Wartburg

Weltkulturerbe in Thüringen

Eisenach Germany Wartburg-Castle-from-access-road-01

Die Wartburg, UNESCO-Weltkulturerbe seit 1999, erhebt sich oberhalb der Stadt Eisenach in Thüringen. Ludwig der Springer ließ die Burg um 1067 erbauen. Aus dem Mittelalter haben sich erhalten der Palas („Landgrafenhaus“, um 1150, Bildmitte) und der Südturm (links). Große Teil der Burg stammen aus dem 19. Jahrhundert, darunter der Bergfried (rechts) und der Festsaal im Obergeschoss des Palas. Die Wartburg war mehrfach Schauplatz der Geschichte.

Adresse Wartburg-Stiftung
  Auf der Wartburg 1
  99817 Eisenach
E-Mail info@wartburg.de
Telefon 03691 250-0 
Fax 03691 250-242

 

KML-LogoFullscreen-LogoGeoRSS-Logo
Wartburg

Karte wird geladen - bitte warten...

Wartburg: 50.966130, 10.306656
marker icon
icon-car.png Fullscreen-Logo KML-Logo
Wartburg
Eisenach Thüringen, Deutschland

Wartburg - Grundriss der Burg

00 Wartburg Burgplan

Die Zufahrt (1) führt –  vorbei an der Schanze (2) – über die Zugbrücke (3) durch das Torhaus (4) in den:

  • Ersten Burghof (7) mit Ritterhaus (5), Vogtei (6) und Margarethengang (8):

Durch das innere Torhaus (9) gelangt man in den

  • Zweiten Burghof (16) mit Bergfried (12), Palas (13) und Gadem (15).

Den Abschluss markiert der Südturm (17).

(1) Zufahrt, (2) Schanze, (3) Zugbrücke, (4) Torhaus, (5) Ritterhaus, (6) Vogtei und erster Burghof, (7) Margarethengang, (8) Dirnitz, (9) (inneres) Torhaus, (10) Neue Kemenate, (11) Treppenhaus, (12) Bergfried, (13) Palas, (14) Ritterbad, (15) Gadem, (16) zweiter Burghof mit Zisterne, (17) Südturm, (18) südliche Wehrmauer, (19) Küchengarten, (20) Kommandantengarten, (21) Elisabethengang, (22) Hotel auf der Wartburg (Nummerierung und Nummerierungstext: Metilsteiner [CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)]

Rundgang durch die Wartburg

Schanze

04 Wartburg Torhaus1 Wehrgang

Von der Schanze hat man einen guten Blick auf die Wartburg. Rechts führt die Zugbrücke zum Torhaus. Ein Wehrgang aus Fachwerk erstreckt sich entlang des Ersten Burghofs. 

Erster Burghof

21 Wartburg Erster Burghof Elisabethengang

Dieser Fachwerkkorridor führt vom Torhaus zum Palas. Er heißt „Elisabethengang“ und ist benannt nach Elisabeth von Thüringen (1207-31). Sie war eine ungarische Prinzessin, die auf der Burg wohnte und für ihre Nächstenliebe gegenüber Armen bekannt ist. 

Zweiter Burghof

Eisenach Wartburg 18

Den Zweiten Burghof, der nach Süden hin abfällt, dominieren der romanische Palas und der Bergfried. Es handelt sich nicht um den originalen Bergfried, sondern um eine Rekonstruktion des 19. Jahrhunderts (erbaut 1853-59). Der Architekt war Hugo von Ritgen.

Südturm, Gadem und Zisterne

Eisenach Wartburg 17
Wartburg Brunnen

Der Gadem entstand während des Wiederaufbaus der Wartburg im 19. Jahrhundert auf einem alten Kellergewölbe der Burgküche, an das sich das Brauhaus anschloss. Der Südturm hat sich aus dem Mittelalter erhalten, ebenso Teile der südlichen Mauer. Vom Südturm hat man einen guten Blick in den Burghof mit der Zisterne.

Wartburg: Schauplatz bedeutender Ereignisse

Die Wartburg war alltäglicher Wohn- und Arbeitsplatz, z. B. für Elisabeth von Thüringen. Darüber hinaus war die Burg Schauplatz historisch bedeutsamer Ereignisse: der Sängerkrieg, Luthers Bibelübersetzung sowie die Wartburgfeste.

Sängerkrieg auf der Wartburg

Moritz von Schwind: Sängerstreit auf der Wartburg. Fresko (1854) im Sängersaal der Wartburg.

Der sogenannte „Sängerkrieg“ ist ein angeblicher Wettkampf zwischen Minnesängern, an dem auch Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide teilgenommen haben sollen. An den sagenhaften Wettstreit erinnert der Sängersaal mit dem Fresko von Moritz von Schwind (1854). Die Inschrift nennt als Datum des Sängerstreits den 12. Juli 1207, den „Geburtstag der Heil. Elisabeth“.

Luthers Bibelübersetzung

Eisenach Wartburg Innen Lutherstube 4

Martin Luther lebte 1521-22 für zehn Monate auf der Wartburg. Sein Aufenthalt war nicht freiwillig: In Worms hatte Kaiser Karl V. die Reichsacht über Luther verhängt. Der sächsische Kurfürst Friedrich ließ Luther zu dessen Schutz auf die Wartburg entführen, wo er sich „Junker Jörg“ nannte und sein Aussehen änderte. In der Lutherstube übersetzte er das Neue Testament ins Deutsche.

Wartburgfest 1817

Wartburg demonstration 1817

Buecherverbrennung Wartburg

Am 18. Oktober 1817 trafen sich rund 500 Studenten und Professoren erstmals zu einem Wartburgfest, um an Luther und die Völkerschlacht bei Leipzig zu erinnern. Sie protestierten gegen die damalige Kleinstaaterei und für ein vereinigtes Deutschland.

In der Folge fanden mehrere Wartburgfeste statt, bei denen es auch zu Bücherverbrennungen kam (Siehe Bild oben.). Man beachte die fast identische Darstellung der Wartburg auf beiden Bildern.

Wartburg-Gasthof

Wartburg Gasthof fd

Der Wartburg-Gasthof (1912-14) wurde nach den Plänen von Bodo Ebhardt unterhalb des Torhauses erbaut. Er dient bis heute als Hotel.

UNESCO-Weltkulturerbe Wartburg

Wartburg: Informationen für Besucher*innen

Öffnungszeiten (Außengelände der Wartburg)

Monat Tag Uhrzeit
01. November bis 31. März täglich 09:00 – 17:00 Uhr
01. April – 30. Oktober täglich 08:30 – 20:00 Uhr

Führungen

Monat Tag Uhrzeit
01. November – 31. März täglich 09:00 – 15:30 Uhr
01. April  – 30. Oktober täglich 08:30 – 17:00 Uhr

Ausnahmen: Letzte Führung 24. Dezember: 11:00 Uhr; 31. Dezember: 14:00 Uhr.

Familienführungen täglich um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr (kindgrerecht, Dauer: 1 h).

Englischsprachige Führungen täglich um 13:30 Uhr.

Preise

Erwachsene, Senior*Innen 12,00 €
Schwerbehinderte, ALG II 8,00 €
Azubis, FSJ, Studierende (bis 27) 8,00 €
Schüler*Innen 5,00 €
Kinder unter 6 Jahren 0,00 €
 
Gruppen (ab 15 Personen), pro Person 10,00 €
Familienkarte 29,00 €
Fotoerlaubnis (ohne Blitz und Stativ) 2,00 €