UNESCO-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe

Die Herkulesarbeit von Kassel

UNESCO-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe bei Kassel: Kaskaden

Der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel ist eine Seltenheit unter den Parkanlagen: Er liegt nicht in der Ebene, sondern zieht sich am Hang des Karlsbergs bis zur Spitze mit dem Herkules. Eine besondere Attraktion sind die Kasseler Wasserspiele, die im Sommer stattfinden.

  • Auf dem Berg befinden sich der Herkules, Stauseen und das Besucherzentrum Herkules.
  • Am Berghang führen die Kaskaden ins Tal, ein Wegnetz verbindet die Parkbauten, z. B. die Löwenburg.
  • Im Tal stehen Schloss Wilhelmshöhe mit der Großen Fontäne sowie das Besucherzentrum Wilhelmshöhe.
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Bergpark Wilhelmshöhe

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Herkules: 51.316099, 9.393209
Schloss Wilhelmshöhe: 51.314949, 9.415997

Herkules und Riesenschloss

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Auf der Bergspitze errichtete man ab 1701 das sogenannte „Riesenschloss„. Es handelt sich dabei um ein Oktogon mit einer aufgesetzten Pyramide. Auf deren Spitze steht der  Herkules und schaut ins Tal hinab. Er ist riesenhaft, nämlich 8,25 m groß, kupfergrün und hohl. Das gesamte Bauwerk ist rund 70,5 m hoch.

Während des Jahres sammelt man Wasser in Speicherseen auf dem Berg. Im Sommer lässt man mehrmals im Monat einen Teil des Wassers ab, bis die Speicherseen erschöpft sind.  Seit über 300 Jahren hat sich an dem Beflutungsprinzip nichts geändert. 

Kaskaden im Bergpark

Kassel-Wilhelmshöhe - Vertical Panorama from Herkules' point of view

Von der Bergspitze fließt im Sommer Wasser vom Riesenkopfbecken über Kaskaden talwärts zum Neptunbecken, passiert den Steinhöfer Wasserfall und die Teufelsbrücke, stürzt von einem Aquädukt hinab und endet in der Großen Fontäne bei Schloss Wilhelmshöhe (Video).

Löwenburg und die Parkbauten

Löwenburg im Berpark Wilhelmshöhe bei Kassel (UNESCO-Weltkulturerbe)

In dem Bergpark befinden sich zahlreiche sehenswerte Parkbauten, z. B. die Ruine der Löwenburg (1793-1800). Sie ist ein frühes Beispiel der Neugotik. Heinrich Jussow plante die Löwenburg als Ruine mit verfallenen Türmen und Gemäuern. Der durch Bombentreffer beschädigte Bergfried wird bis 2022 wiederaufgebaut. Das Foto oben zeigt links die Burgkapelle, im Hintergrund der Treppenturm, an dem sich der Bergfried anschloss.

Pagode im Bergpark Wilhelmshöhe

In dem „chinesischen Dorf“ Mou-lang steht eine kleine Pagode (1776-82). Von den einst 21 Gebäuden haben sich noch 13 erhalten.

Jussow-Tempel im Bergpark Wilhelmshöhe

Dem Architekten der Löwenburg, Heinrich Jussow, ist der „Jussow-Tempel“ (1817-18) gewidmet. In der Nähe standen außerdem eine Moschee und eine kleine Windmühle.

Cestius-Pyramide im Bergpark

Andere Parkbauten sind die Eremitage des Sokrates (um 1775) oder die Cestius-Pyramide (um 1775).

Schloss Wilhelmshöhe

Schloss Wilhelmshöhe im Bergpark Wilhelmshöhe bei Kassel

Am Fuß des Bergparks liegt Schloss Wilhelmshöhe (1786-97). Schloss Wilhelmshöhe besteht aus drei Flügeln:

  • Weißensteinflügel und Kirchflügel sind ein Werk des Architekten Simon Louis de Ry (1726-99).
  • Der Mitteltrakt wurde nach Plänen von Heinrich Christoph Jussow (1754-1825) erbaut.
  • Die gebogenen Zwischenbauten verbinden die drei Flügel. Sie wurden ab 1811 einstöckig erbaut und später aufgestockt.

1807 – 13 residierte Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte als „König Lustik“ in dem Schloss. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt. Nur im Weißensteinflügel hat sich die Ausstattung originalgetreu erhalten; dort befindet sich das Schlossmuseum. Im Mitteltrakt sind zwei sehenswerte Sammlungen ausgestellt:

  • die Gemäldegalerie Alte Meister (u. a. mit Werken von Dürer, Rembrandt, Rubens, Tizian),
  • die Antikensammlung (antike Skulpturen und Münzen).

Rembrandt: Der Jakobsegen (1656)

Rembrandt van Rijn - Jacob blessing Ephraim and Manasseh (Gemäldegalerie Alte Meister Kassel)

Tizian: Bildnis eines Feldherrn (um 1550)

Tizian 119

Rubens: Venus, Amor, Bacchus & Ceres (1613)

Peter Paul Rubens - Venus, Cupid, Baccchus and Ceres - WGA20283

Dürer: Bildnis der Elsbeth Tucher (1499)

Albrecht Dürer 073

Bergpark Wilhelmshöhe: Informationen für Besucher*innen

Besucherzentrum Herkules

Kassel Besucherzentrum Herkules

Das Besucherzentrum Herkules liegt auf der Bergspitze beim Herkules. Dort kann man Eintrittskarten kaufen oder sich über den Bergpark informieren.

Adresse: Schlosspark 28, 34131 Kassel

MonatTagUhrzeit
01. April – 31. Oktobertäglich10.00 bis 17.00 Uhr
01. November – 31. MärzDi – So, feiertags10.00 bis 17.00 Uhr

Besucherzentrum Wilhelmshöhe

Bergpark Wilhelmshöhe - Stationsgebäude 2018-06-22 c

Am Fuße des Bergparks befindet sich das Besucherzentrum Wilhelmshöhe, das in einem alten Stationsgebäude (1898) der Straßenbahn untergebracht ist.

Adresse: Wilhelmshöher Alle 380, 34131 Kassel

MonatTagUhrzeit
01. April – 31. OktoberDi – So, feiertags10.00 bis 17.00 Uhr
01. November – 31. MärzFr – So, feiertags10.00 bis 16.00 Uhr

Kontakt

AdresseBergpark Wilhelmshöhe
 Schlosspark 1
 34131 Kassel
E-Mail

besucherdienst[at]museum-kassel.de oder info[at]museum-kassel.de

Telefon+49 (0)561 316 80-0
Fax+49 (0)561 316 80-111

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