Rundgang Speyer – Beschreibung
Der Rundgang führt zum UNESCO-Weltkulturerbe Speyerer Dom und durch die gut erhaltene Altstadt. Start- und Zielpunkt ist der Hauptbahnhof Speyer. Für die reine Wegstrecke von rund vier Kilometern benötigt man mindestens eine Stunde, nicht eingerechnet sind Besichtigungen oder Pausen. Die Welterbetour führt zu folgenden Stationen (Liste der Sehenswürdigkeiten in Speyer):

  • UNESCO-Weltkulturerbe Kaiserdom (größte romanische Kirche der Welt) mit Domgarten
  • Maximiliansstraße (Haupteinkaufsstraße und ehemalige Via triumphalis; 3D)
  • Altpörtel (einer der höchsten Tortürme Deutschlands mit guter Aussicht), Heidenturm, Reste der Stadtmauer
  • bedeutende Bauten christlichen und jüdischen Glaubens (u. a. Dreifaltigkeitskirche, Ölberg; Mikwe, Synagoge Beith-Schalom)
  • Altstadtviertel mit Gässchen und Märkten (Fischmarkt, Holzmarkt)
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Welterbetour Speyer

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Hauptbahnhof Speyer: 49.324062, 8.428456
Adenauerpark: 49.323034, 8.430312
Hirschgraben: 49.322475, 8.431401
Wormser Warte: 49.339728, 8.429563
Friedenskirche St. Bernhard: 49.323118, 8.431642
Synagoge Beith-Schalom: 49.322065, 8.431902
Willy-Brandt-Platz: 49.319838, 8.432962
Altpörtel: 49.317473, 8.432409
Alte Münze: 49.317493, 8.437441
Historisches Rathaus Speyer: 49.317218, 8.438616
Dreifaltigkeitskirche: 49.317808, 8.439434
Judenhof mit Mikwe​: 49.316302, 8.439520
Bischofspalais​: 49.316892, 8.440762
Ölberg: 49.316889, 8.442253
Heidentürmchen: 49.317223, 8.444307
Antikenhalle: 49.318002, 8.443052
St. Magdalen: 49.319989, 8.443036
Riegel: 49.321115, 8.437318

Nördliche Altstadt

Der erste Tourabschnitt führt vom Hauptbahnhof nach Süden zum Torturm „Altpörtel“. Die Altstadt reicht bis zum Bahnhof.

Speyer Hauptbahnhof


Die Station heißt „Speyer Hauptbahnhof“, obwohl Speyer nur diesen einen Bahnhof hat. Es gab allerdings eine Bahnlinie nach Heidelberg, die nach Kriegszerstörung stillgelegt wurde. Dort stand der Bahnhof „Speyer Rheinbahnhof„. Eine Schiffsbrücke und später eine feste Brücke überquerte den Rhein. 

Das erste Empfangsgebäude von 1847 wurde im Krieg zerstört, dann abgerissen und durch den Neubau ersetzt. Südlich davon haben sich Bahnhofsgebäude des 19. Jahrhunderts erhalten.

Östlich des Bahnhofs verlief bereits die Stadtmauer. Vom Bahnhof geht es durch die Bahnhofsstraße zum Adenauerpark.

Die Stadtmauern von Speyer

Karte Stadtbefestigung Speyer

 Die Karte zeigt rot eingezeichnet die Stadtmauern (Grundlage ist der Stadtplan von Schwaab, 1730.). Man erkennt

  • die alte Stadtmauer der Kernstadt (erstmals 946, danach ausgebaut, u. a. um 1100 die Hirschgrabenmauer),
  • im Westen die Gilgenvorstadt (ummauert ca. 1324-26),
  • im Süden die St.-Markus-Vorstadt (ummauert um 1365),
  • im Osten die Vorstadt überm Hasenpfuhl (ummauert um 1335) und
  • im Norden die Vorstadt Altspeyer (um 1380 ummauert).

Adenauerpark

Adenauerpark in Speyer. AnRo0002 [CC0]
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Der Adenauerpark liegt auf dem Gelände des alten Friedhofs Speyer, der von 1502 bis 1881 genutzt wurde. Umgeben von Grabsteinen (18. – 19. Jh.) und alten Bäumen steht die Kapelle „Unserer Lieben Frau“ (1515-1516), eine spätgotische Saalkirche mit 5/8-Chorschluss. Schräg durch den Park oder an der Bahnhofsstraße entlang und dann links in die Straße Hirschgraben.

Hirschgraben & Wormser Straße

Hirschgraben 8 Speyer
Warturm

Die Straße „Hirschgraben“ folgt dem zugeschütteten Graben, der vor der Stadtmauer (1. Hälfte 13. Jh.) lag. Auf der rechten Seite nach dem Fußgängerweg hat man einen Mauerrest in eine Hauswand integriert. Weit außerhalb, am Ende der Wormser Landstraße, steht die Wormser Warte, ein mittelalterlicher Wartturm (1451). Die Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalsvereine betreibt dort ein Museum.

Friedenskirche St. Bernhard & Synagoge Beith-Schalom

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An der Friedenskirche St. Bernhard (1953-1954, August Josef Peter und Ludwig Ihm) mit dem freistehenden Glockenturm biegen wir rechts in die Wormser Landstraße. Rechterhand öffnet sich die Straße zu einer zweiten Grünanlage, genannt „Weidenberg“. Das elliptische Gebäude in der Nordwestecke ist die 2011 eröffnete Synagoge Beith-Schalom (Architekt: Alfred Jacoby). An der Weggabelung der Wormser Straße (rechts) folgen.

Willy-Brandt-Platz

Wormser Strasse 41-43 Speyer
SpeyerAugustiner01

Der Name der nahen Augustinergasse erinnert daran, dass den Platz bis 1866 ein Augustinerkloster einnahm. Heute steht dort ein Sparkassen-Gebäude und davor der Goldwäscherin-Brunnen (1994): Eine hockende Frau hält in ihren Händen eine Goldpfanne. Die Skulptur ist ein Zweitguß; auch im Skulpturenpark Schloss Gottorf in Schleswig-Holstein geht die Goldwäscherin ihrer Arbeit nach. In der Maximilianstraße werden wir einem weiteren Werk des Bildhauers Martin Mayer begegnen; es ist der  Jakobspilger.

Die Südseite des Platzes nimmt das Amtsgericht Speyer ein. Es wurde 1900-1902 nach Plänen des Architekten Otto Bär im Renaissancestil erbaut. Zwischen Sparkasse und Gericht hindurch gelangt man zum Kreuzgang des Augustinerklosters. Er entging der Spitzhacke und wurde hierher versetzt.

An der Weggabel beim Gericht führt der Rundweg in die Gutenbergstraße zum Altpörtel. (Abstecher: westliche Parallelstraße mit Stadtmauerresten und Villa Körbling)

Altpörtel

Altpörtel in Speyer. Dickelbers [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], bearbeitet.

Das Altpörtel (1. Hälfte 13. Jh.) ist eines der höchsten Stadttore Deutschlands. Im 1. Obergeschoss informiert eine Ausstellung über das Reichskammergericht, das in Speyer von 1527 bis 1689 tagte. Nach 159 Stufen hat man die Aussichtsplattform erreicht, die einen guten Ausblick auf Speyer und das Umland bietet. Passiert man das Tor, gelangt man zum Postplatz. Nach Westen erstreckt sich die Gilgenvorstadt. Neben dem Altpörtel stand bis ins 18. Jahrhundert eine Wassermühle. Was man nicht sieht, ist der Speyerbach. Er durchquert das Viertel und fließt unterirdisch neben dem Altpörtel vorbei, folgt der Maximilianstraße ein Stück und biegt dann nach Norden ab, wo er in den Woogbach mündet.

Am Postplatz vor dem Tor befindet sich die ehemalige Oberpostdirektion, die zu einem Einkaufszentrum umfunktioniert wurde und „Postgalerie“ heißt.  (Abstecher:  Gilgenstraße (Gedächtniskirche der Protestation (1893 bis 1904, Architekten Julius Flügge und Carl Nordmann; „Protestantischer Dom“), gegenüber Archäologisches Schaufenster und katholischer Konkurrenzbau  St. Joseph (1912-19014, Architekt Ludwig Becker),  Feuerbach-Haus (Geburtshaus des Malers Anselm Feuerbach)).

Postgalerie Speyer (Oberpostdirektion), AnRo0002 [CC0][/caption]

In der Gilgenvorstadt haben sich einige Reste der Stadtmauer erhalten, z. B. an der Hildegardstraße der Trum zum Bock und der Turm zur Taube.
SpeyerCityWallHilgardstrasse

Maximilianstraße. Die Via Triumphalis zwischen Altpörtel und Dom

Der zweite Tourabschnitt führt durch die Maximilianstraße vom Altpörtel zum Dom, von Westen nach Osten. Vom Altpörtel geht entweder geradeaus durch die breite Maximilianstraße oder man biegt links in die schmale Korngasse. Beide laufen parallel zueinander und vereinigen sich am St. Georgsbrunnen.

Kaiserdom-07-Aussicht

Die Maximilianstraße ist die Hauptstraße Speyers mit zahlreichen Geschäften. Blickt man vom Dom nach Westen, sieht man am Ende der Straße den Turm Altpörtel. Die Maximilianstraße war ursprünglich so breit wie im Bereich zwischen Dom und Alter Münze. Durch den Bau einer Häuserzeile entstand die Korngasse.

Im Vordergrund links der Bischofspalais (ehemals Vikarienhof), rechts das Stadthaus. Rechts die Dreifaltigkeitskirche; deren Dachreiter verdeckt den Glockenturm von St. Georg; dieser verdeckt wiederum das Dach der Heiliggeistkirche. Gut erkennbar ist der Chor von St. Ludwig (neben der Baumgruppe). Die doppeltürmige Kirche ist St. Joseph; links davon die Gedächtniskirche der Protestation. Im Hintergrund  zeichen sich sich die Berge des Pfälzerwalds ab.

Korngasse

An der Korngasse liegt St. Ludwig, der wiederaufgebaute Chor der ehemaligen Dominikanerkirche. Das Kloster wurde 1260 gegründet. Der Chor, 1308 geweiht, schließt mit einem 7/10-Scheitel. Der sog. „Boßweiler Altar“ stand bis 1960 im Speyerer Dom.
Wer Zeit hat, macht einen Abstecher zum Purrmann-Haus. Es ist benannt nach dem Maler Hans Purrmann (1880-1966), der hier zur Welt kam. Die evangelische Heiliggeistkirche (Anfang 18. Jh.) ist eine kleine Saalkirche mit Dachreiter und Empore.

Alte Münze

Speyer - Maximilanstraße - Alte Münze - Ansicht von SO

Am St. Georgsbrunnen zwischen Maximilianstraße und Korngasse steht die Alte Münze (ehemaliges Kaufhaus von 1748 nach Plänen von Sigismund Zeller). Südlich davon befindet sich der Kulturhof Flachsgasse. Er beherbergt Städtische Galerie, Kunstverein und Winkeldruckerey); Im Süden schließt sich das Johann-Joachim-Becher-Haus an; es erinnert an den bedeutendsten deutscher Merkantilisten.

 

Historisches Rathaus Speyer

Rathaus - Maximilianstraße - Speyer - Germany 2017

Der elfachsige Barockbau Nr. 12 ist das Rathaus (1712-24, Pläne vom Hofbaumeister Johann Adam Breunig). Im 1. Obergeschoss befindet sich ein großer Sitzungssaal mit erhaltener Stuckdecke, im kleinen Sitzungssaal ist das Deckengemälde von Johann Georg Dathan (1725) sehenswert.

Dreifaltigkeitskirche

Speyer Dreifaltigkeitskirche Innenansicht
Frankfurt Katharinenkirche 1683.jpg Katharinenkirche (Frankfurt am Main) Gemeinfrei, Link

Ein paar Schritte weiter öffnet sich links das Geschirrplätzel, das einen Durchblick zur Dreifaltigkeitskirche (1701-1717, Johann Philipp Danner, seit 1710 Christian Dathan) erlaubt, laut Dehio „eine der beachtenswerten Leistungen des protestantischen Kirchenbaues.“ (S. 841) Sehenswert ist auch die erhaltene Ausstattung, v. a. dreiseitige Empore mit zwei Rängen. Vorbild war die Katharinenkirche in Frankfurt am Main, wohin viele Bürger*Innen nach der Zerstörung Speyers 1689 geflüchtet waren.

Die Katharinenkirche wurde 1678-81 erbaut, 1944 zerstört und 1950-54 vereinfacht wiederaufgebaut. Die Abbildung von Johann Ulrich Kraus zeigt den Zustand im Jahr 1683. Die Kirche diente auch als Vorbild für die Dreifaltigkeitskirche in Worms (erbaut 1709-25), die im Zweiten Weltkrieg ebenfalls zerstört wurde.

Vor dem Platz der Jakobspilger (Bronze-Statue von Martin Mayer); nach Osten das Hohenfeldsche Haus (Nr. 99; um 1700), das an die Schriftstellerin Sophie La Roche (Herausgeberin der ersten deutschen Frauenzeitschrift) erinnert. Daneben das Stadthaus (Nr. 100; 1902-1903 für Kreisversicherungsanstalt nach Plänen von Franz Schöberl), dahinter lag der Sitz des Reichskammergerichts (Lageplan). Geradeaus zum Domplatz.

Judenhof mit Mikwe

Jewish Courtyard 2 Speyer

Lohnenswert ist ein Abstecher zum Museum SchPIRA und Judenhof mit der Mikwe.

In Speyer lebte im Mittelalter eine große jüdische Gemeinde mit bedeutenden Rabbinern. An die jüdische Kultur des Mittelalters erinnert die gut erhaltene Mikwe (um 1100), die größte Anlage in Deutschland. Eine Treppe führt innerhalb des rechteckigen Badeschachts zehn Meter unter das Bodenniveau bis zur grundwasserführenden Schicht.

Speyerer Dom und Umgebung

Gegen den Uhrzeigersinn einmal um den Kaiserdom herum. Von hier aus kann man Abstecher zu mehreren Museen und Sehenswürdigkeiten unternehmen. Eine virtuelle Domführung bietet kaiserdom-virtuell.de.

Die steinere Schale auf dem Domplatz (3D) ist der Domnapf (1490), der die Grenze zwischen Reichsstadt und Stiftsbezirk markierte. Ist ein neuer Bischof gewählt, wird der Napf mit Wein gefüllt. Vor uns das UNESCO-Weltkulturerbe Speyerer Dom.

Bischofspalais

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Die buchstabenförmigen Maueranker verraten die ehemalige Nutzung: „VICARIORVM AEDES“ bedeutet „Vikariatshaus“. Die Dreiflügelanlage wurde um 1704 erbaut und 1821 erweitert. Den Balkon über dem Portal schmückt das Bischofswappen.

Speyerer Dom (St. Maria und St. Stephan)

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Das heutige Erscheinungsbild des Kaiserdoms ist das Ergebnis von Umbauten, Zerstörung und Wiederaufbau: Der erste Dom (Speyer I), wurde von 1027 bis 1061 im Auftrag Konrads II. erbaut. Sein Enkel Heinrich IV. ließ Teile abreißen und einen größeren Dom (Speyer II) mit einer bahnbrechenden Neuerung erbauen: Statt einer Flachdecke wagte man eine Überwölbung des Kirchenschiffs mit einem Kreuzgratgewölbe (vollendet 1106).  1689 wurde der Speyerer Dom während des Pfälzischen Erbfolgekrieges schwer beschädigt. 1772-1778 rekonstruierte Franz Neumann (Sohn von Balthasar Neumann) die zerstörten Teile. Den Zweiten Weltkrieg überstanden Dom und Stadt fast unbeschadet.  Nach dem Verlassen den Dom gegen den Uhrzeigersinn im Domgarten umrunden.

Dom zu Speyer Hauptschiff

In der Kaisergruft (3D) liegen die Sarkophage mehrerer deutscher Kaiser.

Krypta des Doms zu Speyer

Domgarten

Erholung findet man im Domgarten: Bäume spenden Schatten, Vögel zwitschern und eine Wasserfontaine rauscht. Der Kaiserdom ist umringt von einigen Sehenswürdigkeiten (gegen den Uhrzeigersinn):

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An der Südseite steht der Ölberg (1505-11, 3D). Er markiert die Mitte des 1437-44 erbauten und 1820 abgerissenen Kreuzgangs. Die Originalfiguren sind ein Werk der Gebrüder Hans und Lienhard Syfer und stehen heute im Historischen Museum. Im Inneren des Gehäuses (Lorenz Lechler) befindet sich eine Michaelkapelle.

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Östlich des Domchors hat sich ein Teil des ersten Stadtmauerrings erhalten, das Heidentürmchen mit Zinnenkranz und Ecktürmchen (Ende 13. Jh.).

Historisches Museum der Pfalz

Die Stadtmauer führt nach Süden zum Historischen Museum der Pfalz (Di-So 10-18; eingeweiht: 1910, Gabriel von Seidl). Diverse Sammlungen (Urgeschichte, Römer, Domschatz, Luther), das Weinmuseum, Sonderausstellungen zur Weltgeschichte und das Junge Museum für Kinder machen das Museum zu einem Publikumsmagneten der Stadt.

Antikenhalle Speyer 1

Nördlich des Speyerer Doms steht die klassizistische Antikenhalle (1826, Johann P. Mattlener). In der offenen dreibogigen Arkadenhalle stellte man erst Bodenfunde aus, später (nach 1871) französisch Beutekanonen aus. Gegenwärtig erinnert sie an die Opfer der beiden Weltkriege.

Der Edith-Stein-Platz an der Nordseite des Doms erinnert an die Philosophin und Frauenrechtlerin Edith Stein (1891-1942). Die vom Juden- zum Christentum Konvertierte wurde in Auschwitz-Birkenau ermordet. 1998 erfolgte ihre Heiligsprechung. Sie unterrichtete 1923 – 1931 an der nahegelegenen Klosterschule von St. Magdalena.

Nach rechts in die Stuhlbrudergasse. In den kleinen Häuschen (Nr. 1 – 4) lebten die Stuhlbrüder (Bis 1400 gab es auch Stuhlschwestern.), die täglich für die verstorbenen Kaiser beten sollten, um sie im Gedächtnis zu bewahren. Rechts befinden sich die Gebäude des Domkapitels.

Hasenpfuhl

Die Gasse biegt ab in die Trankgasse. An deren Ende führt die zweibogige Sonnenbrücke (erbaut vor 1242) mit einer Nikolaus-Statue über den Speyerbach in den Stadtteil Hasenpfuhl. Von der Stadtbefestigung (14. Jh.) haben sich fast auf der gesamten Länge niedrige Mauerreste, Turmstümpfe und der Graben erhalten.

Einen großen Bereich des Stadtteils nimmt das im 13. Jh. gegründete Dominikanerkloster St. Magdalena ein. Die schlichte Kirche mit dem Dachreiter wurde um 1700 erbaut. Von der 1689 zerstörten Vorgängerkirche (13 Jh.) haben sich nur Teile des Rechteckchors erhalten.

Die erste Straße links in die Pistoreigasse, die in den verwinkelten Holzmarkt mündet (Am Ende der Pistoreigasse kann man rechts einen kurzen Abstecher zur Brücke über den Speyerbach machen, der sich hier mit dem Woogbach vereint.). Die St. Velten- und die St. Margarethengasse enden an der Ruine des gotischen Patrizierhauses Retscher (13. Jhd.). Durch die St. Veltengasse zurück und geradeaus zum Fischmarkt.

Hasenpfuhl (Speyer Sundar1 [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], bearbeitet

Fischmarkt

Speyer - Fischmarkt mit Kutscherhaus

Der Stelzenfisch-Brunnen des Landauer Bildhauers Stefan Forler vor dem (2015 durch Brand geschädigten) Kutscherhaus und der Villa Wellensiek. (Wohnhaus eines Tabakfabrikanten. Speyer war Umschlagplatz für Tabak, der um Speyer herum angebaut wurde.) Den Fischmarkt passieren, am Ende geradeaus in die Lauergasse, von der mehrere schmale Gässchen rechts abzweigen. Am Ende nach der Linkskurve direkt rechts in die Straße Halbes Dach. An deren Ende rechts durch die Mörschgasse.

Woogbach

SpeyerRiegel

Vor uns fließt der Woogbach. Rechterhand sind Teile der Stadtmauer zu erkennen: u. a. der „Riegel“, ein Durchlassbogen, der den Woogbach überspannt. Links abbiegen: entweder vor der Brücke (Am Nonnenbach) oder danach (Eselsdamm). In beiden Fällen an der nächsten Straße (Petschengasse) links abbiegen. Dann geradeaus. An der Kreuzung entweder wie beim Hinweg über den Adenauerpark oder alternativ rechts in die Wormser Straße und dann die erste Straße links in die Luitpoldstraße, die direkt auf den Hauptbahnhof Speyer zuführt.