Bauhaus-Signet

Bauhausstätten

Weimar, Dessau, Bernau: Von der Provinz in die Welt

6296 Dessau

Gebäude, Möbel oder Geschirr im „Bauhausstil“ stehen im Ruf, funktional und schnörkellos sein. An das Bauhaus erinnern drei Welterbestätten in Weimar, Dessau und Bernau bei Berlin, die jeweils aus mehreren Gebäuden bestehen. Die UNESCO nahm Weimar und Dessau 1996 in die Liste des Weltkulturerbes auf, Bernau folgte 2017.

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Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau

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Bauhaus Dessau: 51.839120, 12.227987
Meisterhäuser (Gropius, Noholy-Nagy/Feininger; Muche/Schlemmer, Kandinsky/Klee): 51.843253, 12.221523
Laubenganghaus Mittelbreite 6 (Dessau-Törten): 51.801039, 12.242412
Laubenganghaus Mittelbreite 14 (Dessau-Törten): 51.801000, 12.244252
Laubenganghaus Peterholzstraße 40 (Dessau-Törten): 51.803077, 12.243485
Laubenganghaus Peterholzstraße 48 (Dessau-Törten): 51.803034, 12.245303
Laubenganghaus Peterholzstraße 56 (Dessau-Törten): 51.802985, 12.247047
Musterhaus \'Am Horn\': 50.973842, 11.339575
Kunstschulgebäude (Weimar): 50.974537, 11.329029
Kunstgewerbeschulbau (Van-deVelde-Bau): 50.974750, 11.328221
Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes: 52.706901, 13.544565

Bauhaus-Stätte Weimar

In Weimar entstand das Bauhaus. Dort gab es zwei Schulen: die Kunstschule und die Kunstgewerbeschule. Beide leitete der Belgier Henry van der Velde (1863-1957). Er entwarf die Schulgebäude, wohnte und lehrte dort. Sein Nachfolger war Walter Gropius, der beide Schulen – und somit Kunst und Handwerk! – fusionierte und in „Bauhaus“ umbenannte. Die Bauhausstätte Weimar umfasst drei Gebäude:

  • das Kunstschulgebäude („Ateliergebäude“, 1904-10, Henry van de Velde),
  • der gegenüberliegende Kunstgewerbeschulbau („Van-de-Velde-Bau“, 1905-06, Henry van de Velde ),
  • das Musterhaus „Am Horn“ (1923, Georg Muche), erbaut zur Bauhaus-Ausstellung.

Kunstschulgebäude

Weimar Germany Bauhaus-University-00

Musterhaus "Am Horn"

Van-de-Velde-Bau in Weimar (Südgiebel)

Musterhaus "Am Horn"

Haus am Horn, Weimar (Westansicht)

Bauhaus-Stätte Dessau

1926 zog das Bauhaus nach Dessau, wo Gropius mehrere Gebäude errichtet hatte. Sechs Jahre später, 1932, musste das Bauhaus auf Druck der NSDAP schließen. Das Bauhaus zog nach Berlin um und wurde 1933 zur Auflösung gezwungen. Zur Bauhausstätte Desau zählen:

  • die Bauhausschule in Dessau-Roßlau (1925-26, Walter Gropius), bestehend aus Verwaltungs- und Werkstattgebäuden sowie dem Ateliergebäude,
  • vier nach den Bewohnern benannte Meisterhäuser Kandinsky/Klee, Muche/Schlemmer, Moholy-Nagy/Feininger und Gropius. Die zwei letztgenannten, im Krieg zerstört, hat David Chipperfield rekonstruiert.
  • die fünf  Laubenganghäuser (1929-30, Hannes Meyer) und (als Pufferzone) die Siedlung Törten (1926-28, Gropius) im Südosten von Dessau.

Bauhaus-Gebäude

Bauhaus08Oct09

Meisterhäuser

6376 Dessau

Bauhaus-Stätte Bernau: Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes

Die ADGB-Bundesschule befindet sich außerhalb der Kleinstadt Bernau bei Berlin. Abseits, an einem Waldsee gelegen, wurde die Schule 1928-30 erbaut. Die Pläne stammen von Hannes Meyer (1889-1954), der 1928 auf Gropius als Bauhausleiter folgte, sowie Hans Wittwer (1894-1952) und Studierenden. Der Schulkomplex besteht aus Wohngebäuden für Schüler*Innen und Lehrer*Innen, Schulgebäuden (Seminarräume, Bibliothek, Sporthalle) und sonstigen Funktionsgebäuden (Empfang, Aula, Mensa, Gang).

Bernau bei Berlin ADGB Schule Wohntrakte vorne