Opernhaus Bayreuth

Markgräfliches Hoftheater als Weltkulturerbe

Welterbe Bayreuth

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth, UNESCO-Weltkulturerbe seit 2012, besitzt ein prächtiges Logentheater, das vollständig erhalten ist. Mitten im Zentrum der Residenz Bayreuth ließ Markgräfin Wilhelmine (1709-58) das Hoftheater 1745 bis 1750 errichten.

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Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth

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Markgräfliches Opernhaus in Bayreuth: 49.944340, 11.578420

Bayreuther Rokoko und Saint-Pierre

Orangerie Bayreuth

Architekt war Joseph Saint-Pierre (1709-54), der bedeutende Schlossbauten des Bayreuther Rokoko schuf, z. B. das Neue Schloss in Bayreuth oder – östlich der Stadt gelegen – das Neue Schloss im Park der Eremitage (Siehe Bild.). Der zentrale Sonnentempel ist von zwei Arkadentrakten flankiert. Auf dem Tempeldach steht eine Quadriga mit Apoll, der eine Fackel trägt. Die Original-Quadriga von Pedrozzi wurde 1758 entfernt. Erst zweihundert Jahre später, 1969, installierte man eine zweite Quadriga.

Die steinerne Hülle

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth. Frontseite
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth. Rückseite

Das Opernhaus besteht aus zwei voneinander unabhängigen Häusern:

  • einer steinernen Hülle mit Dach,
  • einem Fachwerkhaus im Inneren des Steinhauses.

Die Logen sind an dem Fachwerkbau befestigt. Die Holzoberflächen hat man mehrmals gestrichen, in den 1960er Jahren u. a. mit dem Insektizid Lindan. Diese Anstriche wurden bei der Sanierung 2012-18 weitgehend entfernt – durch Restaurator*innen in Schutzanzügen (Mehr Infos Link). Die neue Klimaanlage sorgt für einen ausreichenden Luftaustausch und ein Raumklima, das die Holzkonstruktion schützt. 

Der Logeneinbau und die Bibienas

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth. Darstellung des Innenraums, Blick von der Bühne auf die Logen. (Gustav Bauernfeind, 1879)

Giuseppe Galli da Bibiena.jpg
Giuseppe da Bibiena Gemeinfrei, Link

Im Unterschied zu vielen anderen Theatern, die die dem Feuer zum Opfer fielen, hat sich der hölzerne Logeneinbau von Giuseppe (1696-1757) und Carlo da Bibiena (1728-87) vollständig erhalten.

View of a Theater (Bayreuth)- Exterior Elevation of the Facade; Central Portal Surmounted by Royal Crown MET DP-13489-001
Views of a Theater (Bayreuth)- Interior Elevation of the Theater Showing Royal Box MET DP820192

Im New Yorker Metropolitan Museum of Art befinden sich mehrere Zeichnungen Giuseppe da Bibienas. Die Darstellungen haben Ähnlichkeiten mit dem Bayreuther Opernhaus.

Das Opernhaus als Filmkulisse - Farinelli

Welchen Eindruck hatten die Zeitgenossen des Rokoko?  Der Film „Farinelli“ (1994), der dem Leben des Kastratensängers Farinelli (1705-82) gewidmet ist, spielt u. a. im Markgräflichen Opernhaus. Fraglich ist, ob der Innenraum im Rokoko auch so hell ausgeleuchtet war. 

Opernhaus Bayreuth: Informationen für Besucher*innen

Öffnungszeiten

MonatTagUhrzeit
01. April – 30. Septembertäglich09:00 bis 18:00 Uhr
01. Oktober – 30. Märztäglich10:00 bis 16:00 Uhr

Einlasszeiten im 45-Minutentakt. Geschlossen: 01. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember.

Eintritt

KategorieEintritt
Erwachsene8,- €
ermäßigt7,- €
Kombikarte (Markgräfliches Opernhaus & Neues Schloss12,- €
Kombikarte reduziert10,- €
Gesamtkarte „Die Welt der Wilhelmine“18,- €
Gesamtkarte reduziert16,- €
Gruppe (pro Person)7,- €

Führungen

Im Markgräflichen Opernhaus finden keine regelmäßigen Führungen statt.

Spielzeiten

Informationen zu Veranstaltungen im Opernhaus bietet die Webseite auftakt.bayreuth.de.

Kontakt

AdresseMarkgräfliches Opernhaus, Opernstraße 14, 95444 Bayreuth
E-Mail
Telefon0921-75969-22
Fax0921-75969-32

 

Das Markgräfliche Opernhaus ist im Besitz der Bayerischen Schlösserverwaltung:

Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth-Eremitage
Ludwigstraße 21, 95444 Bayreuth

E-Mailpoststelle@bsv.bayern.de
Telefon0921 – 75969-0
Fax0921-75969-15

Literatur

Pfeil, Mathias: Markgräfliches Opernhaus Bayreuth: vom  UNESCO Welterbe zur baulichen Sanierung – das Opernhaus im Umbruch. In: ICOSMOS (Hrsg.): UNESCO-Welterbe in Deutschland und Mitteleuropa. Bilanz und Perspektiven. Hefte des Deutschen Nationalkomitees LVII, Bäßler Verlag, Berlin 2013, S. 61-68. Heft: Link; Artikel: Link