche Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene zum Thema Wald statt, z. B. eine Falknervorführung oder Workshops.
  • Das Bioversum Kranichstein im 112 Meter langen Jagdzeughaus ist ein Naturmuseum, das u. a. über Buchenwald informiert und Führungen in den Wald anbietet.

Adresse: Jagdschloss Kranichstein, Kranichsteiner Straße 261, 64289 Darmstadt
Telefon: 06151 971118-88
Fax: 06151 971118-89
E-Mail: anfrage@jagdschloss-kranichstein.de
Webseite: jagdschloss-kranichstein.de

Waldwiesen

07-Scheftheimer Wiesen, Blick Richtung Osten, mittig vom parallelen Waldweg

Im Wald um Messel gibt es mehrere größere und kleinere Waldwiesen (Einige liegen außerhalb der Gemarkung.). Zu den größeren Wiesen zählen (im Uhrzeigersinn):

  • Naturschutzgebiet „Scheftheimer Wiesen“ (166 ha, südwestlich von Messel). Am Südrand befindet sich die Menhiranlage „Hirtenwiese“ (bzw. Menhiranlage von Darmstadt). 14 Felsbrocken bilden eine Steinkreisanlage, die in der Jungsteinzeit angelegt wurde (Siehe Foto unten links.).
  • Naturschutzgebiet „Silzwiesen von Darmstadt-Arheiligen“ (66 ha, westlich).
  • Naturschutzgebiet „Im Mörsbacher Grund von Darmstadt-Arheiligen“ (68 ha, westlich)
  • Naturschutzgebiet „Hegbachaue bei Messel“ (228 ha, nordwestlich). im Schutzgebiet liegt ein Waldsee, der Ernst-Ludwig-Teich (1,5 ha), benannt nach dem hessischen Landgrafen (Siehe Foto unten rechts.).
  • Neuwiese und Wald nordöstlich von Messel“ (mit Wald: 308 ha, östlich)
Menhire 1 (2015)
Ernst Ludwigsteich Bild II

Mainzer Berg (Moret)

Mainzer Berg (Dieburg)

Der Mainzer Berg ist mit 227 Metern die höchste Erhebung im Messeler Hügelland. Er liegt bereits auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Dieburg.

Auf dem Mainzer Berg befindet sich das Naturfreundehaus „Moret“, das neben der Gastwirtschaft auch Übernachtungen anbietet (Mehr Infos unter naturfreunde-dieburg.de). Westlich des Natufreundehauses liegt der Steinbruch „Mainzer Berg“. Nordöstlich steht ein 90,5 m hoher Funkturm. Die Lichtung im Norden ist ein Ski- und Rodelhang, der von 1972-84 sogar einen Liftbetrieb hatte.

Grube Prinz von Hessen (Waldbadesee)

Grube Prinz von Hessen 1924

Die Grube Messel ist nicht die einzige Grube im Wald bei Messel. Südwestlich liegt die Grube Prinz von Hessen. Sie wurde 1909 bis 1924 ausgebeutet (Siehe Foto.). Sie ist inzwischen geflutet und dient im Sommer als Badesee mit FKK-Bereich, ansonsten als Fischteich. Die Wasserqualität ist sehr gut. Mehr Infos (u. a. Fotos, aktuelle Wasserqualität) bietet das Hessische Landesamt für Naturschutz unter (badeseen.hlnug.de. Weitere Infos unter www.seen.de).

Anfahrt (Auto: Parkplatz „Grube Prinz von Hessen“. Bus: Haltestelle: „Grube Prinz von Hessen“)

Muenster Ammo Depot (Munitionsdepot Breitefeld)

Es gibt im Wald östlich von Messel Sehenswürdigkeiten der besonderen Art, nämlich das Munitionsdepot Breitefeld. Es besteht aus zwei Bereichen:

  • das Munitionsdepot, ein 280 Hektar großes Waldstück mit zahlreichen Einzelbunkern.
  • dem Kasernenbereich im Osten (20 ha).

Die Luftwaffe gründete hier die „Lufthauptmunitionsanstalt Dieburg“, die aus zahlreichen Bunkern sowie Wohngebäuden bestand. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die US-Army das Gelände. Im „Muenster Ammo Depot“ lagerten bis 1991 Sonderwaffen – nämlich Atomsprengköpfe. Zu Beginn der 80er Jahre richtete man innerhalb des Depots ein Special Wepaons Depot ein, das besonders gesichert war.

Große Teile des Geländes sind munitionsverseucht und nicht zugänglich. 2014 erklärte man das Waldstück zum Naturschutzgebiet „Laubwälder am Mun-Depot“. Hier lebt die Fledermausart Großes Mausohr.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Darmstadt-Gaststätte-Einsiedel

Südlich der Grube Messel erstreckt sich an der Dieburger Straße ein stattliches Gebäude. Es wurde 1908 als Hotel errichtet.(1) Heute dient es als Eventlocation für Geburtstage, Hochzeiten oder Seminare (Adresse: Dieburger Str. 263, 64287 Darmstadt. Webseite: www.einsiedel-events.de)

Darmstadt war, wie viele andere Städte auch, von einer Landwehr umgeben. Im 14. Jahrhundert legten die Grafen von Katzenelnbogen die Landwehr an.

  • Rekonstruktion Alte Landwehr. Südlich der Grube Prinz von Hessen rekonstruierte man 1987 einen Abschnitt der denkmalgeschützten „Alten Landwehr“ Darmstadt. Die Rekonstruktion besteht aus Wall und Graben.
  • Eichengalerie. Dieses Naturdenkmal besteht u. a. aus Eichenbäumen, die man vor rund 300 Jahren entlang der Darmstädter Gemarkung angepflanzt hat (Siehe Foto.).

Darmstadt-Eichengalerie

(1): Quelle: https://www.darmstadt-stadtlexikon.de/h/hotels.html. Im Wikipedia-Artikel heißt es, das Gebäude sei 1910 durch Großherzog Ernst Ludwig errichtet worden.